Ich habe mir etwas SHO!enes genäht

OneSHO!ulder – als das Schnittmuster von Silke von „einfach SHO!“ raus kam, war ich sofort Feuer und Flamme.

Ich hatte eins als Preview gesehen, nur von hinten fotografiert. Ich wollte sofort wissen: wie sieht das von vorne aus? Nein, ich müsse mich gedulden, der Schnitt käme erst nächste Woche raus. Dann sah ich, dass die Veröffentlichung als „Veranstaltung“ beim Gesichtsbuch angekündigt wurde – ich konnte dort klicken und erhielt dann sofort an dem Veröffentlichungstag den entsprechenden Post. Toll, da verpasse ich nichts.

Ich klickte mich sofort durch alle Beispiele, lies überall ein „Like“ da, weil sie mir wirklich alle ausgesprochen toll gefielen. Zwei stachen für mich heraus: eins aus rot-kariertem Stoff mit schwarzen Netzärmel von Sina (Sina’s Nähzimmerle) und das andere aus weiß mit Muster drauf von Kä Thi (BLACK rocking SWAN). Das Besondere beim zweiten Beispiel: ein zweiter Ärmel als „langer Handschuh“. Grandiose Idee. Zum Schluss landete das Ebook gleich in meinem Warenkorb.

Am nächsten Tag ging ich gleich los, einen trägerlosen BH kaufen – passt wunderbar drunter, nichts rutscht oder guckt raus. Und vorab die Info: das Shirt ist alltagstauglich, es hält, man ist nicht ständig am rum zuppeln. Und ein großer Vorteil: man hält sich automatisch gerade und aufrecht, Schultern zurück. 🙂

Dieses oneSHO!ulder habe ich in Größe 36 genäht. Eigentlich trage ich Größe 38, aber das nur aufgrund meines breiten Kreuzes und meiner langen Arme. Größe 36 spannt meist an den Schultern. Hier reicht nun aber 36 – dachte ich mir so.Das Shirt sitzt im Brustbereich auch super – genau wie gehofft und gemessen. Die Länge des Shirts und die Ärmel sind vom Schnitt her sehr lang bemessen – passt auch alles. Aber der Arm ist zu eng und oben an den Schultern und unter der Achsel spannt es etwas.

Schade, aber das Gute daran: ich musste gleich noch eins nähen! Es ist schon fertig und wird am Donnerstag bei RUMS gezeigt. Seid gespannt!

Eure Charla

Verlinkt bei creadienstag #292, DienstagsDinge #33/17 und HoT #113

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„Kleine Madame“ von Fadenterror

Nachdem ich festgestellt hatte, dass meine Tochter nun doch gerne Kleider trägt, kam mir der Probenähaufruf von Nicole von Fadenterror gerade recht. Ein langes weites Kleid, schön verspielt, die „kleine Madame“. Mit Mittelteil und Seitenteilen, so dass man schön Stoffe kombinieren kann.

Kaum in der Probenähgruppe drin war ich überrumpelt: so viel Getüddel und Geschnörkel und Verzierungen! Wahnsinn! Eine schöner als die andere. Hier Rüschen, dort eine Spitzenborte, dort gleich zwei übereinander. Toll! Und ich mittendrin…ich, die jeden Saum einfach umnäht und fertig. Hhm, ob ich auch etwas Tüddelei wagen sollte? Nicht einfach nur einen einfachen Saum?

Die „kleine Madame“ ist an sich schon außergewöhnlich, an den Seiten gerafft und ist dadurch sehr weit ausgestellt. Schön zum Drehen. Die Länge habe ich hier exakt nach Schnittmuster genäht, aber wenn man noch etwas dazu gibt und unten ein breites Spitzenband annäht hat man ein wadenlanges, richtig pompöses Kleid.

Das Kleid kann mit unterschiedlichen Ärmeln genäht werden: Kurzarm, Langarm, Puffärmel oder Flatterärmel.

Nun, Puffärmel kommen bei uns nicht in Frage, das würde meine Tochter nicht anziehen. Lange Ärmel für ein Sommerkleid auch nicht. Also vielleicht doch die Flatterärmel? Habe ich noch nie gemacht… Nein, bleiben wir mal bei den normalen kurzen Ärmeln. Die gefallen mir von der Länge und Weite sehr gut.

Aber etwas „Verschnörkelung“ habe ich trotzdem mit eingebaut: eine glänzende Paspel zwischen Seiten- und Mittelteil! Ist zwar jetzt nicht soooo viel, aber aller Anfang ist schwer 🙂 .

Hier der Link zum EBook „Kleine Madame“ von Nicole von Fadenterror.

Eure Charla

Verlinkt bei Kiddikram August 2017 und Made4Girls August 2017

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Schultüte selber nähen – Nr. 4

Meine vierte selbstgenähte Schultüte ist für meinen Sohn – die erste Jungs-Schultüte. Einschulung ist am Samstag – am Montag habe ich mit der Schultüte angefangen, gestern nacht beendet. Uiuiui – etwas knapp…

Natürlich sollte auch diese Schultüte passend zum Schulranzen werden. Eigentlich wünscht er sich eine Fussballtüte – das Hobby ist gerade sein ein und alles. Habe ganz schön Bammel, dass er enttäuscht ist.

Stoffe waren bestellt und lagen hier schon lange rum. Vom Schulranzenhersteller hatte ich mir das Motiv des Ranzens zusenden lassen – er hat noch drei kleine Applikationen dazu gelegt. Herzlichen Dank dafür! Als Kontrast wollte ich neongelben Stoff als Zwischenstreifen verwenden – leider fand ich keinen.

Da ich aber auch Reflektorfolie als Verzierung nehmen wollte kam ich auf die gloreiche Idee, einen Warnweste zu zerschneiden. Lange saß ich vor der Weste und meinem Papierschnittmuster: wo kommt der gelbe Stoff hin, wo und wie die Reflektorfolie? Das Problem war nämlich, dass für den oberen Streifen nicht genug Stoff übrig blieb- ich konnte keinen Bogen aus dem gelben Neonstoff ausschneiden. Auch nicht aus dem Reflektorstreifen – aber das war nicht das Problem, ich hatte noch genug anderes Reflektormaterial, das ich verwenden konnte.

Aber nur unten die Spitze in Neogelb fand ich doof. Die Schrift in Gelb, okay, dann ist oben auch noch etwas Gelb. Und dann kam ich auf die Idee, den gelben Streifen und den Reflektorstreifen der Weste mit einer Zackenschere in zwei schmale Streifen zu verwenden und diese zum Zubinden zu verwenden! Perfekt, dann taucht das Neongelb oben doch noch mal auf.

Der Effekt der Reflektorfolie ist lustig, auch wenn es am Samstag früh nicht mehr dunkel sein wird, wenn wir zu Schule gehen. Ich habe das Material auch nur wegen der Optik genommen: wenn schon passend, dann richtig passend:

Nachdem das Design im Groben stand, ging es dann recht schnell. Plazierung für Namen und Datum aufzeichnen und dann gestickt. Reflektorfolie ausschneiden und über die Nähte oben und unten bügeln – leider etwas schief, daher ist das Datum unten so verschoben und unten alles etwas schräg. Anschließend habe ich die Reflektorstreifen noch einmal mit Ziernähten abgesteppt. Während ich so nähte und die Tüte verzierte, kam ich auf die Idee das schmale gelb-silberne Band, das beim Abschneiden für die Zubindestreifen als Abfall angefallen ist, auch noch oben um die Schultüte zu nähen. So habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: einen schönen Abschluss am Refletorfolienstreifen und doch noch neongelb oben an der Schultüte.

Zwei kleine Applikationen oben und unten über das Reflektorband aufgebügelt und gesteppt und das große Raumfahrzeug in der Mitte.

Fertig, nur noch zusammen nähen (nicht ohne Probleme, weil unsauber gebügelt und zuwenig Nahtzugabe, hüstel), oben Reflektorpaspelband annähen und Tülle dran (hätte etwas länger gekonnt, habe 25 cm genommen).

Der Elefant, der oben raus guckt, ist zwar etwas albern, aber da mein Sohn in der Elefantenklasse ist, musste der mit in die Tüte.

Eure Charla, die langsam Routine in Schultüte herstellen bekommt

Verlinkt bei Kiddikram August 2017 und Made4Boys August 2017 (schließlich ist es eine Jungs-Schultüte)

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Fünf Projekte auf einen Streich – und ein unvorhergesehene Extraarbeit

Kommenden Donnerstag fängt hier in Niedersachsen wieder die Schule an! In Baden-Württemberg haben die Ferien gerade erst angefangen! Wahnsinn. Mein Kleiner wird ein einer Woche am Samstag eingeschult – dann sind beide Kinder morgens wieder außer Haus.

Und ich habe endlich wieder Zeit zum Nähen! In den Ferien kommt man ja zu nix, ständig wollen die Kids bespaßt werden, erst recht, wenn alle Freunde im Urlaub oder in der Ferienbetreuung sind. Wir waren „nur“ zwei Wochen im Familienurlaub…

Ich habe hier einige Projekte liegen, die ich angefangen habe und die in dieser Woche fertig werden müssen oder die ich in dieser Woche fertig bekommen möchte.

Projekt 1:
In diesem Urlaub habe ich meine neue Handtasche angefangen, immerhin etwas. Wieder eine SchnabelinaBag mini. Ja, die Nähmaschine war mit im Urlaub, aber viel zum Nähen bin ich nicht gekommen. Gab immer zu viel zu tun. Daher sieht die Tasche bisher nur so aus:

Die Innentasche und der Riemen fehlt noch. Dann noch alles zusammen nähen und fertig. Wird dringend gebraucht. Meine SchnabelinaBag vom letzten Jahr ist nach täglichem Gebrauch an mehreren Stellen eingerissen.

Projekt 2:
Dieses Projekt sollte ja eigentlich ein Weihnachtsgeschenk werden – Weihnachten 2016 wohl gemerkt. Irgendwie ist es immer liegen geblieben. Zunächst weil ich mit meiner Freundin, der ich den Wickelwenderock Midsommar nähe, die Stoffe und Farben raus suchen musste. Ich liebe dieses Schnittmuster von Melli von verplüscht und zugenäht, dies ist nun mein vierter Rock, den ich danach nähe. Da meine Freundin nicht in unmittelbarer Nähe wohnt, hat es etwas gedauert, bis ich ihr meine Stoffauswahl zeigen konnte und wir die Stoffe für die beiden Rockseiten inkl. Tasche festlegten. Allerdings änderte ich dann die eine Seite nachträglich ohne Rückfrage – aber ich war mir recht sicher, dass der Stoff meiner neuen Handtasche sich gut als eine Rockseite machen würde und ihr der auch gut gefallen würde.

Die nächste Verzögerung: das Anprobieren, bevor ich die Knöpfe anbringen kann. Wieder dauerte es etwas, bis wir einen Termin fanden. Aber praktischer weise fuhren wir auf dem Weg in den Urlaub direkt bei ihr vorbei, einmal schnell von der Autobahn runter und Pause gemacht. Lecker Kaffee getrunken, Geschenk für Enkelkind-Baby da gelassen, Rock anprobiert und Knöpfe angezeichnet und weiter ging es.

Nun fehlen noch die Knöpfe, die ich aber nicht so zwischendurch anbringen möchte, wenn die Kids um mich herum springen. Bei dieser Arbeit muss ich die volle Konzentration auf die Knöpfe haben, sonst bau ich da irgendeinen Fehler ein und alles ist für die Katz. Und die Tasche habe ich bisher zugeschnitten, aber noch nicht genäht.

Projekt 3:
Anfang der Woche habe ich ganz spontan folgendes Projekt angefangen:

Könnt ihr mit dem Foto etwas anfangen? Die die meinen Blog kennen, wissen, dass es wieder eine Collegejacke nach dem Schnitt Herzblatt von Fred von Soho werden wird. Auch dieses Schnittmuster liebe ich – der Schnitt sitzt super, da EBook ist perfekt und die Jacken, die ich bisher danach genäht habe, kommen immer super gut an. Daher nähe ich dieses Jahr keine Geburstags-T-Shirts sondern Geburtstags-Collegejacken.

Die Farben für diese waren schon abgesprochen, vor dem Urlaub habe ich sie jedoch nicht mehr geschafft. Das Problem: Geburtstag war vor zwei Tagen! Nicht fertig bekommen. Schade, aber dann kann ich die für den kleinen Bruder gleich auch noch nähen (der hat erst im November und das finde ich zu spät für diese Jacke, die ja perfekt im Herbst getragen werden kann). Das Schnittmuster ist in der richten Größe ausgeschnitten, der Stoff gekauft und gewaschen. Jetzt geht es ans Ausschneiden und Waschen. Zumindest sind die Applikationen schon soweit vorbereitet.

Und dann noch die Bruder-Jacke – also Projekt 4., aber bis auf die Farbwahl ist hier noch nichts abesprochen, auch der Stoff ist noch im Laden 🙂 .

Projekt 5:
Dieses Projekt ist enorm wichtig und hat eine bestimmte Deadline: Samstag, 05.08.2017. Einschulung von meinem Sohn. Na klar: die Schultüte. Dies sind die Zutaten:

Ich hatte online den Tipp gelesen, den Ranzen-Hersteller anzuschreiben, ob er mir die Applikation zusenden kann, die auf dem Ranzen drauf sind. Und er hat es tatsächlich gemacht, sogar noch drei kleine Applikationen dazu. Total toll! Dann sieht die Schultüte ganz genau so aus, wie der Schulranzen. Namen und Einschulungsdatum noch aufsticken, eine Warnweste zerschneiden und als Kontraststoff dazwischen nähen (hoffentlich klappt das, soll arg fransen…).

Um die Schultüte zu nähen, muss ich mir noch mal meinen Beitrag zu meiner genähten Schultüte Nr. 3 durch lesen – der Renner hier auf meinem Blog in den letzten Monaten.

Die Extraarbeit:
Das allerwichtigstes, bis morgen vormittag muss es fertig sein: das Seepferdchen-Abzeichen muss auf die Badehose!

Dazu müsst ihr wissen, dass mein Sohn das gesamte letzte Kindergartenjahr sehr ungern zum Schwimmkurs gegangen ist. Ich musste ihn jedesmal beinahe dorthin zerren und habe ihn in der zweiten Hälfte nur dazu bekommen, indem seine große Schwester parallel zur selben Zeit im selben Becken auch einen Schwimmkurs hatte. Und selbst dann stand er manchmal noch weinend am Schwimmbeckenrand und wollte partou nicht rein ins Wasser.

Tauchen?? Augen unter Wasser? Bäh! Augen dabei auf machen!!!??? Um Gottes Willen – alles nur das nicht!! Ins Becken reinspringen? Da taucht man ja auch unter! Schwimmen ohne Schwimmflügel??? Wie soll das denn gehen??

Im Urlaub gab es ein kleines Schwimmbad im Hotel, in dem alle Kids ordentlich rumplanschten. Ein Junge, mit dem sich mein Sohn angefreundet hatte, schwamm im Wasser wie ein Fisch, ohne Schwimmflügel, tauchte unter ohne Probleme – der Junge hatte richtig Spaß! Er war 4 Jahre alt!!! Mein Sohn ist gerade 6 Jahre alt geworden. Was auch immer meinen Sohn dazu verleitet hatte, einfach nur dass der andere das konnte und er nicht, oder der Altersunterschied – auf jeden Fall zog sich mein Sohn auf einmal mitten im Wasser die Schwimmreifen von den Armen „die brauch ich nicht mehr!“ und schwamm los! Ohne unter zu gehen, einfach so. Als wenn er nie etwas anderes gemacht hätte! Das Nassspritzen und dabei Wasser in die Augen zu bekommen war dann plötzlich auch kein Problem mehr und dann war der Schritt zum Untertauchen nicht mehr weit.

Zwei Wochen nach diesem „ersten Mal“ machte er im öffentlichen Schwimmbad hier zu Hause sein Seepferdchen! Und ist natürlich stolz wie Oskar und will jetzt immer zum Schwimmen gehen – Gott sei Dank haben wir noch einen Platz im passenden Schwimmkurs gekommen!

Morgen vormittag geht es zum Schwimmen und dann muss das Abzeichen dran sein, keine Frage!

Ihr seht: ich brauche dringend freie Vormittage, damit ich meine To-Sew-Liste ab arbeiten kann. Abends und nachts komme ich meist nicht dazu. Es stehen noch viel mehr Sachen drauf, dies sind jetzt nur die aktuellsten!

Eure Charla

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Collegejacke zur Geburt

In der Hoffnung, dass einige Leute diesen Beitrag nicht sofort lesen. 🙂 Aber ich bin so hin und weg von diesem süßen Teil, das muss ich gleich posten.

Diesmal zeige ich Euch nämlich eine Mini-Version der Collegejacke „Herzblatt“ von Fred von Soho. Ich liebe dieses Schnittmuster.

Egal ob für Damen – da habe ich im Dezember für meine beste Freundin diese Jacke genäht – oder die Kids Variante. Ich habe jeweils zum Geburtstag meiner beiden Patenkindern diese und diese Jacke mit deren Anfangsbuchstaben vorne und dem jeweiligen Geburtsjahr hinten drauf genäht. Und beide Jacken sind wahnsinnig gut angekommen. Ich habe noch ein drittes Patenkind, dass diese Jacke auch bekommen wird. Und deren kleine Schwester dann auch, sonst ist das ja ungerecht. Und meine Kids wollen die ja auch …

Aber hier erst einmal eine Mini Variante.

Die kleine „S“ ist Ende Januar zur Welt gekommen. Bereits da hatte ich die Collegejacke als Geschenk im Auge – im Dezember nähte ich ja die erste für meine Freundin. Das Problem: das Schnittmuster der Collegejacke fängt erst bei Größe 68 an. Also hieß es warten bis die kleine Maus größer ist. Und dann kam die heiße Zeit – da dachte ich mir: „Jetzt mit so einer warmen Collegejacke an zu kommen ist ja auch doof!“ Also wollte ich bis Herbst warten.

Nun telefonierte ich aber mit einer Freundin, der „Oma“ der kleinen „S“, und verabredete mich mit ihr für 6 Tage später. „Ja, ihr könnt gerne vorbei kommen, aber abends ist Party von meinem Sohn und meine Tochter kommt mit Familie!“ – „Oh, toll, dann sehe ich die auch mal wieder.“ Abgemacht, Hörer aufgelegt – und gleich einen Schreck gekriegt! Dann muss die Jacke ja fertig sein! Wenn ich die Familie jetzt zum ersten Mal nach der Geburt sehe brauche ich das Geschenk! Und jetzt wird das Wetter wieder besser, die Hecke muss geschnitten werden, Auto zur Werkstatt, großes Kind muss bespaßt (Schuuulferien! Laaangweilig!) und kleines aus dem Kindergarten verabschiedet werden. Arzttermine regeln, Papierkram erledigen, den Rock für die Freundin zu Ende nähen (deswegen will ich sie ja besuchen, aber dazu mehr in einem anderen Post).

Also gut: Montag früh von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr hatte ich Zeit! Ran an die Arbeit. In der Zeit schaffte ich, das Schnittmuster der Jacke auszuschneiden – in Größe 74 schon, obwohl 68 ausreichen müsste. Ich verwendete hier aber den Strickstoff von meinem Karl und Baumwollfleece für die Ärmel (Reste von dieser Weste). Beides etwas dickere Stoffe. Ich schaffte es, die komplette Jacke zu zu schneiden, die Zahlen und die Buchstaben aus zu schneiden und bereits aufbügeln. Auch schaffte ich, die Belege und die Knopfleisten mit Vlieseline zu hinterlegen. Dann kam der Besuch für diesen Tag. Abends kurz die Applikationen fertig stellen und dann ab ins Bett.

Heute dann allerlei Alltagszeug erledigt, aufgeräumt, Wäsche, Arzttermin geregelt, Oma besucht, einkaufen, nachmittags Freund von Sohn zu Besuch – aber abends dann: Jacke zu Ende genäht.

Ich war die ganze Zeit hin und weg wegen der Größe. Bereits beim Zuschnitt des Schnittmusters „Ach wie süß, ist das klein!“, „Da kann ich ja richtige Reste verwerten!“, „Da reicht ja dieser kleine Schnipsel“ – und dann die fertige Jacke! So süß! So klein! Hoffentlich nicht zu klein! Schnell noch mal an der Babypuppe anpassen – nein, viel zu groß und Babypuppe hat Größe 62. Also müsste alles gut sein.

Die Jacke hat diesmal keine Paspeltaschen – die braucht ein Baby nicht, finde ich. Auch den Aufhänger habe ich weg gelassen – Babyjacken faltet man und hängt die nicht an einen Haken. Könnte auch stören beim Liegen.

Die Jacke wird leider falsch rum geknöpft.- wie eine Jungenjacke – aber das hat zwei Gründe: 1. das „S“ habe ich ein paar Millimeter zu weit links appliziert, da hätte die Knopfleiste fast den Buchstaben berührt und das sah nicht schön aus. Und 2. hat sich die jetzt unten liegende Seite etwas verzogen. So sieht man das jetzt nicht, das konnte ich gut weg schummeln. Aber wenn die Seite oben gelegen hätte, wäre es aufgefallen.

Eure Charla, die ganz hin und weg ist von dieser Mini-Collegejacke.

Verlinkt bei Made4Girls Juli 2017, HoT #107, Creadienstag #286 und Kiddikram Juli 2017

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Geburtstagsshirt: aus „5“ mach „6“

Sohn ist gestern 6 Jahre alt geworden. Der erste Teil von Geburtstag feiern ist vorbei. Gestern mit Omas, Opa, Patentante mit Lebensgefährten und Freundin der Familie. Erdbeerkuchen, Erdbeeren mit Sahne – frisch vom Markt – mjam, lecker. Aber meinem Sohn dauerte das natürlich alles viel zu lange!

„Mama, wann kann ich weiter Geschenke auspacken?“

Das größte durfte er gleich am Anfang auspacken, aber dann erst einmal Kuchen essen. Na gut, ist auch langweilig für einen 6-jährigen, wenn daneben auf dem Geschenkewagen die Geschenke liegen. „Okay, pack noch eins aus!“ – ich wusste, dass es das nächst größte sein wird: zwei kleine, zusammenfaltbare Fußballtore. Meine Strategie ging aus: er nahm natürlich das zweit größte und schwupps, war er draußen beim Aufbauen und Fußballspielen. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

Natürlich hielt es nicht so lange vor, aber wir Erwachsenen konnten ein bißchen in Ruhe quatschen und zu Ende essen. Danach wurde dann zu Ende ausgepackt. Er bestaunte doch tatsächlich jedes Geschenk eine Weile und guckte es sich an, bevor das nächste Päckchen gegriffen wurde. Zum Schluss baute er alles in eine Reihe auf und betrachtete freudestrahlend seine „Ausbeute“ :

Das erste Geschenk, das er gleich morgens bekommen hatte, hatte er gleich angezogen. Das obligatorische Geburtstagsshirt. Eigentlich wollte ich ihm ja auch eine Collegejacke zum Geburtstag schenken – so ähnlich wie diese hier von meinem Patenssohn. Aber irgendwie wusste ich die ganze Zeit nicht, wie ich es dann begründen sollte, dass die Schwester eine ähnliche Jacke „einfach so“ bekäme. Natürlich möchte ich für sie auch eine dieser Jacken nähen – aber es ist eine Übergangsjacke, keine Winterjacke. Und Tochter hat im Dezember Geburtstag… Also bekäme sie die Jacke Anfang Herbst einfach so? Ne, das geht nicht. Also warte ich mit der Jacke für meinen Sohn auch noch bis Anfang Herbst und dann kriegen beide die Jacke „einfach so“. Aber diese ganzen Überlegungen haben mich so beschäftigt, dass ich gar nicht daran gedacht habe, ein „Ersatzgeburtstagsshirt“ zu nähen.

Am Tag vor seinem Geburtstag zog ich das Geburtstagsshirt vom letzten Jahr heraus: der letzte Tag, an dem er es anziehen kann. Oh, es passt ja noch richtig gut!

Also in einer Spontanaktion in der Nacht: aus „5“ mach „6“.

Einfach die 6 in größer ausgedruckt und drüber appliziert. Ich musste die 6 ein bißchen arg dick machen und ein klein wenig schräg aufnähen, sonst hätte immer irgendwo ein Stück der 5 heraus geguckt: entweder oben links, oben rechts oder beim Kreis. Jetzt ist die 6 zwar riesig, aber das T-Shirt wird so für eine Weile noch seinen Zweck erfüllen.

Und ich stand dann nicht ganz ohne da. 🙂

Eure Charla

Verlinkt bei made4boys Juni 2017 und upcycling Linkparty Juni 2017

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Geburtstags-Collegejacke Nr. 2

14.06.2017 (durfte ich noch nicht veröffentlichen – Überraschung)
Die Collegejacke für meine Nichte zu ihrem Geburtstag kam so gut an, dass ich gleich die Bestellungen meiner eigenen Kinder bekam. „Genauso eine möchten wir auch haben!“

Vorne der Anfangsbuchstabe:

Hinten das Geburtsjahr:

Zuerst wollte ich meinen Kids einfach so eine nähen, ohne Geburtstag – nun habe ich es aber lange genug heraus gezögert (irgendwie kamen andere Sachen, die genäht werden mussten dazwischen), dass in zwei Wochen der Geburstag für meinen Sohn ansteht. 6 Jahre wird er alt. Uff, wie die Zeit vergeht. Ich druckte also abends das Schnittmuster neu aus, damit ich am nächsten Tag in Größe 134 (oder 128? Ich bin so unschlüssig) für meinen Sohn zuschneiden konnte, als ich später mit einer Freundin telefonierte.

Im Laufe des Gespräches fiel der Satz „sie (meine Patentochter) hat ja am Sonntag Geburtstag…“ … rata rata rata … „Sonntag??? Aber die hat doch erst im Juli“… rata rata rata … „ich dachte doch die ganze Zeit, ich hab noch Zeit“ … rata rata rata … ich hatte mich bei meiner anderen Freundin auch schon gewundert, als sie fragte, ob ich einen Geschenkewunsch für ihren Sohn (auch mein Patenkind) haben möchte… „die ist aber früh dran“ dachte ich mir … rata rata rata … (die beiden Kids sind kurz hinter einander geboren worden) … rata rata rata … oh Mist: in einem Monat hat die Tochter von einer dritten Freundin Geburtstag – und nicht die ersten beiden. Ich habe alles total durcheinander gebracht!!!

Also: Geburtstag Nr. 1 in vier Tagen (Patentochter), Geburstag Nr. 2 in einer Woche (Patensohn), Geburstag Nr. 3 in 12 Tagen (mein Sohn), Geburtstag Nr. 4 in ca. 3 Wochen (Schwester von Patentochter) und Geburtstag Nr. 5 Ende Juli (Tochter von dritter Freundin).

Tja, was tun? In vier Tagen – nein, eigentlich in zwei Tagen, weil das Päckchen ja noch zur Post muss – schaffe ich keine Collegejacke. Ich hatte keinen Stoff, noch zwei Termine im Kalender und Sommerfest von Tochter auf dem Programm. Keine Chance. Gott sei Dank ist erst nach dem Sommer Anfang September eine große Party für Patentochter und deren Schwester geplant – da bekommen die dann ihre Jacken geschenkt. Da hab ich ja noch Zeit. Also habe ich „normale“, nicht selbstgemachte Geschenke gekauft und ab zur Post.

Aber: Collegejacke für Patensohn, der in einer Woche Geburtstag hat, das konnte ich noch schaffen. Also: zack zack, nicht lange fackeln, ran an die Maschine. Ausgedruckt hatte ich ja schon alles. Statt Größe 134 schnitt ich also Größe 146 aus. Ich verwendete den Stoff – royalblauen Baumwoll-Fleece –  den ich für meinen Sohn geplant hatte. Reicht noch für seine Jacke – an den Armen (melierter Sommersweat in grau) zwar ganz knapp, aber es reicht.

Und los gings. Und siehe da: ich schaffte doch die Jacke an zwei Tagen. Und sie ging dann sogar zur gleichen Zeit in die Post wie das Päckchen an meine Patentochter … aber wenn ich unter Druck gestanden hätte, dass die Jacke jetzt unbedingt fertig werden müsste, hätte es bestimmt nicht alles so locker geklappt.

Das Schnitt ist natürlich wieder das Herzblatt von Fred von Soho. Inzwischen hab ich es raus, wie man die Taschen schön näht und das Applizieren klappt auch immer besser. Vielleicht habe ich etwas arg knappkantig genäht, aber nun gut.

Bei der Zahl hinten drauf habe ich zehnmal überlegt, ob das Geburtsjahr nun stimmt 🙂 🙂 🙂 .

Diese Jacke wird anders rum geknöpft als die für meine Nichte – das ist doch richtig so, oder? Ist doch bei Männer und Damenschnitten auch unterschiedlich? Damenblusen und Herrenhemden werden doch auch anders rum geknöpft, oder? Auch beim Hosenschlitz… Was nun richtig ist, weiß ich nicht, ich habe mich an die Fotos von Fred von Soho gehalten 🙂 .

22.06.2017
So: Geburtstag von Patensohn! Herzlichen Glückwunsch! Päckchen ausgepackt – Beitrag darf veröffentlicht werden.

24.06.2017
Tragefotos bekommen – super, jetzt gehts online.

Die Jacke passt perfekt – ich habe ja immer wegen der Ärmellänge Angst. Am Hals vielleicht etwas weit, aber mein Patensohn ist stolz wie Oskar an diesem Tag mit der Jacke rum gelaufen. Die sieht auch einfach cool aus!

Eure Charla

Verlinkt bei made4boys Juni 2017, LunaJu Kiddikram Juni 2017

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Mit „Paul“ und ganz vielen lieben Freunden in einem tollen Pfingstkurzurlaub

Ich zeige Euch heute ganz simpel ein Shirt von mir für meinen Sohn. Einen „Paul“ von Pattydoo in Größe 134. Ganz schlicht, der Bio-Stoff „Trias“ von Lillestoff, GOTS-zertifiziert, vorne und hinten , die Ärmel einfach schwarz. Das Shirt habe ich bereits nach Ostern genäht und es wird gerne getragen. Ich habe irgendwie immer vergessen das Shirt zu fotografieren, so spektakulär ist es ja nicht. Aber jetzt bin ich zu Fotos gekommen.

Im Kurzurlaub am Meer bei Cuxhaven. Mit ganz vielen lieben Freunden, die man viel zu selten sieht! Bei ganz tollem Wetter zum an den Strand gehen (ein bißchen weniger Wind und ein klein bißchen wärmer wäre besser gewesen, aber wir wollen uns nicht beklagen) und genug Zeit um zu spielen, drinnen oder draußen. Dominion, Istanbul, Alhambra, Mölky. Immer wieder schön. Viel gequatscht, gut gegessen, schön entspannt, abends spät ins Bett, Kinder irgendwo mit irgendwem unterwegs – Fussball spielen, Schnitzen, Tischtennis spielen, Hüpfkissen – die waren rundum beschäftigt. Einfach toll.Und – trotz Regenansage – abends Grillen mit Lagerfeuer und Stockbrot machen. Der Regen ist weg geblieben – war echt lieb von ihm..

Die Kids hatten nachmittags eimerweise Tannenzapfen gesammelt und abends ins Feuer geschmissen. Eigentlich brennen die schön, aber irgendwie war diesmal eine kleine Rauchentwicklung zu verzeichnen.

Oder auch eine größere! Hust, keuch 🙂 . War das Holz doch zu feucht? Hust, hust… Egal, Stockbrot machen ist klasse, aber wie kriegt man denn das blöde Stockbrot darunter?

Okay, der große dicke feuchte Ast wurde aus dem Feuer entfernt, dann ging es mit dem Rauch auch wieder. Und das Stockbrot ist endlich vom Stock runter, wurde auch Zeit. Mhm, lecker.

Eure Charla, die jetzt schön erholt an die nächsten Werke geht.

Verlinkt bei Ich-näh-Bio #32 , Bio: Stoffe-Linkparty #22/17, Made4Boys Juni 2017

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Cnidaria: interessantes Schnittmuster

Was meint ihr wohl? Was ist das für ein Schnittmuster, dass „Cnidaria“ heißt? Ich hatte überlegt, ob es irgendwie von „to knit“ = stricken herkommt. Vielleicht auf Norwegisch oder so. Aber was hätte das dann mit einem Schnittmuster zu tun, für ein Kleid, das genäht und nicht gestrickt wird?

Nein, ganz anders. „Cnidaria“ sind „Nesseltiere“, einfach gebaute, vielzellige Tiere die im Meer leben. Schirmquallen fallen da zum Beispiel drunter oder Seeanemonen. Das Schnittmuster ist aus der akutellen Ottobre 3/2017 und heißt so, weil dort das Thema „Underwater“ für drei Doppelseiten zur Präsentation von Mädchenklamotten gewählt wurde. Das dort gezeigte Kleid „Cnidaria“ ist aus bedruckten Baumwolljersey mit … Seeanemonen drauf. Fertig, mehr nicht. Es gibt zum Beispiel noch „Mermaids“ oder „Waves“.

Ob da der Schwan zu passt?

Ich hatte das Kleid zunächst überschlagen. Ein Drehkleid, weit geschnitten, mit hoch angesetzter Taille. Die Skizze daneben habe ich mir gar nicht angeschaut. Schöne Ärmel hat es auf jeden Fall:

Allerdings brauchte ich ein schönes Schnittmuster für ein Kleid für meine Tochter. Sie verfügt nun über drei Kleider: zwei „Federleicht“ (dies und dies) und ein „Lieblingskleid„. Und diese drei Kleider sind abwechselnd in der Wäsche. Zudem ist das Lieblingskleid mit den Wendepailletten aus Sommersweat mit langen Ärmeln. Zu warm für ein richtiges Sommerkleid. Mein Tochter liebt nun Kleider – das war mir vorher gar nicht so bekannt. Wozu Probenähen nicht gut sein kann: man lernt die Vorlieben der Kinder kennen. 🙂

Ich wußte, dass Wendepailletten gut ankommen werden – daher hatte ich gleich noch Paillettenstoff in schwarz – weiß gekauft. Total klasse!

Ich hatte auch schon den idealen Stoff dafür im Kopf – leider fand meine Tochter den nicht schön… Mhm… aber der wäre so cool!!! Ich beschloss einfach, den Stoff trotzdem zu kaufen. Wenn da die Wendepailletten da drauf sind, wird meine Tochter den Stoff dann auch mögen! Und tata – da isser: der LilleStoff „Du lieber Schwan“ designed by nähwahna, Jersey, GOTS-zeritifiziert.

Eigentlich hatte ich vor, ein einfaches Shirt daraus zu nähen und den Wendepailletten-Schwan drauf zu applizieren. Fertig. Aber dafür war das Motiv auf dem Stoff zu groß, der Pailletten-Schwan wäre untergegangen. Mhm, also ein anderes Schnittmuster. Für ein Kleid, weil meine Tochter ja jetzt Kleider liebt.

Und da bin ich dann wieder auf „Cnidaria“ gestoßen: zum einen, weil das Oberteil in einem gestreiften Design ist – genauso wie ich es nun vor hatte – zum anderen, weil die Taille so weit oben ist. da ist dann schön viel von dem Schwanenstoff zu sehen. Außerdem hat das Kleid etwas Besonderes, was ich gerne mal ausprobieren wollte.

Was das ist?

Das rechteckige Rockteil. Hier einmal ausgebreitet, die Seiten sind offene Schlitze (Zitat meiner Tochter dazu: „Mama, warum hast du da das Kleid nicht zugenäht?“):

Wenn es getragen wird, hängen die Seiten wie Zipfel runter:

Was mich etwas überrascht hat: es ist durch die Schlitze an den Seiten und der Kürze des Rockes absolut Klettergerüst geeignet. Beim Hochklettern stört es nicht:

Und beim Runterrutschen auch nicht:

Am Halsausschnitt hatte mir die Streifenversäuberung nicht gefallen – zu weit, zu wenig gedehnt. Dort habe ich nachträglich ein Bündchen dran gemacht.

Fazit zu dem Schnittmuster: hhm, tja, ich weiß nicht so genau. In der Breite hatte ich zunächst in Größe 128 zugeschnitten, weil ich gelesen hatte, dass es weit ausfällt. Durch einen Fehler beim Zuschneiden musste ich dann aber in der Breite noch einmal einen Zentimeter weg nehmen – also habe ich in der Breite nun vielleicht Größe 116 und in der Länge (also Länge vom Oberteil und Länge vom Rock) Größe 134. Meine Tochter ist 135 cm groß. Von der Breite geht es nun, aber in 134 wäre es viel zu breit gewesen. Der Halsauschnitt ist sehr weit. Die Ärmel finde ich süß und das mit den überhängenden Schulter sieht auch niedlich aus. Das Oberteil ist etwas zu kurz und die Länge des Rockes auch. Da die Schlitze an den Seiten offen sind, würde ich meine Tochter ohne Legging dadrunter nicht mit dem Kleid raus lassen. Also: ein interessanter Schnitt an den man sich erst einmal gewöhnen muss.

Fazit der Tochter allerdings: „Toll! Noch eins davon, bitte!“ 🙂

Inzwischen habe ich mich auch an das Schnittmuster gewöhnt und finde es niedlich. Ich werde ihr ihren Wunsch erfüllen, Stoff habe ich schon.

Eure Charla, die immer noch nicht fertig ist mit den Wendepailletten. Aber vielleicht kommt erst einmal was anderes an die Reihe, mal sehen.

Verlinkt bei Ich näh Bio-Linkparty #31, Bio: linkparty #20/17, LilleLiebLinks #21/17, Made4Girls Mai 2017
Schnittmuster Legging: „Lilly“ von Pattydoo
Stoff: „Du lieber Schwan“ und Ringeljersey schwarz weiß, beide Lillestoff

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Endlich wieder eine Tasche!!!

Ich wollte seit einer gefühlten Ewigkeit wieder eine Tasche nähen! Ich brauche eine neue Handtasche, dringend. Aber noch dringender brauchen die Kids Shirt, ich ein Kleid für eine Feier, die Tochter ein Kleid samt passender Jacke, der Sohn ein Hemd und und und … da muss das Projekt „Tasche nähen“ erst einmal dran glauben.

Dann habe ich eine schöne Idee bei Facebook gesehen: ein Weekender – die Wochenendwegfahrtasche von Pattydoo aus ihrem Buch „Taschenlieblinge selbst gemacht“ – gefüllt mit Ballons, in denen Geld steckt als „Geschenkverpackung“. Das hat mir gefallen, da ich auch gerade eine Geldgeschenkverpackung suchte. Mein Patensohn hatte am Sonntag Kommunion und wünschte sich Geld. Wie verpacke ich das? Mhm. Eine Tasche für einen 9-jährigen ist ja ganz praktisch, der wird jetzt immer öfter mal woanders übernachten, bei den Großeltern oder bei Freunden. Da passt doch der Weekender perfekt.

Also: Projekt „Tasche nähen“ konnte beginnen, wenn auch keine Handtasche. Dafür habe ich allerdings gleich alle Materialien mitbestellt – könnte also direkt im Anschluss damit loslegen 🙂 .

Hier die Vorderseite mit Reißverschlussfach:

Und die Rückseite:

Allerdings fand ich zunächst keinen schönen Stoff. Entweder für Babys und Kleinkinder, für Mädchen, oder für Erwachsene und deren unterschiedliche Interessen: Make up, Städte, Autos, Tiere. Aber nix für einen 9-jährigen Jungen. Ich bestellte dann einen Stoff, der mir aber nicht wirklich zusagte und fing auch an. Da ging aber noch einiges mehr daneben – vielleicht berichte ich darüber noch. Ich legte die Tasche halb fertig weg – war nicht das passende. Dann noch einmal online geguckt: ja, der Stoff könnte passen, war aber nur unter „Baumwolle“ eingestellt, nicht unter „Canvas“. Ist der Stoff fest genug? Gott sei Dank ist der Laden hier in der Stadt und ich konnte ihn mir angucken. Perfekt! Canvas, schön fest! Gekauft. Sterne und blau, schön neutral und jungstauglich.

Das Nähen an sich ging recht einfach. Ich integrierte hinter der Reißverschlusstasche vorne eine extra Tasche, die oben offen ist. Man kann z.B. eine Zeitschrift oder ein Heft von oben rein stecken. Warum das nicht gleich im Schnittmuster mit drin ist, verstehe ich nicht.

Statt D-Ringe verwendete ich Dreieck-Ringe – passen gut zu den Sternen und ich finde sie sinnvoller als D-Ring: der Haken bleibt dort, wo er hin soll und rutscht nicht zur Seite.

Probleme hatte ich allerdings zum Schluss mit den Reißverschlussenden. Ich hatte recht stabilen Canvas mit H520 gefüttert. Als Futter habe ich Nesselstoff verwendet. Durch diese Lagen, jeweils doppelt gelegt, plus 4 (in Worten „vier“!) Lagen Gurtband sollte die Nadel durch! Und dazu noch ein breiter Metallreißverschluss, wo ich ständig am Handrad drehen musste, damit die Nadel nicht auf die Zinken trifft. Da ging gar nichts mehr! Zwei Nadel kaputt und zum Schluss ein fast loses Ende, an dem der Karabinerhaken saß. So ein Mist aber auch. Grübel grübel und studier, schlau gefragt, und zum Schluss zum einen ein breiteres Gurtband genommen, damit es rechts und links neben dem Metallreißverschluss noch ordentlich fest genäht werden kann. Zum anderen das Gurtband nur dreilagig genommen: auf der Unterseite habe ich es nicht eingeschlagen – da guckt man ja eh nicht hin 🙂 . War immer noch schwierig zu nähen, aber irgendwie ging es. Uff. Sieht sogar noch gut aus bei der ganzen Pfuscherei 🙂 :

Eure Charla, die gerade so viele Projekte im Kopf hat, dass die Handtasche jetzt erst noch warten muss

Verlinkt bei creadienstag #280, HoT #101 und TT-Taschen und Täschchen

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