H54F – Rückblick KW 35/2016

H54FZum ersten Mal seit langer Zeit wieder einmal ein Eintrag zu H54F – High five for friday. Innehalten und kurz nachdenken, was für wundervolle schöne Momente in der vergangenen Woche passiert sind und die man erleben durfte.

Und diese Woche habe ich mehrmals innegehalten. Warum auch immer so gehäuft. Oder warum auch immer mir das so oft aufgefallen ist. Vielleicht weil ich nun ein Jahr älter bin. Vielleicht weil ich mit 45 Jahren langsam „alt“ bin. 🙂

Vielleicht habe ich deswegen in der letzten Woche abends, nachdem die Kinder im Bett eingeschlafen waren, mich zweimal daneben gestellt und gesetzt und sie beim Schlafen beobachtet? Und dabei kam mindestens einer dieser tollen Momente:

  1. Sie sehen so unterschiedlich aus! Mein Sohn kommt nach mir, meine Tochter nach meinem Mann. Eine ganz andere Kopfform, ganz andere Nasenform. Tochter mit blauen Augen, Sohn mit braunen (okay, die Augenfarbe habe ich beim Schlafenbeobachten nicht gesehen, aber die weiß ich ja nun mal 🙂 ). Die Münder sind ähnlich und die Augenform auch. Beide Kinder haben schöne große Augen. Tochter hat meine recht dünnen Haare geerbt, Sohn die dicken vom Papa – sie wird es mir später ewig vorhalten, genauso wie ich mich geärgert habe, dass ich die dünnen Haare von meiner Mutter geerbt bekommen habe. Aber ich musste richtig seufzen, als ich mir sie so anschaute: das sind meine Kinder! Und schon so groß! 5 und 7 Jahre alt.
  2. Das gleiche Seufzen kam in der letzten Woche auch von mir, als ich sie morgens wach machte – auch wenn ich dann oft genervt bin, weil morgens alles genau durchgetaktet ist. Aber diesmal war’s irgendwie anders. Das Wachmachen morgens läuft immer gleich: ich streichel sie und gebe ihnen einen Knutscher. Mein Sohn dreht sich dann immer um. Sucht die Decke, die immer sonstwo liegt. Deckt sich zu. Ich streichel ihn wieder und kraule ihm den Rücken. Er fängt an sich die Augen zu reiben. Und dieses „Augen reiben“ ist soo niedlich! Und das „nach der Decke suchen“ auch. Wenn er sie nicht ertasten kann, nimmt er eben das was da liegt zum Zudecken: ein Kopfkissen, mein Schlaf-T-Shirt, ein riesiges Kuscheltier… Einfach nur süß.
  3. Die nächste Situation zum Innehalten: wieder mit meinem Sohn. Hätte ich nicht diese Kinder, würde ich so etwas gar nicht erleben. Während der Situation war ich nur genervt und am Motzen, aber sofort danach musste ich schmunzeln. Sein erstes Fußballtraining! Heiß erseht und endlich hat es geklappt. Ein Kumpel aus dem Kindergarten ist auch dort, ihn haben wir dann auf dem Parkplatz auch getroffen. Alles gut. Ich dachte mir: Sohn hat Kumpel dabei, dann traut er sich mitzuspielen. Pustekuchen! Sohn will erstmal nur zugucken. Klammert sich an Mamas Bein, als ich mit dem Trainer rede. Will die Hand nicht los lassen. Grmpf. Sonst ist er immer so cool und hat ’ne freche Klappe. Aber wenn’s drauf ankommt? Na gut, also erstmal zugucken. Wir setzen uns an den Rand auf die Wiese, Sohn zwischen meine Beine. Guckt in die Tasche. Findet Brezeln. Mampft Brezeln. Kugelt sich im Gras rum, anstatt zu zu gucken. Quengelt rum, wie lange das denn noch dauert. Mama motzt: „Guck doch wenigsten zu!“ Dann ist das Training zu Ende. Und was macht Sohn??? Flitzt zu seinem Kumpel. Rennt über das Fußballfeld. Findet zwei Bälle und schießt die ins Tor. Albert mit Kumpel rum. Dreht total auf! Warum bitte macht er das nicht beim Training, statt danach?? Im Auto besprechen wir das alles und er verspricht mir, nächste Woche mit zu spielen. Bin ja mal gespannt. Hier ein Fußballfoto bei uns im Garten, voll in Action:
    IMG_20160629_100345
  4. Die vierte Situation ist mit meiner Tochter bei den Mathehausaufgaben. Sie haben „magische Dreiecke“ auf. Ein gleichschenkliges Dreieck, bestehend aus jeweils vier Kugeln, in die Zahlen von 0 bis 20 eingetragen werden sollen. Addition: jede Seite muss immer 20 ergeben. Manche Zahlen sind vorgegeben, im linken Dreieck unten zum Beispiel die „17“. Meine Tochter quält sich durch die ersten Dreiecke, rechnet alle problemlos. Mal mit mehr quengeln, mal mit erstaunlich wenig. Dann das letzte Dreieck: alle Kugeln sind leer, sie dürfen Zahlen eintragen wie sie wollen, solange jede Seite 20 ergibt. Ich beobachte meine Tochter. Sie guckt das Dreieck an. Guckt mich an. Fängt an zu Grinsen von einem Ohr bis zum anderen. Fängt an zu schreiben: zweimal „20“ und in die restlichen Kugeln „0“! Und freut sich tierisch, dass sie auf diese tolle Lösung gekommen ist. Und ich? Ich freute mich auch einfach nur. Meine Tochter!
  5. Die letzte Situation nicht mit meinen Kindern, sondern mit meinem Patenkind, der ich das Pony Palomina zum Geburtstag geschenkt habe. Meine Freundin sagte mir, Tochter habe ganz freudig vor ihrem Geschenketisch gestanden, das Pony angeschaut und geseufzt, wie toll das sei und genauso habe sie es sich gewünscht. Und sie hätte ja nicht damit gerechnet, weil doch meine Nähmaschine kaputt war. Ich musste dann auch seufzen. 🙂 So leicht geht es, jemanden glücklich zu machen. Als die Party zu Ende war kam Patenkind zu mir „Meine Freundinnen überlegen sich noch, welchen Stoff sie haben wollen und dann melden sie sich bei dir, okay?“ 🙂 Abends seien beide Kinder mit ihrem neuen Kuscheltieren im Arm eingeschlafen. Noch einmal seufz.

Eure Charla, die noch unendlich mehr solcher „Seufz-Momente“ aufschreiben könnte. Was ist nur los mit mir?

Verlinkt bei Pünktchen & Viktoria H54F

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