Das dritte Tochter-Shirt: Gemeinschaftsarbeit

Wie vor kurzem angekündigt, wollte ich drei langärmlige Shirts für meinen Sohn nähen und drei für meine Tochter. Das dritte Shirt für meinen Sohn habe ich euch vor kurzem hier gezeigt, das dritte Shirt für meine Tochter stelle ich euch jetzt vor. In Gemeinschaftsarbeit mit ihr entstanden. Wie Shirt eins und zwei ist der Schnitt von Pattydoo: „Leo“ bzw. „Paul“, wie er jetzt heißt.

Es fing damit an, dass sie wieder das Shirt gestalten wollte. „Also, Mama, hier vorne in  die obere Hälfte kommt der Stoff mit den kleinen Sternen hin und hier unten der mit den großen.“ Die beiden Stoffe hatte sie gerade in meinem Stoffschrank entdeckt. Dann sollte der eine Ärmel hellblau und der andere rosa werden. Als Bündchen wollte sie rot und lila. Wie die Rückseite aussehen sollte überlegte sie noch. Da ich ja meine Stoffe kenne schlug ich ihr rasch „Punkte“ vor. So konnte ich die Farben rosa, pink und blau gut kombinieren und das Shirt sieht dann nicht einfach kunterbunt aus, sondern „schön kunterbunt“ :-).

Das erste Problem gab es mit den großen Sternen: da hatte ich zu wenig Stoff, daher musste der nach oben als Passe. Tochter fragen: in Ordnung. Das nächste Problem: von blau hatte ich ebenfalls zu wenig, von rosa auch. Also suchte ich passende Stoffe raus und schlug ihr die Ärmelaufteilung vor wie sie jetzt ist: die eine Seite blau mit oben einem rosafarbenen kurzem Ärmel, die andere Seite pink und unten blau-weiß-gestreift. Auch das wurde abgesegnet. Die Rückseite fand sie toll, das war kein Problem.

Aber dann: Bündchen. Lila und rot wollte ich da jetzt nicht rein bringen, wobei ich auch keinen lila Bündchenstoff auf Vorrat habe. Das rote Bündchen im Vorrat war zu gelb-rot, das fand ich auch nicht soo toll. Also zog ich den gestreiften Bündchenstoff aus der Kiste – da ist rosa mit drin, das rot ist etwas dunkler, das passt auch. Tochter fragen: in Ordnung. Puh, Glück gehabt. Da ich es bei ihr ohne Armbündchen und ohne Saumbund schöner finde, kam der Stoff dann auch nur am Hals dran, da fällt dann das rot noch weniger auf.

Dann ging es ans Zuschneiden. Hier übernahm ich alle Arbeiten, ich kenne ja meine Tochter. Wenn sie eine Schere in der Hand hat werden die Schnitte alles andere – nur nicht gerade. Außerdem kriegt sie meine große Stoffschere nicht mit einer Hand auf, das hatten wir beim Häschen nähen fest gestellt.

Beim Feststecken hielt ich ihr die Stoffe hin und sie machte die Klammern dran. Nächster Schritt: Nähen. Zuerst vorne Sternchen an Sternchen. Sie legte den Stoff drunter, Füßchen runter, Nadel runter, festhalten, nähen – klappte ganz gut. Mal etwas breiter, mal etwas knapp, aber das konnte ich im Nachhinein immer noch korrigieren, indem ich an den Stellen wo es zu knapp war nochmal drüber nähte. Und dann habe ich einmal nicht aufgepasst – upps, hatte sie zentimeterweit in den Stoff rein genäht. Also: auftrennen. Ganz schön mühsam. Ab da passte ich besser auf und sagte ihr sofort, wenn sie korrigieren musste. Das Absteppen der Naht übernahm ich dann.

Beide Schulternähte nähte sie noch – und dann hatte sie keine Lust mehr. „Mama, du kannst weiter nähen.“ Aha, als wenn ich das nicht geahnt hätte. Mit ihren sieben Jahren ist sie noch nicht sehr ausdauernd. Aber meine Nerven hätten auch nicht mehr viele Nähte mit gemacht :-).

Zum Schluss wollte ich ein paar Tragefotos haben, was ja bei uns hier im Hause immer Glückssache ist. Nöö, will sie nicht. Nur wenn da ’ne Kapuze dran kommt… GRRR!! Tochter!! Das hättest du mir auch vorher sagen können!! Du warst von Anfang an dabei!! Das Shirt ist fertig!!!

Eure manchmal wirklich richtig verzweifelte Charla

 

P.S. Das Shirt wurde heute gleich angezogen – auch ohne Kapuze 🙂

Verlinkt bei creadienstag, Handmade on Tuesday, DienstagsDinge, Meitlisachen  und Stoffreste-Linkparty

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