Tipp beim Besticken von Sweatshirt-Stoff

Tipp 13:

Beim Sticken auf Sweatshirt-Stoff, der zudem sehr elastisch ist, solltet Ihr selbstklebendes Stickvlies unter legen oder das Vlies mit Sprühkleber festkleben, sowie Avalon-Film auf den Stoff oben auf legen. Das Vlies verhindert das Dehnen des Stoffes, der Avalon-Film das Versinken der Stiche im Stoff und stabilisiert zusätzlich auch noch.

Abschließendes Statement zum Nähen mit der Overlock

Zum Ende meines Selbstversuches an meiner neuen Overlockmaschine hier ein paar Ergebnisse:

Stoffführung:
Ich musste etwas rum probieren, bis ich wußte, wo der Stoff ohne Kantenlineal (das stört nur) entlang zu führen ist. Teilweise habe ich zu knapp genäht, so dass gar kein Stoff abgeschnitten wurde und die Naht zu weit vom Stoff entfernt war. Da war quasi rechts in der Naht statt Stoff Luft. Lieber ein bißchen mehr abschneiden – irgendwo hatte ich gelesen, 3 mm Abschnitt würde anfallen. So viel ist es bei mir nicht gewesen.

Einfädeln:
Das Einfädeln ist unproblematisch, dank der Farbmarkierung einfach und logisch nach zu vollziehen. Zwei Fäden sind mir insgesamt gerissen, warum weiß ich nicht. Dann war ich verwundert, wie schnell die zwei Spulen der Unterfäden leer wurden – beide musste ich beim vierten Schlafanzug auswechseln. Es war etwas schwierig den Unterfaden einzufädeln während die beiden Oberfäden noch in den Nadeln waren. Die musste ich dann irgendwie zur Seite ziehen, sonst war die Naht nicht richtig. Daher finde ich das Austauschen der Spulen nicht ganz so einfach – da sollte ich vielleicht die Verknotentechnik mal ausprobieren.

Vernähen der Enden:
Nachdem ich mir nun verschiedenen Techniken zum Vernähen der Enden bei YouTube angeguckt habe, finde ich das Durchziehen der Naht durch die bereits genähte Naht mit einer Stopfnadel am besten. Das Vernähen mit der Overlockmaschine, indem man den Stoff wendet und nochmal durch die Maschine jagt habe ich nicht ganz verstanden. Und das mit der Stopfnadel geht einfach und unproblematisch.

Auffangbehälter:
Ich habe so oft gelesen und gehört, dass der Auffangbehälter beim Nähen stören würde. Ich fand das nicht so. Im Gegenteil: so konnte ich die abgeschnittenen Fäden, die bei mir sonst immer sonstwo landen, auch schön entsorgen und mein Arbeitsplatz sah nach den vier Schlafanzügen nicht ganz so chaotisch aus wie sonst immer :-). Allerdings steht meine Maschine auch nicht ganz vorne an der Tischkante, wie ich es oft gesehen habe, sondern etwa 10 cm entfernt. So kann ich das Nähobjekt vorne gut ablegen und den Stoff besser unter die Nadel führen. Ich muss meine Hände dabei ablegen und kann sie nicht vor dem Tisch in der Luft halten.

Faden nach dem Nähen abschneiden:
Was ich an meiner Overlockmaschine besonders toll finde ist der Fadenabschneider, der in der Stichplatte integriert ist. Am Ende, wenn die Naht fertig genäht ist, kann ich an der Maschinen einen Hebel nach unten drücken, der Fadenabschneider öffnet sich und ich kann die Naht einfach durchziehen – und sie ist fertig abgeschnitten. Kein Hantieren mit der Schere ist notwendig wie ich es in einigen Videos gesehen habe.

Nahtergebnis:
Was natürlich toll ist, ist die schöne glatte, nicht gewellte Naht beim Nähen von Jerseyklamotten. Das und die perfekt aussehende, professionelle Naht ist natürlich das Non-plus-ultra der Maschine. Das fertige Kleidungsstück sieht auch dann toll aus, wenn man sich die Nähte im Detail anguckt.

Fazit zum Kauf meiner Maschine:
Ich bin zufrieden mit meiner Maschine und hoffe natürlich, dass sie lange durchhält. Kann natürlich sein, dass sie im Laufe der Zeit muckt, weil die Qualität zu wünschen übrig lässt. Das Risiko bin ich eingegangen mit dem Kauf einer preisgünstigen Maschine. Aber bis es so weit ist, weiß ich hoffentlich, ob und wie oft ich mit einer Overlockmaschine nähen werde und möchte.

Eure zufriedenen Charla

Tipp wenn die Nähmaschine Stiche auslässt

Tipp 12:

Wenn die Nähmaschine Stiche auslässt, kann es daran liegen, dass Nadel und Faden nicht zu dem Stoff passen.Wechselt die Nadel entsprechend der Gebrauchsanleitung eurer Maschine und nehmt dickeres/dünneres oder qualitativ besseres Garn.

Das eine Mal war bei mir die Nadel und der Faden zu dick, als ich ganz dünnen Folienjersey vernäht habe. Das andere Mal war die Nadel zu fein, als ich dickeren SweatShirt-Stoff mit einer dünnen Jerseynadel vernähen wollte. Nach Wechsel von Nadel und Faden lief wieder alles rund.

Tipps vor Nähbeginn

21.05.2015 – Für alle, die genauso wie ich wieder (oder ganz neu) Lust am Nähen bekommen haben, sich ein bißchen im Internet (oder auch in Nähzeitschriften, -büchern) eingelesen haben und sich dann denken:

„Jetzt setze ich mich an die Nähmaschine!“

habe ich hier ein paar Tipps, die man vor Beginn (!) beachten sollte, aufgeschrieben, kurz und knapp. Details dazu in meinen Beiträgen, chronologisch. Ich habe mich hin und wieder geärgert, dass ich einige Dinge erst wusste oder nicht beachtet habe, nachdem ich mein Nähobjekt fertig gestellt hatte.

Tipp 1:
Wählt das passende Schnittmuster und den passenden Stoff für Euer Nähvorhaben. Passt das Schnittmuster/der Stoff zum Kind, Alter, Geschlecht? Habt Ihr genug Stoff?

 

Tipp 2:
Achtet genau auf die Anleitungen.
Alles wird seinen Grund haben.

 

Tipp 3:
Seid hart im Nehmen! Eure Nähobjekte treffen bestimmt nicht jedermann Geschmack, werden dreckig, verlieren an Form und Farbe.

 

Tipp 4:
Kauft hochwertige Stoffe.

 

Tipp 5:
Bleibt immer konzentriert an Eurem Nähobjekt,
werdet auch zum Ende hin nicht nachlässig.

 

Tipp 6:
Seid mutig! Versucht Euch an eigene Ideen und Neues für Euch, was Ihr vorher noch nicht gemacht habt.
Es lohnt sich.

 

Tipp 11:

Achtet bei großen Mustern auf den Rapport, auch wenn es viel Verschnitt bedeutet.

 

Viel Erfolg und Spaß wünscht Euch Eure Charla

 

 

Tipps zum freihand nähen

Tipp 9: Freihand nähen

Druckt Euch einen Schriftzug aus dem Computer aus, schreibt den Text mit einem Bügeltransferstift seitenverkehrt auf Backpapier. Legt das Backpapier auf den Stoff und bügelt drüber. Die so erstellt „seitenrichtige“ Schrift auf dem Stoff könnt ihr mit der Nähmaschine nachnähen.

 

Tipp 10: Applizieren und Freihand nähen kombinieren.

Erstellt zunächst den Schriftzug aus Stoff, den Ihr nach der üblichen Appliziermethode mit Vliesofix auf das T-Shirt bügelt. Anschließend näht Ihr freihand über den Schriftzug.

Eine vollständige Anleitung findet Ihr hier bei julibuntes.

Tipps zum Applizieren

Tipp 7:
Wenn Ihr applizieren wollt, könnt Ihr zur Stabilisierung des unteren Stoffes unter alles Küchenpapier von der Rolle legen und feststecken. Nach dem Applizieren lässt das Papier sich ganz einfach abreißen.

 

Tipp 8:

Vernäht beim Applizieren die Fadenenden nicht, sondern zieht diese zum Schluss mit einer Nähnadel auf die Rückseite des Stoffes und verknotet immer zwei Fäden miteinander.
Die Fäden könnt ihr anschließend in ca. 1 cm Länge abschneiden.

 

Tipp 10: Applizieren und Freihand nähen kombinieren.

Erstellt zunächst den Schriftzug aus Stoff, den Ihr nach der üblichen Appliziermethode mit Vliesofix auf das T-Shirt bügelt. Anschließend näht Ihr freihand über den Schriftzug.