Crazyquilt

Unter „Über mich“ könnt Ihr lesen, dass ich mich seit Teenagerzeiten immer wieder mal an die Nähmaschine gewagt oder die Nähnadel in die Hand genommen habe. Es entstand immer ein Einzelprodukt und dann jahrelang nichts mehr.

Eins dieser „Einzelprodukte“ ist ein Crazyquilt, den ich meiner Schwester geschenkt habe. Es hat mehrere Jahre gebraucht (zwei? zweieinhalb? drei?) ihn herzustellen, mal war ich ganz fleißig an der Arbeit, mal habe ich monatelang nichts gemacht. Zum Schluss hatte ich mich konsequent dran gesetzt und ihn fertig gestellt.

IMG_20150901_144538 IMG_20150901_144750Ich habe zunächt die einzelnen Rechtecke mit der Maschine genäht. Und dann in jedem einzelnen Rechteck alle Nähte mit bunten Stickstichen und Perlen verziert. Alle. Natürlich per Hand – schön blöd, oder?

IMG_20150901_144550IMG_20150901_144646Anschließend habe ich die Rechtecke mit den Mittelstreifen zusammen genäht und am Schluss die Randstreifen dran – wieder alles mit der Maschine. Dann ging es mit dem Sticken weiter: ich habe nun alle Außenkanten der bunten Rechtecke mit goldenem Garn in unterschiedlichen Dicken bestickt. Diesmal zum Teil sehr aufwenige Stickmuster.

IMG_20150901_145210IMG_20150901_145157Dann kam die Zwischenlage dazwischen, Rückseite fertiggestellt und alle drei Lagen zusammen genäht. Auf diese Art und Weise sind alle Sticknähte in der Zwischenlage verschwunden.

Wieder Handarbeit: das Quilten. Das Quiltmuster habe ich per Schablone auf die Deckseite übertragen und dann alles per Hand gequiltet. In den Streifen ein Rautenmuster, in den Mittelstücken die französische Lilie – passend zu so einem edlen Stück mit dem glänzenden weinrotem Satinstoff (oder was das ist). Ich hab einen schönen großen Quiltrahmen, in den ich Stück für Stück den Quilt eingespannt und gequiltet habe.

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Uff – wenn ich jetzt so daran denke war das alles ja ein ganzes Stück Arbeit. Wahnsinn. Ich musste verrückt gewesen sein! Wie schön ist es doch, schnell innerhalb weniger Stunden, einem oder weniger Tage ein fertiges Nähobjekt vor sich liegen zu haben. Andererseits: so eine Fleißarbeit macht einen doch irgendwie ganz schön stolz. Auch Jahre später noch.

Witzig an dem Quilt finde ich auch, dass einige der verwendeten Stoffreste eine Geschichte haben: ein Stück vom Hochzeitskleid meiner Mutter, von meinem Abendkleid, das ich mir in den 90er selbstgenäht habe, Vorhangstoff aus unserem Elternhaus und aus der ersten eigenen Wohnung meiner Schwester. Und aus ihrem Jugendzimmer zu Hause. Was finde ich den noch dadrin? Ach ja, ein altes Sommerkleid und ein Top von mir – was jetzt beides nicht so bedeutsam ist 😉

Eure nun lieber „schnell Nähobjekte fertigstellende“ Charla

 

Verlinkt bei „AWS – AfterWorkSewing“

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