Schultüte selber nähen – Nr. 3 und Tutorial

Nachdem ich im letzten Jahr bereits die Schultüten für meine Nichte und meine Tochter  genäht habe, habe ich in diesem Jahr einer lieben Freundin angeboten, die Schultüte für ihre Tochter herzustellen. Sie wollte sowieso eine genähte Schultüte und überlegte schon, wo sie wohl eine nähen lassen kann. Ganz einfach – bei mir 🙂 .

Schnell stand fest, dass die Schultüte passend zum Ranzen sein soll und Pferde mit drauf sein sollen. Den Ranzen wollte meine Freundin mir verständlicherweise nicht hier lassen – der muss ja überall noch stolz präsentiert werden – aber die dazu passende Sporttasche hatte ich zur Stoffauswahl hier liegen.

IMG_20160420_171639IMG_20160420_171332Praktischerweise konnte ich die Reste des Pferdestoffs von Schultüte Nr. 1 verwenden – der Grundton türkis passt perfekt. Dazu passend kaufte ich dann braunen Stoff, von dem ich aber nicht zu viel einsetzten wollte. Wer will schon eine braune Schultüte? Daher brauchte ich unbedingt türkisen Stoff mit Pünktchen oder Blümchen. Könnt ihr euch meine Freude vorstellen, als ich genau so einen in meinem Stoffladen vor Ort fand? Damit das ganze aufgelockert wird habe ich als Akzente Apfelgrün dazu genommen – der Ton taucht bei Ranzen und Sporttasche an den Reißverschlüssen und als Schnur auf. Pink und Rosa sind in dem türkisen Pferdestoff drin, so dass ich die beiden Töne auch mit dazu nahm. Jetzt ist die Schultüte schön bunt und passt trotzdem perfekt zum braunen Schulranzen 🙂 .

Ich war mir etwas unsicher, in welcher Reihenfolge ich vorgehen soll: erst zuschneiden, dann sticken? Oder erst sticken, dann zuschneiden? Wie habe ich das mit dem Band am oberen Rand gemacht: erst angenäht und dann den Stoff zum Zubinden (die „Tülle“ wie ich sie nenne) daran genäht? Oder andersherum? Hhm – schnell noch mal in meinen beiden Blogbeiträgen nach gelesen. Große Enttäuschung! Da steht ja gar nicht drin, wie ich vorgegangen bin! Zum Nachnähen sind meine Beiträge nicht geeignet.

Daher hier ein kurzes Tutorial, damit ich bei meinen nächsten Schultüten weiß wie ich’s gemacht habe 🙂 .

Vorlage herstellen:
Als erstes habe ich die Papiervorlage nach dem Tutorial von Lillesol & Pelle hergestellt. Ich habe mehr Streifen gewählt, aber das Vorgehen war dasselbe.

Stoff zuschneiden:
Danach habe ich die Stoffe zugeschnitten, jeweils mit 1 cm Nahtzugabe, genau wie Julia von Lillesol & Pelle es in ihrem Tutorial erwähnt. Ich legte mir gleich alles zurecht: Stoff zum Applizieren, Webbänder, Buchstaben.

Stoffstreifen zusammen nähen:
Als erstes habe ich dann die einzelnen Stoffstreifen zusammen genäht ganz nach Tutorial.

Besticken:
Anschließend habe ich die Stofftüte ganz genau passend in den Stickrahmen eingespannt und bestickt. Zunächst den großen Herrn Hotte in der Mitte. Anschließend habe ich den Stoff im Stickrahmen ein Stückchen tiefer eingespannt und das Einschulungsdatum über Herrn Hotte gestickt. Bei beiden Stickereien muss der Rahmen sehr sorgfältig eingespannt werden, so dass alles genau an seinem Platz ist. Das Datum habe ich leicht gebogen, da auch die Stoffstreifen ja nicht gerade sind, sondern in einem Bogen zusammen genäht wurden. Schaut Euch die Fotos an, dann versteht Ihr, was ich meine.

Applizieren:
Jetzt kam der Name dran. Ich habe auf meinem Computer eine schöne Schrift ausgesucht und den Namen schön groß ausgedruckt: er ist ja so schön kurz, da kann er ganz groß auf die Schultüte.

Ich habe Negativbeispiele gesehen, wo der Name nur zu lesen ist, wenn man die Schultüte von links nach rechts drehen muss. Das finde ich doof: der Name sollte gleich in einem Zug zu lesen sein. In meinem Beispiel ist es gerade so grenzwertig und ich hätte die Buchstaben ein ganz klein wenig enger aneinander applizieren sollen: der Name ist nur dann richtig zu lesen, wenn die Tüte etwas gedreht wird, aber er ist komplett zu erahnen und von der Ferne kann man im in einem Schwung lesen. Probiert es vorher also gut aus. Ich habe daher bei Schultüte Nr. 1 und Schultüte Nr. 2 die beiden langen Namen wesentlich kleiner gemacht und dann auch gestickt, da Applizieren in dieser kleine Größe doof ist.

Zum Applizieren habe ich die Buchstaben spiegelverkehrt auf Vliesofix gezeichnet, dieses auf Stoff gebügelt und ausgeschnitten. Danach habe ich die Buchstaben in einen kleinen Bogen auf den Stoff gelegt (vorher das Papier abziehen 🙂 ) und genau den Abstand zum grünen Stoff gemessen: überall 5 cm. Nach dem Bügeln dann der ZickZack-Stich, mit Stickvlies untergelegt – leider erst ab dem „E“, wodurch beim „L“ der Pferdestoff etwas zusammen gezogen wurde 😦 .

Bänder aufnähen:
Bevor die Tüte geschlossen wird, werden jetzt noch die Zier- und Webbänder aufgenäht.

IMG_20160420_123456Man kann die natürlich auch weglassen, dann würde ich aber zumindest ein paar Zierstiche nähen, wie ich das bei Schultüte Nr. 2 gemacht habe. Und wenn Ihr das auch nicht mögt, solltet Ihr die Nahtzugabe jedoch mit einem Geradestich absteppen, so dass sich nichts umklappen kann.

Achtung: das oberste Band, das an den Rand kommt, wird noch nicht festgenäht, dort muss noch die Tülle zum Zubinden angenäht werden.

Seitlich zusammen nähen und Anprobe (Foto vergessen 😦 ):
Jetzt wird die Schultüte wie bei Lillesol & Pelle beschrieben an der Seite von oben bis unten zusammen genäht. Ihr könnt vorher einmal probeweise den Stoff um den Papprohling legen oder den Stoff dann auch direkt zusammen stecken, wenn er noch um den Rohling herum liegt. Ich habe diesmal einfach den Stoff liegend zusammen gesteckt und ein klein bißchen rechts vom Strich zusammen genäht: lieber später nochmal etwas enger nähen.

Dann macht Ihr eine Anprobe und zwar einfach so wie die Stofftüte jetzt liegt, ohne den Stoff umzustülpen. An den Stellen, wo es noch zu weit ist, kann man so ganz einfach enger nähen. Bei mir war das nicht notwendig, alles passte perfekt.

Umstülpen, erneute Anprobe und Rand markieren:
Beim Umstülpen könnt Ihr unten die Spitze mit einem Bleistift schön zurecht zuppeln. Vorher ruhig unten den Stoff ein bißchen abschneiden, damit genug Platz ist. Anschließend die Tüte komplett über den Rohling ziehen und etwas stramm ziehen. Die Stofftüte soll fest über den Papprohling gespannt sein. Jetzt von innen am Rand des Rohlings eine Linie zeichnen, damit Ihr genau wisst, wo das Ende der Schultüte ist.

IMG_20160420_144720Die vordere Linie ist die ursprüngliche Linie. An manchen Stellen passt sie noch, an den meisten Stellen ist sie jedoch fast 1 cm zu weit entfernt. Mit einer Nahtzugabe von ca. 1 cm an der neuen Linie abschneiden.

Tülle nähen:
Die Tülle (der Stoff oben zum Verschließen) habe ich anders als im Lillesol & Pelle-Tutorial genäht. Messt Eure Schultüte oben ab und gebt 10 bis 12 cm hinzu. Bei mir 57, 5 cm + 11,5 cm = 69 cm. Für die Breite des Stoffes wählt zwischen 25 cm und 35 cm.

Nun werden die Seiten und die Oberkante zweimal nach innen gebügelt und mit einem Geradestich abgesteppt.

Anschließend legt Ihr den Stoff rechts auf rechts um die Schultüte herum und steckt sie fest. Der unversäuberte Rand der Tülle schließt mit dem oberen Ende der Stofftüte ab.

IMG_20160420_152931Dabei sollten die beiden Enden sich an der Stelle um ca. 6 cm überlappen, an der die Seitennaht zu sehen ist. Legt die Schultüte so in die Nähmaschine, dass ihr quasi von innen näht und die Linie seht. Näht auf der Linie mit einem Geradestich Tülle und Schultüte zusammen (im Foto oben habe ich die Klammern aus Versehen falsch herum geklammert, unten im Detailfoto habe ich die Klammer umgedreht):

Anschließend habe ich beide Stoffe noch zur Sicherheit mit einem Zick-Zack-Stich zusammen versäubert.

Band am oberen Rand:
Als letztes müsst Ihr nur noch den oberen Rand mit einem Webband verzieren – wenn Ihr möchtet natürlich. Ich finde es ganz schön, dort ein auffälliges Webband oder eine Bommelborte dran zumachen. Durch die Linie, die Ihr Euch vorher gezeichnet habt, dürfte dieses Band zum Schluss auch schön am oberen Ende der Schultüte sitzen. Die Enden des Bandes leicht überlappend festnähen, falls nötig auch versäubern. Näht diesmal auf der rechten Seite, damit es schön sauber wird – es ist etwas friemelig, die Tüte unter die Nadel zu bekommen, aber es geht.

Fertigstellung:
Nun müsst Ihr nur noch den Papprohling in die Stofftüte stecken, schön stramm ziehen, alles befüllen und oben mit schönen Bändern zubinden. Fertig!

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Eure Charla, die ganz happy mit ihrer dritten Schultüte ist

Verlinkt bei Kiddikram, mittwochs-mag-ich von Frollein Pfau, AfterWorkSewing, crealopee, Einschulungs-Linkparty bei Pamelopee und bei Lillesol & Pelle natürlich

 

 

 

 

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MALotty in türkis oder „wie versäume ich den Auschnitt mit unsichtbarer Naht?“

Endlich mal wieder was für mich! Bevor ich vor Weihnachten anfing die Steckenpferde zu nähen, schnitt ich bereits den Stoff für diese MALotty zu. Ein ganz toller doppelseitiger SweatShirt-Stoff von Lillestoff in hell- und dunkeltürkis, schön kuschelig. Perfekt geeignet für ein MALotty in dunkeltürkis. Das Top dann in helltürkis. Leider habe ich aus Versehen beim Nähen des Tops die falsche Seite als „linke“ Seite gewählt, so dass es nun genau anders herum ist: MALotty in hell, Top in dunkel. Aber das ist auch okay – fast noch schöner :-).

Das Shirt habe ich wieder mit schön langen Ärmeln genäht, als Versäumungsstreifen habe ich einen lustigen Punktestoff gewählt. Ich habe lange rumüberlegt, was für einen Stoff ich da nehmen soll: der SweatShirt-Stoff ist zu dick, einfarbigen habe ich keine farblich passenden gefunden. Hier sind Punkte in hell und dunkel drauf, dazu die weinroten. Sieht ganz lustig aus, finde ich.

Wie im Schnittmuster angegeben, habe ich beim Nähen mit dem Top angefangen. Und schnell bin ich wieder über das Problem gestolpert, dass ich schon bei meiner ersten MALotty hatte: das Umsäumen der Hals- und Armausschnitte. So ganz zufrieden war ich bei meiner ersten MALotty nicht, wusste aber nicht so genau, warum. Ich hatte doch alles ganz genau nach Anleitung genäht. Nun wusste ich es: man sollte – laut Anleitung – den Jerseystreifen, mit dem man die Kanten versäubert, ganz zum Schluss mit einem ZickZack-Stich oder einem Coverlock-Stich von der rechten Seite festnähen. Ich hatte bei der grauen MALotty einen ZickZack-Stich gewählt – das sieht aber nicht schön aus, weil man eben die Naht so deutlich sieht. Kann man die nicht ein bißchen verstecken?

Gesagt, getan – allerdings erst nachdem ich den Halsauschnitt von dem Top wieder (fast) nach Anleitung genäht hatte. Weil ich keine ZickZack-Naht wollte, habe ich diesmal mit einem elastischen Dreifach-Stich genäht. Hier am Halsauschnitt = linke Naht das Ergebnis. Die Naht ist okay, aber nicht so richtig schön. Die rechte Naht am Armausschnitt habe ich dann nach meiner eigenen Überlegung genäht. Sieht schöner aus, oder?

IMG_20160302_144124Und daher hier eine Beschreibung, wie ich Hals- und Armausschnitt mit nahezu unsichtbarer Naht versäumt habe. Hier am Beispiel des Armausschnittes.

Schritt 1:  der Versäumungsstreifen (4cm breit) wird rechts auf rechts bündig an die Armausschnittkante gelegt und festgesteckt. Anschließend mit einer Overlocknaht, unechter Overlocknaht bei Nähmaschine oder ähnlichen Stichen direkt an der Kante nähen:

Schritt 2: der Versäumungsstreifen wird bis zur Kante eingeklappt und dann um die Kante gelegt. Auf der rechten Seite (=dunkeltürkis) feststecken. Hier ein Bild von links zum besseren Verständis.

So sieht das dann von der rechten Seite aus. Der Versäumungsstreifen ist nur so schmal wie die Naht dadrunter:So sieht es von der linken Seite aus. Der Versäumungsstreifen ist breiter als auf der rechten Seite.Schritt 3: Jetzt der entscheidende Schritt. Nähe auf der rechten Seite direkt neben dem Versäumungsstreifen, quasi direkt zwischen den beiden Stoffen. Ich habe einen elastischen Drei-Fach-Stich gewählt, da es ja dehnbar sein soll. Achte darauf, dass auf der Unterseite der Versäumungsstreifen immer breiter ist als oben und mit angenäht wird. Man kann beim Nähen mit dem Zeige- oder Mittelfinger fühlen. Schön sauber nähen.

So sieht dann die fertige Naht von der rechten Seite dann aus. Schön, oder ?

IMG_20160302_113310Die linke Seite sieht nicht ganz so sauber aus, aber das ist ja auch nicht so wichtig. In der Mitte sieht man z.B. dass ich den Versäumungsstreifen nur ganz knapp angenäht habe.

IMG_20160302_113324Es gibt ganz viele verschiedenen Anleitungen, wie man eine Kante mit einem Jerseystreifen versäubert, einfach in die Suchmaschine eingeben. Ich bin auf diese Variante alleine gekommen, weil mir die beschriebenen nicht gefallen hat und ich dann etwas rumgefriemelt habe. Ich finde sie sehr schön und sauber, keine störende Naht, die groß auffällt, sondern alles schön versteckt. Was meint Ihr dazu? Bestimmt gibt es schon einen Namen für diese Variante, oder auch bessere Anleitungen, aber ich war von meiner Idee so begeistert, dass ich sie gleich hier aufgeschrieben habe.

Eure Charla, die endlich mit dieser MALotty fertig ist – ein UFO über fast drei Monate, das geht ja gar nicht!

Verlinkt bei RUMS und Ich-näh-Bio

Tutorial Knuffelpferchen mit „festen Beinen“

Nach den beiden Protypen, die nun meine Kinder erfreuen, machte ich mich also an zwei weitere Knuffelpferdchen für den Gemeindebasar – beide mit festen Beinen, wie der Prototyp Nr. 2.

IMG_20151102_153042IMG_20151102_153208Ein Foto von hinten – die Schwänzchen habe ich so plaziert, dass sie direkt über der Stelle sind, wo die Stoffe zusammen treffen.

Da ich selber so lange daran rum gerätselt habe, wie ich die Beine direkt an das Pferdchen nähen kann, habe ich Euch dies in einem Tutorial festgehalten. Der Farbenmix-Schnitt ist unverändert und ohne das Schnittmuster bringt Euch das Tutorial leider gar nichts:

Tutorial „feste Beine“ beim Knuffelpferdchen von Farbenmix

Lege Dir die Farbenmix-Anleitung dazu, ich beziehe mich auf die dort genannten Schritte. Nummeriere dazu die Fotos durch, damit du die Schritte zuordnen kannst

Schritt 1 Farbenmix: Bleibt unverändert.
Schritt 2 Farbenmix: Dieser Schritt wird ausgelassen.
Schritt 3 bis Schritt 8 Farbenmix bleiben unverändert.

Schritt 9: Beine an den Körper annähen.
Hier nun wird jeweils nur eine Seite des Beines an die Markierungen genäht. Stecke die Beine an den Markierungen rechts auf rechts fest und nähe exakt von Markierung zu Markierung. Nähe dabei nicht in die Nahtzugabe hinein. Ich finde es einfacher, wenn in die Nahtzugabe der Beine ein paar Einschnitte gemacht werden.

Wiederhole diesen Schritt für die andere Seite.

IMG_20151101_112954(1)Nun werden ein paar Zwischenschritte eingeschoben, bevor es dann mit den Farbenmixschritten weitergeht.

Schritt 9 a): Beine an den Bauch annähen.
Nähe nun an die entsprechende Bauchseite die Innenseite der beiden zuvor angenähten Beine. Setzte dir dazu solche Markierungen für die Beine wie sie im Schnittmuster für die Körperseite angegeben sind. Messe von dem Schwanzende an und setze dir die vier Markierungen.

Anschließend steckst Du die Innenseiten der Beine rechts auf rechts fest und nähst wieder jeweils exakt zwischen den Markierungen.

IMG_20151101_115226(3)Schritt 9 b): Lege die Rücken- und Bauchteile untereinander hin wie im Foto unten:

IMG_20151101_115248(2)Schritt 9 c): Die Beine werden nun an beiden Teilen herunter geklappt. Nur am Rückenteil an der Nahtzugabe absteppen, am Bauchteil nicht absteppen. So sind die Beine zum Schluss etwas standfester.

IMG_20151101_115333(1)Schritt 9 d): Klappe nun die Bauchseite nach oben um und lege sie rechts auf rechts auf die Rückenseite wie im Foto unten. Stecke die Teile zunächst am Po fest und dann genau an den Markierungen und der Linie entlang. Alle Nahtzugaben zeigen nach unten.

IMG_20151101_115958(1)Wenn Du sauber gearbeitet hast, liegen die Beine exakt aufeinander. Wenn nicht: lieber noch einmal neu stecken, sonst sind die Beine hinterher krumm und schief.

Schritt 9 e): Nähe nun, beginnend vom Po aus, die beiden Teile zusammen. Achte darauf, dass Du unterhalb des Schwanzes anfängst, damit dieser am Ende direkt in dem „Stoffdreieck“ am Po sitzt. Achtung! Du nähst nur bis zur ersten Markierung am ersten Bein, lässt die Nadel im Stoff stecken, drehst das Knuffelpferd um etwas mehr als 90 ° und nähst dann das Bein zusammen. Am Ende des Beines wieder drehen und das Stück Bauch zwischen den Beinen zusammen nähen. Dann das zweite Bein nähen und bis zum Ende des Bauchteils fertig nähen.

Die andere Seite des Knuffelpferdchens genau so nähen.

Schritt 10 Farbenmix: Dieser Schritt wird ausgelassen.

Dafür kommen folgende Schritte, die etwas kompliziert aussehen, aber im Grunde geht es nur darum, die gerade Bauchnaht zusammen zu nähen.

Schritt 10 a): Wende die Beine. Dies geht mit dem Finger sehr gut, die Hufe bitte mit einem Stift in Form bringen. Lege die Beine wie auf dem Foto auf die rechte Seite des Rückens und zuppel die Bauchseite etwas nach oben, so dass sie „steht“.

IMG_20151101_155452(1)Schritt 10 b): Wende die Beine auch bei dem zweiten Teil, lege sie ebenfalls auf die rechte Seite. Nun drehst du jedoch das zweite Teil um und legst es dir über das Teil 1 wie auf dem Foto unten. Die Bauchseite zuppelst du erst jetzt nach oben, so dass sie in diese Richtung nach oben „steht“.

IMG_20151101_155500(1)Schritt 10 c): Lege nun denn oberen Teil quasi in das untere hinein. Die gerade Kante der Bauchseite kommt perfekt übereinander. Nun kannst du die Stoffteile drehen und wenden, damit du sie zusammen stecken kannst. Achte darauf, dass die Markierungen exakt übereinander liegen. Es sieht alles etwas krumpelig und schief aus, aber es ist richtig. Nähe dann vom Po bis zur Mitte, lasse ca. 8 cm offen und nähe dann bis zum Hals zu Ende. Achte beim Anfang (am Po) und am Ende (am Hals), dass keine Nahtzugaben vom Rückenteil dazwischen geraten.

Dann geht es mit der Farbenmix-Anleitung mit Schritt 11 bis zum Ende weiter.

Fertig ist Dein Kuffelpferdchen, das feste Beine hat und zumindest etwas standfest ist. Da ich das Schnittmuster nicht geändert habe, stehen auch diese Beine etwas seitlich ab, so dass das Pferdchen arg breitbeinig steht. Biege die Beine etwas in O-Bein-Form, dann steht es etwas besser.

Sitzen mag auch dieses Pferdchen lieber… 🙂

IMG_20151102_152853IMG_20151102_153303Eure nun auch kuscheltiernähende und tutorialschreibende Charla

Verlinkt bei  AWS AfterWorkSewing – diesmal richtig verlinkt direkt auf den Post 😉