Herbstkind sew along 2015 – Habe ich schon angefangen?

HerbstkindSewAlong2015

Heute ist Teil 3 des Herbstkind sew along 2015 fällig. Dick im Kalender eingetragen 😉 Einblick: wie weit bin ich? Habe ich schon angefangen? Ja! Habe ich! Hier ein paar Details:

Schnittauswahl:

Die Entscheidung für einen Schnitt fiel letztendlich recht schnell. Ich möchte gerne eine Softshell-Jacke nähen. Mit Kapuze. Meine Tochter geht jetzt in die Schule, der Weg ist recht kurz, da wird sie immer zu Fuß gehen. Da ist für die Übergangszeit eine Softshell-Jacke bestimmt das richtige. Gerade wenn es ein bißchen nieselt.

Ich habe ein bißchen rumgestöbert und Eure Hinweise und Blogs gelesen zum Thema „Herbstkind sew along 2014 und 2015“. Danke für die vielen Erfahrungsberichte mit Schnittmustern und Hinweise mit Softshell. Einfach toll.

Mitgenommen aus der Recherche habe ich, dass ich darauf achten sollte, dass die Jacke auch wirklich gut passt und nicht zu eng ist. Ich ging daher auf Nummer sicher und suchte nach einen Schnitt, der auch extra für Softshell konzipiert wurde. Ein Frottee- oder Jeans- oder Sweatshirt-Schnitt oder sonst was wäre mir zu unsicher, ob die Passform dann auch gut ist. Auch möchte ich nicht herum experimentieren und einen Jackenschnitt nehmen, der mit Innenfutter geplant war und den ich dann nur einlagig mache. Auch zu unsicher. Dann nahm ich Eure Kommentare ernst, dass ein Schnitt, der mir ganz gut gefiehl, sehr schmal ausfällt. Auch lieber nicht…

Also ging die Suche weiter und tata – genau das gefunden was ich suchte: die Softshell-Jacke „Quinn“, die ich bei Farbenmix gesehen habe. Einfach, klassisch. Genau das richtige für meine erste Jacke. Die Taschen und der Reißverschluss werden allerdings noch genug Herausforderung für mich sein.

Kurz habe ich überlegt, ob ich dann nicht doch lieber die „Philippa“ nehmen soll, aber nach ausmessen zweier vorhandener Jacken meiner Tochter stellte ich fest, dass die Philippa wahrscheinlich zu eng werden würde. Dann lieber die Quinn mit etwas Luft.

Entwurfsplanung:

Was muss alles an die Jacke? Reflektoren, damit sie auch gesehen wird. Stickereien, damit meine Stickmaschine zum Einsatz kommt. Also die Kombination: Stick-Buttons, in denen die Reflektorfolie appliziert wird.

Weitere Ideen: diese Buttons kommen rechts und links auf den Oberarm, damit mein Kind von der Seite gesehen wird, wenn es über die Straße geht. Eine Stickerei mit Reflektorfolie hinten unten auf den Rücken und eine einfache, ohne Folie, vorne links auf die Brust.

Wann wird mein Kind die Jacke tragen? Wenn sie in die Schule geht. Und da hatte ich dann noch einen Einfall: extra für die Schultüte – passend zum Schulranzen – habe ich doch zwei Stickdateien gekauft. Diese Stickmotive kommen jetzt auch auf die Jacke: Kleeblatt-Button, Marienkäfer-Button, hinten ein großer Marienkäfer und vorne der Fliegenpilz. Der Marienkäfer ist dann hinten eben aus Reflektorfolie mit schwarzen Punkten. Oder die Folie wird irgendwie hinterlegt, mal sehen. In etwa so wie auf dem Einschulungs-T-Shirt, nur eben anstelle der Baumwollstoffe die Reflektorfolie.

Letzte Entscheidung: die Farbauswahl des Softshells.

Bei aktivstoffe habe ich den passenden Stoff in verschiedenen Farben gefunden – nicht leicht, mehrere verschiedenen Farben aus dem gleichen Material zu finden. Ich habe mir jetzt nämlich vorgenommen, die Jacke richtig passend zum Ranzen zu machen. Wenn ich schon die gleichen Stickdateien nehme!
Also habe ich den Stoff in rot, türkis und hellgrün gekauft. (Gleich ein bißchen mehr, damit mein Sohn auch ein kriegen kann, aber das jetzt nur nebenbei… ) Und dann wird schön gemustert: die Ärmel in der einen Farbe, die Passe oben in einer anderen, die Seitenpassen anders als vorne und hinten. Oder ganz bunt, die Ärmel jeweils anders farblich, das Vorderteil auch in  zwei unterschiedlichen Farben? Mal sehen. Ich finde es bei den Designbeispielen bei Farbenmix auch witzig, die Kapuze in mehreren Farben zu nähen.

IMG_20150907_155037Sieht das nicht toll aus? Das Grün hätte etwas „apfeliger“ sein können, aber auch so sind die Farben passend zum Ranzen.

Schnittmuster ausschneiden:

Nach gründlichem Vermessen der Tochter und der anderen zwei Jacken war als nächstes dann dran, die entsprechende Größe 122/128 auf dem Papierschnittmuster heraus zu suchen und durch zu pausen. Uff! Ich habe nur noch schwarze Punkte und Striche gesehen und ein Teil habe ich in der falschen Größe durch gepaust, weil ich statt _ _ . . leider _ . . genommen habe. Jeder der schon einmal einen Papierschnitt von Farbenmix vor sich liegen hatte, weiß, wovon ich rede. Aber wenn man den Dreh einmal raus hat und immer schön nachzählt („fünfte Linie von außen“) ging es dann ganz gut. Dann schön ausschneiden und zurecht legen. Das Ganze sah dann so aus 😉

Und daraus soll eine Jacke werden??? Hhm…

Sonstiges Zubehör:

Reflektorfolie ist da, Stickdatei und Garn ist da. Druckknöpfe für den verstellbaren Kapuzenriegel sind da.

Was noch fehlt ist der Reißverschluss. Ich habe leider einen Endlos-Reißverschluss bestellt, und weiß jetzt nicht, ob ich den irgendwie verwenden kann. Schließlich ist das jetzt mein erster – nein, mein zweiter – Reißverschluss. Aber der erste ist, schnell mal nachrechnen, an die 17 oder 18 Jahre her. Wenn ich im Netz was finde, dann den Hinweis, wie ich ihn oben in der Länge kürzen und mit einem Metallriegel (oder mit ganz oft drüber nähen) verhindern kann, das der Zipper oben rausrutscht. Aber was mache ich mit unten, wo der Zipper tagtäglich neu eingefädelt werden muss? Kann mir da jemand Ratschläge geben? Oder muss ich einen anderen Reißverschluss kaufen?

Nachtrag: Allerdings sehe ich jetzt wo ich die Stoffe zugeschnitten habe, dass es ganz schön aussähe, wenn der Reißverschluss grün statt rot ist. Als Kontrast. Mal schnell bei den Designbeispielen gucken, wie sichtbar und auffällig der Reißverschluss ist … upps, der kann ja ein richtiges Gestaltungselement sein. Also: in grün! Und damit wird ein neuer und diesmal auch der richtige 🙂 gekauft.

Design-Farbauswahl und Stoff zuschneiden:

Jetzt gehts an die Wurst – äh, an die Schere. Welches dieser 12 Teile wird in welcher Farbe zugeschnitten? Die Jacke sollte hauptsächlich rot werden und verschiedenfarbene Ärmel war mir dann doch zuviel wild durcheinander. Auch die Seitenteile sollten einheitlich werden, dadurch wirkt die Jacke etwas schmaler, was gerade bei einem Mädchen passend ist. Dass ich dann für die Passe (ist das der richtige Begriff?) die dritte Farbe gewählt habe, liegt ja dann auf der Hand.

Bei der Kapuze hatte ich verschiedene Varianten zur Auswahl, aber letztendlich wollte ich hier auch wieder hauptsächlich rot haben. Daher hat nur der Mittelstreifen und der Riegel eine andere Farbe, die Seitenteile sind rot (hier habe ich übrigens beim Durchpausen und Zuschneiden der Kapuzenseitenteile die ganze Zeit ein ungutes Gefühlt gehabt: das sieht so klein aus!! Die anderen Kapuzen die ich für meine Tochter bisher zugeschnitten hatten, waren doch viel größer!!! Bis mir einfiel, dass es ja nur die Seitenteile sind und die Kapuze einen Mittelstreifen hat! So eine Kapuze habe ich bisher auch noch nicht genäht!).

Das ist momentan der Stand der Dinge.

Heute geht es ans Sticken – mal sehen, ob das so ohne weiteres klappt. Und vielleicht ans Versäubern…

Ich bin ja so gespannt, was Ihr anderen geschafft und gemacht und gewählt habt. Auf zum Gucken…

Eure hochmotivierte Charla

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5 Gedanken zu “Herbstkind sew along 2015 – Habe ich schon angefangen?

  1. Hallöchen,

    soweit ich weiß, kann man leider vom Endlos-Reißverschluss keinen teilbaren basteln. Man kann zwar einen teilbaren kürzen, würde ich Dir jedoch nicht empfehlen, besonders wenn es ein Profil-Reißverschluss ist. Am einfachsten den richtigen in der richtigen Länge kaufen 🙂

    Viel Spaß beim Sticken & Co.!

    Herzliche Grüße
    Sass

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  2. Die kräftigen Farben gefallen mir unheimlich gut! Bin schon auf das Ergebnis gespannt!

    Auch ich meine, dass man aus einem Endlosreißverschluss keinen teilbaren zaubern kann …

    Kapuzen mit Mittelstreifen finde ich übrigens ganz schön, die fallen so hübsch!

    LG
    Kristina

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  3. Liebe Charla,
    das sind wirklich super schöne Farben. Da kommt deine Stickerei bestimmt toll zur Geltung.
    Bei meiner ersten Jacke ist es mir übrigens auch so ergangen…ich hatte einen unteilbaren Reißverschluss eingenäht. Ärgerlich, aber wieder was gelernt 😉
    Teilbare Reißverschlüsse gibt’s ja aber zum Glück in jedem Nähgeschäft und so war/ist das Problem schnell behoben.
    Viel Spaß beim weiter nähen und liebe Grüße
    Charlie

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  4. Dein Jackenprojekt hört sich schön bunt an. Genau das Richtige für die graue Jahreszeit! Ich bin auch schon sehr gespannt was es beim nächsten Einblick bei dir zu sehen geben wird!
    Und beim Reißverschluss kann ich auch nur sagen, lieber nochmal einen Teilbaren kaufen!

    Liebe Grüße
    Sabrina

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