#BloggerfuerFluechtlinge

Mir sind am Freitag beim Zeitungslesen die Tränen gekommen, als ich von dem LKW gelesen habe, in dem 71 Leichen gefunden wurden, darunter 4 Kinder. Abgestellt, am Straßenrand. Vermutlich erstickt, keine Luftzufuhr.

Heute hat mir mein Mann einen Bericht gezeigt, in dem es um die Flüchtlingsboote im Mittelmeer ging. Eins der Schlauchboote, in das die Flüchtlinge gestiegen sind, drohte unterzugehen, da es hoffnungslos überfüllt war. Und alt. Und kaputt. Trotzdem sind die Menschen dort eingestiegen. Ein Kommentar im Bericht „Lieber sterben diese Menschen in diesen Boote auf See als in ihrem Land zu bleiben.“ Solange auf ein großes Schiff gewartet wurde das die Flüchtlinge aufnehmen konnte, wurden diese auf vier !!! Rettungsinseln verteilt. Vier!!! Hier konnten die völlig erschöpften Menschen sich hinlegen und ausstrecken. Vorher mussten die meisten stehen. Kein Platz. Ein Kleinkind war dabei.

Direkt vor unserem Haus ist seit Anfang des Jahres ein großes Flüchtlingsheim. Ich habe  gespendet. Die ersten Flüchtlinge haben im Winter einen hübsch verzierten, gepackten Schuhkarton mit den nötigsten Materialen bekommen. Was wir einpacken sollten hat das DRK uns mitgeteilt. in der Umgebung waren die Regale in den Läden leer geräumt. Ich helfe in der Kleiderkammer. Aber wir kommen mit dem Sortieren nicht hinterher, die Kammer ist auch klein und es werden die falschen Sachen gespendet. Daher werden zur Zeit keine weiteren Spenden angenommen.

Was kann ich noch tun? Diese Hilflosigkeit macht mich ganz verrückt. Ich grübel hin und grübel her. Hilfe beim Deutsch lernen, Begleitung bei Behördengängen. Es wird noch eine Person für die regelmäßige Betreuung der Kinder gesucht. Kann ich das? Habe ich die Zeit und die Kraft dafür? Kann ich noch mehr tun?

Heute wollte ich auf andere Themen kommen, mich ablenken. Meinen Näh-Blog habe ich wegen Urlaub und Ferien vernachlässigt. Ganz viele Beiträge habe ich heute geschrieben und hoch geladen. Und mich verlinkt und andere Blogs gelesen.

Und dabei bin ich auf die Spendeseite Blogger für Flüchtlinge – Menschen für Menschen! – gestoßen. Hier könnt ihr nachlesen, worum es dabei geht.

Eine Aktion von ganz normalen Menschen, die gemeinsam die Flüchtlingshilfe untersützen möchte. Auf verschiedene Art und Weise, wie es dort beschrieben ist. Durch finanzielle Unterstützung. Durch Sachspenden. Durch Mithilfe vor Ort. Um Geldspenden zu bekommen wurde auf betterplace.org ein Spendenaufruf gestartet.

Und somit habe ich nun auch die vierte der dort genannten Möglichkeiten genutzt um zu helfen, indem ich hier den Beitrag geschrieben und die Botschaft mit Euch teile. Es wird nicht meine letzte Aktion bleiben.

Eure fassungslose Charla, die nicht begreifen kann, was auf der Welt los ist

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