Fashion Revolution Day 2016

Ich habe Euch hier schon von Susannes (von mamimade) Aufruf zur Teilnahme am Fashion Revolution Day 2016 geschrieben.

Mit dieser Aktion machen Nähbloggerinen erneut darauf aufmerksam, dass Mode-Konzerne sehr wohl dafür Verantwortung tragen, dass in ihrer Produktionskette durchgehend Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden müssen. Das Nähen verbindet uns Nähbloggerinnen mit den gestorbenen Näherinnen in Bangladesh, die Nähen mussten, um ihr Lebensunterhalt zu verdienen und ihre Familien zu unterstützen. Sie starben, weil sie genötigt wurden, trotz Risse im Gebäude und trotz eindeutigem Risiko in das Gebäude zu gehen. Kaum waren sie drinnen, stürzte das Gebäude ein, mehr als 1000 Menschen starben, mehr als 2400 wurden verletzt.

Für uns ist Nähen meist nur ein Hobby. Natürlich ist es nicht dasselbe, unser Werkeln hier zu Hause mit der industriellen Massenproduktion zu vergleichen. Aber wir nähen – und die Näherinnen in Bangladesh oder anderen Ländern nähen- bzw. haben genäht. Wir gedenken auf diese Art und Weise an das tragische Ereignis und die vielen Opfer und fordern unsere Mitmenschen auf, sich ein bißchen mehr Gedanken über die Herkunft der Kleidungsstücke zu machen. Wenn man logisch an die ganze Sache heran geht, kann irgendetwas nicht stimmen, wenn Kleidung für einen Spottpreis über den Warentisch gehen. Irgendwo muss Geld eingespart werden: an der Herkunft der Rohware, an den Arbeitsbedingungen im Herstellungsprozess, an den Sozialstandards im Geschäft hier in Deutschland – oder schlimmstenfalls alles zusammen.

Was bedeuted für micIMG_20160424_201941h das Nähen? Ich nähe aus Spaß an der Sache und weil ich mich über die fertigen Dinge, die ich nähe, freuen kann. Ich freue mich, etwas schönes hergestellt zu haben, mit den eigenen Händen und nach den eigenen Vorstellungen. Ich kann kreativ sein und mir selber überlegen, was ich als nächstes nähen möchte. Ich kann mich an meinem Endprodukt erfreuen, weil es ganz und gar von mir hergestellt worden ist. Von Anfang bis Ende.

Eure Charla, die sich noch mehr freuen würde, wenn immer mehr Leute bewusster einkaufen würden (nicht nur bei Kleidung)

In Ermangelung eines Fotografens leider nur ein Selbstportrait mit dem Handy 😦

Verlinkt by mamimade „Fashion Revolution Day 2016 – This is not okay“

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