Geburtstagsshirt: aus „5“ mach „6“

Sohn ist gestern 6 Jahre alt geworden. Der erste Teil von Geburtstag feiern ist vorbei. Gestern mit Omas, Opa, Patentante mit Lebensgefährten und Freundin der Familie. Erdbeerkuchen, Erdbeeren mit Sahne – frisch vom Markt – mjam, lecker. Aber meinem Sohn dauerte das natürlich alles viel zu lange!

„Mama, wann kann ich weiter Geschenke auspacken?“

Das größte durfte er gleich am Anfang auspacken, aber dann erst einmal Kuchen essen. Na gut, ist auch langweilig für einen 6-jährigen, wenn daneben auf dem Geschenkewagen die Geschenke liegen. „Okay, pack noch eins aus!“ – ich wusste, dass es das nächst größte sein wird: zwei kleine, zusammenfaltbare Fußballtore. Meine Strategie ging aus: er nahm natürlich das zweit größte und schwupps, war er draußen beim Aufbauen und Fußballspielen. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

Natürlich hielt es nicht so lange vor, aber wir Erwachsenen konnten ein bißchen in Ruhe quatschen und zu Ende essen. Danach wurde dann zu Ende ausgepackt. Er bestaunte doch tatsächlich jedes Geschenk eine Weile und guckte es sich an, bevor das nächste Päckchen gegriffen wurde. Zum Schluss baute er alles in eine Reihe auf und betrachtete freudestrahlend seine „Ausbeute“ :

Das erste Geschenk, das er gleich morgens bekommen hatte, hatte er gleich angezogen. Das obligatorische Geburtstagsshirt. Eigentlich wollte ich ihm ja auch eine Collegejacke zum Geburtstag schenken – so ähnlich wie diese hier von meinem Patenssohn. Aber irgendwie wusste ich die ganze Zeit nicht, wie ich es dann begründen sollte, dass die Schwester eine ähnliche Jacke „einfach so“ bekäme. Natürlich möchte ich für sie auch eine dieser Jacken nähen – aber es ist eine Übergangsjacke, keine Winterjacke. Und Tochter hat im Dezember Geburtstag… Also bekäme sie die Jacke Anfang Herbst einfach so? Ne, das geht nicht. Also warte ich mit der Jacke für meinen Sohn auch noch bis Anfang Herbst und dann kriegen beide die Jacke „einfach so“. Aber diese ganzen Überlegungen haben mich so beschäftigt, dass ich gar nicht daran gedacht habe, ein „Ersatzgeburtstagsshirt“ zu nähen.

Am Tag vor seinem Geburtstag zog ich das Geburtstagsshirt vom letzten Jahr heraus: der letzte Tag, an dem er es anziehen kann. Oh, es passt ja noch richtig gut!

Also in einer Spontanaktion in der Nacht: aus „5“ mach „6“.

Einfach die 6 in größer ausgedruckt und drüber appliziert. Ich musste die 6 ein bißchen arg dick machen und ein klein wenig schräg aufnähen, sonst hätte immer irgendwo ein Stück der 5 heraus geguckt: entweder oben links, oben rechts oder beim Kreis. Jetzt ist die 6 zwar riesig, aber das T-Shirt wird so für eine Weile noch seinen Zweck erfüllen.

Und ich stand dann nicht ganz ohne da. 🙂

Eure Charla

Verlinkt bei made4boys Juni 2017 und upcycling Linkparty Juni 2017

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3 Gedanken zu “Geburtstagsshirt: aus „5“ mach „6“

  1. das ist super, dass das shirt noch gepasst hat. und die applikation ist dir sehr gut gelungen.
    kleiner aufwand (? wenn man das so sagen darf) mit großer wirkung!
    danke fürs teilen ❤
    liebe grüße
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