Drei Kombis auf einen Streich

Durch Zufall bin ich mal auf das tolle Freebook „Lady Sweat Skirt“ von Lin-Kim gestoßen und da stand für mich fest: den muss ich nähen! Ich brauche dringend Anziehsachen für den Sommer und ich ziehe leider so selten Röcke an. Das muss sich ändern – allerdings mit der Einschränkung, dass ich immer wadenlange Leggings dazu anziehe – die ich dann gleich auch genäht habe. Der Sweat Skirt passt perfekt für diesen Look, finde ich. Ich könnte ihn mir auch über eine Jeans vorstellen.

Zu den drei Leggings (Schnittmuster „Cut Leggings“) musste ich noch farblich passende Shirts nähen, ganz klar, muss ja alles zusammen passen. Genäht habe ich aber nur zwei (mehr Stoff in ausreichender Länge war nicht da) und zwar habe ich den Schnitt „Joana“ von Jolijou verwendet. Vor 5 Jahren wurde er anscheinend rauf und runter genäht – kein Wunder, ich finde ihn auch toll. Die angesetzten Ärmel, die Taillierung und der weite Ausschnitt sind genau mein Ding. Vielleicht nähe ich auch noch einmal ein Kleid daraus, aber nun habe ich ja erstmal die passenden Röcke dazu.

Kombi 1 besteht aus Skirt Nr. 1 und Legging Nr. 1 in weinrot. Die Legging ist in Größe M, aber ich habe sie dann noch anpassen müssen und ist jetzt eigentlich Größe L. Das Top, das ich auf dem Foto trage, ist ein gekauftes. Ich muss erst noch mehr weinroten Stoff kaufen.

Skirt 1 besteht aus einem schön weichem Interlock in türkis und einem Jersey im 70er Jahre Design (oder 60er Jahre?), beide vom Stoffmarkt von vor einem Jahr. Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass Röcke (oder Kleider), die nur aus Jersey bestehen, an der Legging „kleben“ und dann nicht richtig sitzen, war klar, dass ein festerer Stoff als „Unterlage“ her muss. Im Schnittmuster wird Sweat empfohlen. Das Vorderteil, dort wo die Taschen ausgeschnitten sind, besteht aus einer Lage Jersey, die über das gesamte Vorderteil aus Sweat/Interlock gelegt wird. Man hat vorne also eine einzige große Tasche. Nette Idee. Ich habe die Rückseite auch gedoppelt, damit der Rock etwas stabiler ist. Noch passendes Bündchen rausgekramt und los gings.

Nach Schnittmusterangabe hätte ich Größe 38 gebraucht, aber das sah mir dann so groß aus, dass ich ihn in Größe 36 abgeändert habe. Wie im Schnittmuster angegeben habe ich hinten zwei Abnäher eingenäht, da ich ein Hohlkreuz habe und bei mir alle Röcke und Hosen immer abstehen. Wenn der Skirt gut passt, kann man die auch weg lassen.Der Rock passt super, ist sau bequem und von der Länge optimal. Normalerweise trage ich meine Shirts über meiner Hose/Rock, aber hier kann man das Shirt getrost reinstecken, das breite Bündchen und der Rock an sich bilden dann den Mittelpunkt. Es geht aber auch mit T-Shirt über dem Rock:

IMG_20160703_180749Skirt 2 (ohne Foto) hatte ich dann aus elastischem Jeansstoff genäht, kombiniert mit einem ZickZack-Jersey von Lillestoff, beide Stoffe auch schon vor ’nem Jahr gekauft, oder so. Diesmal bestand die Rückseite nur aus einer Lage, da der Jeansstoff fest genug war. Der Rock war nicht ganz so elastisch wie der andere, so dass ich ihn gerade so noch ankriegte. Leider war er dann zu eng und ich war nur am rumzuppeln. So konnte ich ihn nicht anziehen. Ich versuchte, ihn an der Seite aufzuschneiden und einen schmalen Streifen aus doppelten Jersey einzunähen, aber das hat nicht geklappt. Schade, ein Stück für die Tonne. Daher auch kein Foto.

Kombi Nr. 2 besteht aber dafür aus drei selbstgenähten Teilen: aus Skirt Nr. 3, sowie Joana Nr. 1 und Legging Nr. 2 in dunkelpetrol.

IMG_20160703_175607Diesen Skirt 3 habe ich wieder genauso wie Skirt 1 hergestellt: Interlock mit Jersey kombiniert. Der einzige Unterschied: den Saum habe ich diesmal doppelt gelegt und wie ein Bündchen festgenäht, statt, wie bei Skirt 1, einfach gelegt anzunähen und dann unten umgesäumt. Beide Varianten werden im EBook erläutert. Dieser zweite Weg ist einfacher und sieht schöner aus, weil keine störende Versäuberungsnaht zu sehen ist.

IMG_20160703_175341Diese Joana Nr. 1 habe ich in Größe S genäht, was leider etwas zu eng ist. Sie passt, aber etwas luftiger wäre schöner.

Kombi Nr. 3 besteht aus Skirt 4, sowie Joana Nr. 2 und der Legging Nr. 3 in pink. Einmal mit Shirt in den Rock gesteckt:

Und einmal drüber getragen:

Dieser Skirt 4 besteht auch aus Interlock und Jersey kombiniert. Der Interlock ist von Lillestoff und Reste von meiner zweiten MALotty. Dazu habe ich den Comicstoff kombiniert, die von dieser Sunje übrig geblieben sind. Ich finde den Stoff total klasse. Leider hat er nur für die Vorderseite gereicht. Da war ich dann großzügig und habe genau geachtet, dass Kermit der Frosch komplett zu sehen ist. Wenn ich den Stoff so zugeschnitten hätte, wie es am günstigsten gewesen wäre, wäre der halbe Kermit wegen der Tasche abgeschnitten worden, und das wäre schade gewesen.

Ich finde es schade, dass die Rückseite nur in türkis ist, ich finde mit bunter Rückseite sind die Röcke schöner.

Joana Nr. 2 ist diesmal in Größe M und diesmal bin ich rundum zufrieden. Nunja, sie war mir zu lang, daher habe ich jetzt im Schnittmuster die Länge für S gewählt und jetzt gefällt es mir. Die Legging ging dann ratzfatz – irgendwann kann man die im Schlaf.

Fazit: alles drei sind tolle Schnittmuster, die schnell zu nähen und schön bequem sind. Durch den breiten Bund kann man das Shirt auch in den Rock reinstecken (was ich eigentlich sonst nicht mache) und man hat trotzdem eine tolle Optik. Das T-Shirt gefällt mir sehr gut und die Leggings sind jetzt, nachdem ich sie an den Beinen etwas weiter gemacht habe, für mich perfekt.

Ich habe noch eine (vor langer Zeit gekaufte) Legging und ein Shirt in helltürkis, die kann ich auch gut mit Rock 1 und 3 kombinieren, mit dem Kermit-Frosch nicht, weil ich dann von hinten komplett türkis aussehe. Und als letztes habe ich eine dunkelblau-lilafarbene Legging, die man gut mit lilafarbenen Shirt zu Rock Nr. 1 anziehen kann.

Ich finde es spannend, auf den Fotos die unterschiedlichen Outfits zu sehen. Ich dachte mir schon, dass es nicht so toll ist, dass der Kermit-Rock hinten einfarbig ist, was durch die Fotos bestätigt wurde. Welche Farbe steht mir den am besten, was meint ihr? Weinrot ist nicht meine Farbe, das wußte ich schon vorher.

Ich hatte vor 15 Jahren ungefähr mal meinen Farbtypen bestimmen lassen. Kennt ihr das? Man sitzt vor einem Spiegel, die Klamotten und die Haare mit einem neutralen Tuch bedeckt. Und dann werden farbige Tücher vor deine Brust gehalten und man schaut sich im Spiegel die Wirkung an. Es war wirklich überraschend. Bei manchen Farben, die mir vorgehalten wurden, sah ich geradezu krank aus, Gelb- und Grüntöne zum Beispiel.

Ergebnis ist: ich bin ein Sommertyp und mir stehen eher pastellige und helle Farben, die etwas ins graue abgemildert sind. Statt grelles rot z.B. helles lachsrot. Statt dunkeltürkis eher helles eisblaues türkis. Da ich nicht nur Pastelltöne tragen möchte, habe ich meine Farben, die da z.B. wären helltürkis, lachsrot, lavendel etwas in „farbigere“ und „dunklere“ erweitert wie mitteltürkis, pink, lila und petrol. Nicht anziehen kann ich knallrot, gelb, orange oder grün in allen Schattierungen, Khaki geht z.B. gar nicht. Sehr zu empfehlen, seitdem wähle ich meine Kleidung und jetzt die Stoffe, die ich für mich kaufe, sehr bewusst aus.

Bei meinen Kindern achte ich auch schon darauf und meinem Mann hatte ich bestimmte Hemden auch sofort „verboten“. Wir sind alles Sommertypen.

Eure Charla, die nun mit drei neuen Outfits in den Sommer starten kann

Verlinkt bei RUMS

 

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