Citybag aus Jeans

Diesmal kam alles zusammen. Zunächst einmal der tolle Stoff, den ich von Marita von maritabw macht’s möglich zur kreativen Stoffverwertung bekommen habe (KSW Nr. 16). Dann mein Wunsch, mir die Citybag von Keko-Kreativ zu nähen – darüber hatte ich schon nach gedacht, als ich diese SchnabelinaBag in mini plante. Der Stoff von Marita ist schön fest, den kann man perfekt als Tasche verarbeiten. Allein reichte das Stück aber nicht aus, auch nicht als Hauptstoff. Also musste noch ein anderer Stoff dazu: Jeans. Eigentlich hatte ich mir schon Jeansstoff aus dem Vorrat zurecht gelegt, aber dann fiel mir das April-Thema vom Taschen-Sew-Along 2016 von greenfietsen wieder ein: Upcycling – Taschen aus Jeans. Also kramte ich nach einer alten Jeans. Die sah zwar noch total neu aus, weil ich die nach der Schwangerschaft gekauft und dann kaum getragen hatte, aber immerhin habe ich eine alte Jeans verwertet. Nahezu komplett, es sind nur noch der Bund, der Reißverschluss und die Taschen übrig.

Also kamen hier gleich drei Dinge auf einmal zusammen – perfekt. Hier ist meine KSW16-Taschen-Sew-Along-April-2016-Citybag:

IMG_20160403_162739Die Falttasche und der Reißverschluss mit dem KSW-Stoff. Auf der Klappe der Tasche habe ich den Stoff umgedreht, so dass das Goldgelb auf der anderen Seite nochmal auftaucht und nicht wieder links. Innen habe ich neutralen graubeige-farbenen Stoff genommen.

IMG_20160403_162800Das Nähen war teilweise nicht ganz so einfach. Als ich zu den Henkeln kam, überlegte ich, wie ich diese gestalten sollte. Die Wahl fiel auf dünne Jeans-Henkel als Handgriffe und Gurtband für den Schultergurt. Die Jeans-Henkel stellte ich selber her, indem ich ein 8 cm breiten Streifen jeweils 2 cm bis zur Mitte faltete und dann das ganze nochmal mittig. Ergebnis: 4 Jeanslagen übereinander. Wird die Maschine schon packen, dachte ich mir. Ich dachte aber nicht daran, dass ich das Ende zum Festnähen auf der Tasche ja umklappen musste – also hatte ich dort 8 Lagen. Dazu dann den Außenstoff der Tasche, der zudem mit Vlies H630 bebügelt war. Das war dann doch alles des Guten zuviel. „Nö, ich will nicht“ sagte meine Maschine. Zwei Nadeln verbogen, nur eine Seite vom ersten Henkel dran gekriegt. Dann ging nichts mehr.

Hhm?? Was tun? Henkel wieder komplett abmachen war so gut wie unmöglich, weil ich ordentlich hin und her genäht hatte – soll ja was aushalten. Also nähte ich die zweite Seite vom ersten Henkel an indem ich am Handrad drehte und dann den Stoff Stück für Stück vorwärts schob. Mühsam, aber erster Henkel war dran. Dann hatte ich erstmal genug und es ging tags darauf weiter. Am Sonntag – abends war Finalschluss. Uff. Ich beschloss, den anderen Henkel unten aufzuklappen, so dass dort nur 5 Jeanslagen übereinander liegen. Das schaffte meine Maschine dann, Gott sei Dank, obwohl ich nur noch eine feine Jeansnadel hatte.

Daher sieht die eine Seite der Tasche an den Henkeln so aus, mit schmalen Enden:

IMG_20160403_162724Und die andere so, mit breiten Enden:

IMG_20160403_162817Aber wann guckt man sich schon beide Seiten gleichzeitig an? 🙂

Dann ging es weiter im Ebook. Entgegen meinen Befürchtungen ging das Annähen des Bodens leicht, auch das Wenden, obwohl ich den Boden mit Decovil verstärkt habe. Aber dann.

Das Absteppen oben herum. Da ich ja eine alte Jeans verwendet habe, waren an mehreren Stellen die Seitennähte der Beine mit entsprechender Nahtzugabe, bei den Henkel-Fotos gut zu sehen. Dadrunter ist Vlies aufgebügelt und dann kommt der Innenstoff der Tasche. Dazu dann der Stoff an dem der Reißverschluss dran ist, mit Vlies verstärkt, auch mit Innenstoff. Und das Ganze musste ich mit einer feinen Jeansnadel zusammen nähen, weil ich keine andere mehr hatte. Und schwupps: abgebrochen, beim letzten Zentimeter. Son Mist aber auch. Ich lies diesen Zentimeter einfach offen, fertig. Auch egal. Grmpf.

Vierte Nadel, wieder eine feine Jeansnadel. Ich wollte diese Tasche an diesem Sonntag zu Ende bringen, komme was wolle! Es fehlte ja nur noch der Schultergurt. Gurtband hatte ich bereits gekauft. Ausgepackt, Enden abgeschnitten für D-Ringe, abgeflammt – hhm… das soll reichen? Viel zu kurz!! So ein Blödsinn!! Wieso das denn? Ich habe keine Ahnung…

IMG_20160403_162852Da ich die Tasche aber fertig kriegen wollte – es geht doch nicht, dass ich zum ersten Mal an der KSW teilnehme und dann den Abgabetermin nicht einhalte – nähte ich den Gurt dennoch. Es geht gerade so von der Länge, aber ich denke, ich werde noch einmal ein längeres Stück Gurtband kaufen und einen verstellbaren Schultergurt annähen.

Eure Charla, die froh ist, diese Tasche bis aufs Weitere fertig zu haben – die hat mich doch ganz schön Nerven gekostet. Aber schön ist sie dennoch 🙂

 

Verlinkt bei der KSW Nr. 16 bei Marita und bei AppelKatha, bei greenfietsen Taschen-Sew-Along 2016, creadienstag, Handmade on Tuesday, DienstagsDinge, und TT-Taschen und Täschchen

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6 Gedanken zu “Citybag aus Jeans

    1. Hallo Marita. Ich fahre gleich los, Gurtband kaufen. Danke dir fürs Ausrichten – es hat Spaß gemacht, und wären nicht Osterferien gewesen, hätte ich auch nicht so einen Stress gehabt :-). Ich hatte bei dir auf dem Blog beim Finale-Post kommentiert, aber irgendwie hat es wohl nicht geklappt.
      lg Charla

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    1. Danke Marietta. Ja, mir gefällt die Tasche auch. Es war klar, dass nicht alles klappt wie ich es wollte. So auf den letzten Drücker ist schon doof… jetzt kaufe ich erstmal neue Nadeln.
      lg Charla

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    1. Hallo Julia. Dankeschön für das Lob. Dir gehört aber noch viel mehr Lob, dein Eichhörnchen ist einfach toll. Ich hatte auch bei dir kommentiert, aber irgenwie werde ich beim Kommentieren oft immer raus geschmissen, bevor das Bild „Ich bin kein Roboter“ kommt. Ich habe keine Ahnung, woran das liegt. Du hast beim Eichhörnchen den Stoff perfekt eingesetzt, das Gold beim Kopf, das lilabrombeerweinrot beim Schwanz und die braunen Arme – alles perfekt. Total süß.
      lg Charla

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