Einfach einen Rollkragenpulli nähen

„Direkt Maß nehmen & loslegen. Du brauchst keinen Schnittbogen!“ So steht es auf dem Buch „Näh dir deinen Style!“ mit Anna von einfach nähen. Das hat mich angesprochen, weil ich jetzt mehr für mich nähen möchte und es nahe liegt, dies nach meinen Maßen zu machen. Ich buchte beim Lillestoff-Festival Annas Kurs. Im Lillestoff-Programm stand was von „Anfängern“ – das habe ich einfach mal überlesen.

Denn für Anfänger ist Annas Prinzip genial! Annas Motto ist ohne großen Aufwand und Abzeichnen von Schnittmustern und Trara sofort mit dem Nähen los legen zu können – einfach nähen eben. Man nimmt Maß, sucht sich ein Schnittmuster aus dem Buch aus und legt los. Natürlich sind es dann „einfache“ Schnitte, wie es auch im Vorwort steht. Also Shirts mit überschnittenen Schultern z.B., an denen die Ärmel einfach gerade angenäht werden. Keine Armkugeln die ausgemessen und genäht werden müssen. Das wäre wieder zu viel des Guten. Einfach, schnell, schön. Und hauptsächliche Zielgrupe: Teenager. „Young fashion“ steht auch auf dem Titel.

Tja, nun. Teenager bin ich nun nicht mehr. Als Anfänger würde ich mich auch nicht mehr bezeichnen. Je näher der Lillestoff-Festival-Termin rückte, desto mehr überlegte ich, ob ich den Kurs verkaufen sollte. Aber zum einen finde ich Annas Tipps auf YouTube oft sehr hilfreich. Oft bin ich bei ihren Videos gelandet, wenn ich ein bestimmtes „Näh“-Problem hatte und gegoogelt habe. „Profi“ – also das Gegenteil von Anfänger –  bin ich noch lange nicht und mir gefiel das Schnittmuster des Rollkragens aus ihrem Buch sehr gut. Ich greife vorweg: hier meine Umsetzung davon:Außerdem dachte ich mir, dass so ein schöner einfacher Kurs zum Abschluss doch auch was Nettes wäre. Ich wusste, dass Sonntagnachmittag bei mir die Luft raus sein würde. Also behielt ich den Kurs und freute mich dann auch darauf.

Ich wollte also den Rollkragenpulli nähen und kaufte ganz tollen Stoff bei Grelu Stoffe dafür (Stricksweat „Ben“ von Swafing):

Und fand mich dann pünktlich bei Anna ein. Und was soll ich sagen: Anna ist genauso nett und sympatisch, wie sie auf ihren YouTube-Videos rüber kommt. Wie sie nach so einem langen und anstrengenden Wochenende in ihrem letzten Kurs immer noch so strahlen konnte ist mir ein Rätsel 🙂 . Nach einer kurzen Begrüßung fingen wir an uns zu vermaßen und dann nach unseren Maßen das jeweilige Schnittmuster zu erstellen. Danach ist sie von Frau zu Frau gegangen, immer rundherum, und hat uns individuelle Tipps und Hilfestellung gegeben. Danke, Anna, durch deine lockere fröhliche Art hast du mich aus meinem Nachmittagstief geholt!

Der Rollkragen war dann fix zugeschnitten und weitestgehend genäht – nur der Kragen fehlte noch, was ich aber zu Hause vor dem Spiegel ausprobieren wollte. Der Pulli hat überschnittene Ärmel – man sieht auf dem Foto unten die „heruntergerutschte“ Naht – und lange Armbündchen. Das Saumbündchen habe ich etwas länger gemacht als im Buch vorgegeben – finde ich von den Proportionen her stimmiger. Der Rollkragen ist so wie im Buch angegeben und gefällt mir jetzt auch sehr gut. Ich schwankte zwischen einem engen Rollkragen aus Bündchen oder den weit fallenden hier aus dem Hauptstoff. Ich finde ihn so aber total klasse!Leider habe ich beim Zuschneiden nicht dran gedacht, dass mein Stoff sehr dick ist – ich hätte ruhig ein zwei Zentimeter dazu geben können. Aber auch so ist der Pulli locker genug und zum Beispiel an den Armen weit genug. Nichts engt ein.Ich habe also einen schönen Kuschelpulli für die kälteren Tage – die ja nun leider kommen werden. Man kann also auch einfache Klamotten ohne viel Tam Tam nähen, die dann trotzdem schön und bequem sind.

Ich werde das Buch auf jeden Fall meiner Tochter vermachen, dann kann sie ihr erstes T-Shirt daraus nähen. Es wird ihr auf jeden Fall mehr Spaß machen, mit Metermaßband sich zu vermessen als irgendein Schnittmuster abzupausen.

Eure Charla, die sich nun aber ran halten muss: meine To-Sew-Liste ist laaang!!

Verlinkt bei RUMS #38/17

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Lillestoff-Festival 2017 – Meine Eindrücke

Mein ersten Mal Lillestoff-Festival, obwohl ich direkt aus Hannover komme. Ich nähe jetzt seit 2 Jahren und 8 Monaten. Im ersten Jahr wusste ich nichts von Lillestoff-Festival und war am Montag danach zufällig im Lagerverkauf „Tut mir leid, beim Festival wurde so viel gekauft…“. Festival? Im zweiten Jahr habe ich den Zeitpunkt fürs Kaufen der Tickets verpasst und da ich noch nicht bei Facebook war, auch keine Karte mehr nachträglich ergattern können. Diesmal hatte ich mir den Termin, wann die Karten online sind, notiert, mir vorher Notizen gemacht, welche Workshops ich buchen will und trotzdem hatte ich keinen Nähtisch bekommen und meine Lieblingsworkshops waren schon weg. Wahnsinn das Ganze! Aber okay, ein Wochenendticket und zwei Workshops an den Nachmittagen, die sich auch gut angehört haben ist doch super! Vormittags gucken was da so los ist … das Wochenende konnte kommen.

Leider habe ich kaum Fotos gemacht. Ausnahme: die lange Schlange beim Warten:… und die vielen Nähtische im Inneren.

Das Warten draußen war aber ganz nett: ich kam mit drei Frauen neben und hinter mir in der Schlange ins Gespräch. Die eine kam mir von Anfang an bekannt vor und ich durchflog beim Gespräch die ganze Zeit die Nähblogs und Facebook-Gesichter, die ich in den letzten Tagen in der Facebook-Lillestoff-Festival-Gruppe gesehen hatte. Aber irgendwie konnte ich sie nicht zuordnen. Außerdem kam mir ihre Art bekannt vor, ihre Bewegungen beim Sprechen … ich wusste, ich hatte sie schon einmal live erlebt und nicht nur im www. „Wir dürften ja alle im gleichen Alter sein“ – „45“ – „46“ – Hhmm, ein Anhaltspunkt. „Ich komme aus Essen.“ – „Oh, ich wohne in Bochum.“ – „Das ist ja witzig: ich wohne zwar jetzt in Hannover, komme aber ursprünglich aus Herne (Nachbarstadt von Bochum).“ – ??? – „Da habe ich auch früher gewohnt! Auf welcher Schule warst du?“ – Und siehe da: ich habe mit ihr zusammen vor x Jahren das Abi gemacht! Mir fiel sogar ihr Name wieder ein. Seit dem Abi haben wir uns nie wieder gesehen. Und dann stehen wir in der Schlange beim Lillestoff-Festival hintereinander! Zufälle gibt es! Wir haben uns im Laufe des Wochenendes immer mal wieder getroffen und gequatscht.

Als ich endlich drinnen war, habe ich sogar noch einen der zusätzlichen 50 Nähtische bekommen: Nr. 41! Ich habe im Laufe des Vormittages allerdings nur einen Tisch gesehen, der nicht belegt war – aber somit müssen ja alle, die einen Tisch haben wollten, auch einen bekommen haben, oder nicht? Ich stellte meine Sachen auf den Tisch und schaute mich um. Okay, mal in der Halle so rum stromern, was hier so angeboten wird. Ich machte eine kurze Runde, kam an den Tisch zurück. Ein kleines Trüppchen stand davor. „Ist das dein Tisch? Wir würden gerne zusammen sitzen, aber ich habe dort drüben nur einen Tisch bekommen.“ – „Klar, kein Problem, mir ist das egal, wo ich sitze, wir können ruhig tauschen.“ Also Steckdose wieder rausgezogen, Sachen rübergeschafft. Ich war gerade dabei, wieder alles aufzubauen als das nächste Grüppchen kam „Wir würden gerne zusammen sitzen“ … „Okay, organisiere mir einen Tisch und ich wechsel“. Zweiter Umzug… 🙂 Dort blieb ich dann aber sitzen, nähte die Collegejacke für meine Tochter weiter, die ich für den Herbstkind Sew Along 2017 nähe, und schaute mich bei Nähen immer wieder mal um, was so um mich herum los war.

Viele Leute, deren Blogs ich lese oder deren Facebook-Einträge ich verfolge. Hin und wieder ist mir auch der Blogname eingefallen, die ein oder andere habe ich auch angesprochen. Sind auch alles nur Menschen 🙂 . An der Bloggerwand nochmal nachgeschaut – ja, die ist das wirklich! Ah, stimmt, so heißt ihr Blog! Ich selber wurde auch ein paar Mal angesprochen – auch wenn mein Blogname selbst noch nicht so richtig bekannt zu sein scheint. Oder auf meine Hose, meine KnickerSHO!cker, auch im Nachhinein auf Facebook.

Was ich besonders spannend fand: mir die Klamotten angucken. Fast alle sind mit selbstgenähten Klamotten angekommen, sehr viele mit Lillestoff-Stoffen. Ich habe mindestens drei Zsa-Zsa-Mäntel gesehen – hatte auch überlegt, ob ich meinen anziehen sollte. Andere Schnittmuster habe ich auch erkannt „Ah, da ist die Sweet Mama Tunika von Fadenterror“, „Froilein Adda!“ – ein Kleid ist mir aufgefallen, dessen Schnittmuster ich total toll fand. Wollte noch fragen, was das für eins ist, aber dann war diejenige schon wieder weg. Schade.

Mein Workshop Nr. 15 „Nähtipps vom Profi“ am Samstag nachmittag war genauso wie ich es mir vorgestellt hatte: „Blusen-/Hemdenschlitze und Manschetten“. Ich habe bisher zwei Hemden für meine Sohn genäht und bei den Schlitzen brauchte ich zwei verschiedenen Anleitungen, und musste trotzdem noch pfuschen. Nun haben wir gelernt, dass wenn man eine gute Vorlage hat und schön bügelt, das ganz einfach geht! Super! Danke, Wencke (als Vertretung von Anja Zuber), für den tollen Workshop. Hier mein Ergebnis:Abends nach Hause – Kinder ins Bett bringen, keine Party. War aber auch erledigt und bin früh schlafen gegangen. Noch mal ein paar Eindrücke bei Facebook sammeln: „Biete Overlock-Kurs am Sonntag von 10.30 Uhr bis 13.30 Uhr“. ??? Der Kurs von Jafi, der so heiß begehrt ist??? Laut „hier“ geschrien – ja, war noch zu haben. Super!

Somit saß ich Sonntag früh oben in der dritten Etage bei Janine Fink und lernte meine Overlock-Maschine erst einmal so richtig kennen. Total super, genauso das, was in der Kursbeschreibung stand, haben wir gelernt. Vorab sollten wir ein Foto von der Einstellung unserer Maschine für den Normalgebrauch machen, weil wir im Laufe des Workshops mal hier drehten, mal dort verstellten, Nadel rausnahmen und wechselten … jetzt traue ich mich an einen Rollsaum dran, ans Kräuseln, weiß wie eine Flatlock-Naht geht – Genial. Danke Janine, für die tollen wertvollen Tipps und deine Hilfestellungen. Der Workshop hat sich für mich sehr gelohnt!

Im Anschluss alles nach unten geschafft, meinen Platz beim Workshop von Anna von einfach nähen gesucht. In die Schlange beim Büffet gestellt, relativ schnell was zum Essen bekommen und dann in Ruhe gegessen. Praktischerweise hatte ich ja einen Sitzplatz, weil ich ja in einer halben Stunde den Kurs hatte. Und dieser Sitzplat war direkt an der Tombola… Ich konnte also in Ruhe weiter essen und zuhören, ob ich was gewonnen habe … Leider keinen der übers Mikro genannten Gewinne, aber im Laufe des Nachmittages schaute ich in Ruhe die Liste durch und tatsächlich: ein Plottergrundlagen-Buch! Super, ich spiele schon länger mit dem Gedanken, mir einen Plotter anzuschaffen! Also: perfekter Gewinn für mich!

Der Kurs von Anna war auch sehr schön, sie ist von Leut zu Leut gegangen und hat uns Hilfestellung und Unterstützung gegeben. Leider war bei mir die Luft etwas raus, ich war satt und müde, brauchte meinen Kaffee und hatte noch nicht einmal bei den Shops von Lillestoff und Knöpje geguckt. Und bald ist das Festival um! Dennoch ist mein Rollkragenpullover bis auf den Rollkragen fertig geworden. Danke Anna für deine Hilfe beim Ausmessen und deine Tipps, du hast mich mit deinen lockeren fröhlichen Art aus meinem „Nachmittagstief“ gelockt.

Mit 80 cm Traktorjeansstoff, 1,30 m Nachthimmel und passendem Bündchen, einer Goodie-Bag von Lillestoff (ohne den Jaquard-Stoff, den hatte ich an die andere aus der Warteschlange abgetreten, da sie gerne einen Mantel/Cardigan (Zsazsa?) daraus machen würde, aber 1 m dann nicht ausreichen würde), einer Goodie-Bag von Anna, Schnitt- und Bügelvorlagen für einen Kapellenschlitz von Wencke, Probestückchen aus dem Kurs von Janine und um viele Eindrücke reicher fuhr ich dann gegen 18.00 Uhr nach Hause.

Liebes Lillestoff-Team: danke schön für das tolle Festival, für Eure Bemühungen und das liebevolle Kümmern vor Ort. Ihr habt eine tolle Veranstaltung über die Bühne gebracht! Nächstes Jahr wieder!

Eure Charla, die es gerade schwer hat in den Alltag zurück zu kommen

Verlinkt bei Lillestoff Blog – Das war das Lillestoff-Festival 2017

Mein BH ist fertig!

Tja, nun, was soll ich sagen… Manchmal braucht ein Projekt etwas länger … um nicht zu sagen an die 9 Monate… Ich habe Euch hier in diesem Post von meinem BH-Projekt erzählt und Euch mein Paket gezeigt: BH-Linda von Sewy. Wer genau hinschaut: der Beitrag ist vom 28. Januar 2017. Hüstel.Ich habe mich nun zum weiten Mal mit einer Freundin getroffen, um gemeinsam dieses Projekt zu bewerkstelligen. Beim ersten Mal hatten wir versucht uns mit der Anleitung anzufreunden und angefangen zu zu schneiden. Das war im Februar oder so… Danach fehlte uns beiden die Motivation: so ganz einfach wird das ganze Projekt nicht!

Nun hatten wir es aber geschafft, uns erneut zu treffen. Ein unfertiges Projekt hier liegen zu haben geht ja gar nicht! Ich zeige Euch aber hier einmal vorab das fertige Stück (leider habe ich eine Farbe gewählt, die man schlecht wieder geben kann. Oben auf dem Foto im Karton ist der Farbton am ehesten getroffen):Aber zurück zur Herstellung: wir beide hatten unser Sewy-Paket vor uns liegen und mussten quasi wieder bei Null anfangen: Anleitung versuchen zu verstehen… Eine Sache für sich. Wir beschlossen, einfach los zu legen und dann zu überlegen, warum wieso das so in der Anleitung steht und nicht anders.

Anfangs stand natürlich: welche Größe nähe ich? Es gibt extra eine Größentabelle in der Anleitung – und bei Kauf-BHs trage ich 80 A. Also gut, gemessen, 80 stimmt. Brustumfang gemessen … mhm, knapp unter der Cup-Größe A. Blöd. Bei größeren Größen sollte mit Powernet (lag dem Paket bei, ein fester, nicht dehnbarer Tüllstoff) oder Tüll gefüttert werden – wie das mit dem Füttern geht, steht in der Anleitung. Okay, dann füttere ich mein Cup eben mit etwas Volumenvlies nach dieser Anleitung.

Und damit kommen wir zu meinem grundsätzliches Problem beim BH-Nähen: eine Naht soll mehrmals genau getroffen werden. Bei Schritt 1 näht man die Naht zum ersten Mal, bei Schritt 2 ist irgendwas dazu gekommen und dann soll „genau auf der schon bestehenden Naht“ genäht werden. Uff … so präzise zu nähen ist nicht mein Fall. Hier sollte also erst das Futter angenäht werden und die Cup-Teile genau in der Naht zusammen genäht werden. Irgendwann später soll ein Band angebracht werden und wieder genau in der Naht genäht werden. Wie sieht das bei mir aus? Hier auf dem Foto seht ihr die Naht unten am Cup:Drei Nähte irgendwie mehr oder weniger übereinander .. mal sind zwei zu erkennen, mal drei … aber wer guckt da schon so genau hin :-).

Leider sieht der BH von innen jetzt etwas unschön aus, weil die Fütterung mit Vlies natürlich etwas dicker war und die Mittelnaht jetzt so auffällt. Statt die Nahtzugabe in eine Richtung zu klappen und hinterher wegzuschneiden (dann wäre die Innennaht schön gewesen), habe ich die Nahtzugabe in beide Richtungen geklappt und dann festgesteppt – daher auf dem Foto die beiden Nähte quer runter. Beim Tragen ist das aber nicht schlimm: alles schön weich, nichts kratzt.

Nachdem die Cups fertig waren, mussten alle Teile zusammen gesetzt und anschließend die ganzen Bänder angebracht werden. Gut erklärt ist, wie lang die einzelnen Strecken sein müssen, und wo das Band wie gedehnt werden soll. Das war einfach nach zu vollziehen.

Schwieriger war es, heraus zu finden, welches Band/Gummiband wo hin gehört. Es lag zwar ein kleiner Zettel dem Paket bei, wo die einzelnen Bänder und Gummis erklärt werden, aber so in schwarz weiß und klein konnte ich das nicht wirklich erkennen. Also schaute ich auf der Sewy-Homepage nach unter den einzelnen Stichpunkten.

Okay, dies ist das „Unterbrustgummi“ das gehört nach unten. „Gummiband für die obere Kante ausmessen“ – mhm, welches soll ich denn da nehmen? Kurz danach steht in der Anleitung „Zierlitze“ – ahh! das dünne Gummiband mit der Verzierung! Okay, zur Seite gelegt.„Trägerband“ – das war einfach, da waren nämlich die Schieber und die Ringe aufgefädelt. Blieben noch zwei Bänder übrig. Das eine ist das „Bügelband“ – hatte im Januar eine Weile gedauert, bis ich verstanden hatte, das „Bügelband“ von „BH-Bügel“ kommt und nicht von der Tätigkeit „bügeln“ 🙂 . Das wird ganz zum Schluss zur Stabilisierung aufgenäht, auch wenn kein Bügel eingeschoben wird – dort wo man die Naht wieder treffen muss 🙂 .

Übrig geblieben ist ein Gummiband von 70 cm Länge. Ich weiß nicht, was das für eins ist und wo das hin sollte…???  🙂 🙂 🙂

Von der Passform ist der BH ganz okay. Leider von der Cup-Größe her immer noch etwas zu groß  – ich muss wohl eine andere Form wählen. Beim Brustumfang dachte ich während des Nähens immer: „der ist zu eng!“, aber der Micromodal-Stoff ist doch sehr elastisch. Daher dehnen sich die Seitenteile stark aus und ich muss die hintere Reihe beim Verschluss verwenden statt die mittlere wie bei Kauf-BHs. Aber dann passt er sehr gut.

Für komplette Anfänger ist das Projekt doch arg schwierig zu bewerkstelligen und ich gehe davon aus, dass ich auch bei BH Nr. 2, 3 oder 4 noch Fragen haben werde.

Ich weiß momentan allerdings nicht, ob es noch ein BH Nr. 2, 3 oder 4 geben wird…

Eure Charla

Verlinkt bei RUMS #37/17

 

Herbstkind Sew Along 2017 – Einblick: hab ich schon angefangen?

Heute geht es beim Herbstkind Sew Along 2017 von Klararabella darum, Euch einen kleinen Einblick zu verschaffen. Habe ich schon angefangen? Ist der Stoff schon gewählt, gekauft, bestellt? Habe ich mich für einen Schnitt entschieden und ist dieser schon ausgedruckt?

Nun, ich habe meinen ursprünglichen Plan jetzt tatsächlich ergänzt: ich nähe jetzt drei Jacken. Mein Sohn braucht eine richtige Winterjacke.

Jacke 1:
Eine Collegejacke „Herzblatt“ von Fred von Soho wie bereits angekündigt. Für meinen Sohn in Größe 134 in dieser Farbkombination:Der dunkelblaue Hauptstoff ist neu dazu gekommen. Eigentlich hatte ich schon Wintersweat in noch etwas dunkleren Blau hier liegen, aber erstens war der zu dunkel, fast schwarz, und zweitens doch nicht so kuschelig wie ich ihn in Erinnerung hatte. Und mein Sohn braucht eine etwas kuscheligere, eine dünne Sweatshirtkapuzenjacke hat er noch. Größe 134 könnte zwar etwas groß sein (das Herzblatt fällt eher etwas größer aus), aber so kann er noch seine Fußballkapuzenjacke drunter tragen und hat zudem im Frühjahr dann eine perfekt passende Übergangsjacke.

Der Hauptstoff ist dunkelblau melierter Lammfleece von Grelu Stoffe. Schön weich und kuschelig in der Innenseite:Die Ärmel sind dunkelgrau melierter Sweat mit bunten Sprenkeln. Den habe ich schon bei dieser Jacke für die Ärmel verwendet und war von Anfang an für die Jacke für meinen Sohn geplant.

Zum ersten Mal werde ich ein Herzblatt mit zwei Farben kombinieren und nicht nur mit einer. Hier also dunkelblauer Stoff mit dunkelgrauen Ärmeln und kombiniert mit mittelblau und weiß. Dazu breiter Ringelstoff in weiß-mittelblau.

Jacke 2:
Bei der Jacke für meine Tochter bin ich mir nicht sicher, da brauche ich Eure Meinung. Es stehen drei Farbkombinationen zur Auswahl, zudem könnte ich noch ein anderes Bündchen kaufen. Es wird ja auch eine Collegejacke „Herzblatt“.

Farbvariante 1:
meine ursprüngliche Wahl. Roter Wintersweat, schön kuschelig als Hauptstoff, dazu rosa melierter Sweat für die Ärmel – der gleich wie bei den Ärmeln für meinen Sohn. Dazu rosa und weißer Jersey, Bündchen in rosa-rot. Ich könnte auch Bündchen in rot-weiß kaufen.
Ich bin mir nicht mehr so sicher, als ich den rosa Stoff für die Ärmel auspackte. Er hat so einen komischen Rosaton… ein bißchen hautfarbend, fleischig… Passt irgendwie nicht richtig zu dem Rot. Hhm…

Farbvariante 2:
daher habe ich dann den melierten Stoff gegen den altbewährten hellgrauen Glitzersweat ausgetauscht, aus dem ich bisher die meisten Ärmel genäht habe. Auch hier könnte ich statt des gezeigten Bündchen rot-weißes nehmen. Oder aber den weißen Jersey ganz weg lassen… Hhm…


Last but not least Farbvariante 3:
Spontan habe ich dann heute, als ich den Lammfleece für meinen Sohn gekauft habe, auch noch welchen für meine Tochter gekauft. Ich kenne das doch „Das ist ungerecht, wenn der so eine kuschelige Jacke hat und ich nicht!“. Der pink-rosa Ton von dem Lammfleece hat mir aber nicht gefallen, also „musste“ ich dann den mittelgrauen nehmen. Der melierte rosa Stoff für die Ärmel passt nicht dazu, weil beide Stoffe Struktur haben. Da wäre zuviel los auf der Jacke… Der hellgraue Glitzersweat passt dafür perfekt. Damit da Farbe rein kommt dann also neben dem rosa Jersey auch noch roter Jersey, dann passt auch das rot-rosa Bündchen perfekt.

Dies wäre nun mal eine etwas unbuntere Kombination, hauptsächlich Grau, mit Rot und Rosa abgesetzt. Aber warum nicht? Kann auch gut aussehen.

Jetzt seid Ihr also gefragt: 1, 2 oder 3?
Bitte fleißig kommentieren, damit ich zu einer Entscheidung komme!

Freue mich aber schon und möchte heute noch mit der Sohn-Jacke anfangen (er braucht gerade eine: seine absolute Lieblings-Kuscheljacke (diese hier) haben wir letzte Woche bei einem Fußballspiel vergessen und nun ist sie nicht mehr auffindbar – snief!).

Jacke 3:
Die Winterjacke für meinen Sohn (Premiere: das erste Mal eine Winterjacke!) nahm nach und nach Gestalt an. Er braucht eine, ich habe ein passendes Schnittmuster hier liegen („Zorian“ von Farbenmix) und für ein anderes Projekt roten „Seeland“-Stoff gekauft, der sich dann dafür aber doch nicht eignete. Aber als Außenjacke für eine Winterjacke ist er perfekt.

Fehlt noch Thinsulate (Frage an euch: brauche ich das wirklich wenn ich den Seeland-Stoff verwende? Dieser ist winddicht, wasserabweisend, atmungsaktiv und imprägniert) und Vlies als Zwischenschicht und einen Futterstoff. Dafür hat sich mein Sohn Baumwollteddystoff (dehnbar und atmungsaktiv) in sand ausgesucht. Dazu passt dann die Stickdatei „Superheldenbär“ von Kunterbunt-Design – so von wegen „Teddybär“.

Wie? Sticken auf Seeland-Stoff? Einem regendichten Stoff? Geht nicht die Wasserfestigkeit flöten? Das habe ich mich auch gefragt. Ich bin zum einen auf diese Farbenmix-Anleitung „Eine richtig dicke, kuschelige Winterjacke selber nähen“ gestoßen. Dort wird genau erklärt, wie man solch eine kuschelige Winterjacke näht. In der Anleitung wird eine kunterbunt bestickt Jacke gezeigt. Zum anderen habe ich diesen Blogbeitrag von Frau Liebstes  „Aus welchen Stoffen nähe ich eine Winterjacke?“ gefunden. Sie geht direkt auf das Perforieren beim Besticken ein und meint zum einen, dass der Regen, Schnee nicht unmittelbar bis zur untersten Stoffschicht vordringen würde und wer zum anderen doch auf Nummer sicher gehen möchte, kann die bestickten Stellen auch mit „Wasserstopp“ bearbeiten. Kenn ich zwar nicht, werde ich mir aber bestellen.

Bei meiner Recherche bin ich noch auf diesen Blogbeitrag von mobouki  „Mädchenfeuerwehrjacke“ gestoßen (auch wenn der Blog wohl nicht mehr aktiv betrieben wird). Total klasse! Ich werde auch mit Reflektorband arbeiten – Refektorpaspelband habe ich, glaube ich, nicht mehr. Mal in meinem Fundus kramen. Aber Reflektorstoff ist noch genug da. Das wird ein Spaß – ich freue mich jetzt schon auf das Betüddeln dieser Jacke.

Eure Charla, die sich nun doch etwas ranhalten muss…

Verlinkt bei Klararabellas Herbstkind Sew Along 2017 #3 – Einblick: hab ich schon angefangen?

Collegejacke Nr. 6

Vergangenes Wochenende war es soweit: mein Patenkind, für das ich diese Jacke zum Geburtstag genäht habe, und ihre kleine Schwester feierten zusammen ihre Geburtstage nach. Ein großes Sommerfest mit GoKart fahren, Bolzen, Trampolin springen und Grillen. Die Geburtstage liegen blöderweise immer in den Sommerferien, wenn alle im Urlaub sind.

Und natürlich geht das nicht, dass das eine Kind so eine tolle Jacke bekommt und das andere leer ausgeht! Bloß weil das eine mein Patenkind ist und das andere nicht! Also: noch eine Collegejacke Herzblatt von Fred von Soho. Die sechste!Diesmal in Größe 116 und wieder in petrol. Gewünscht war wie diese Jacke hier, das ist meine zweite Collegejacke (bzw. die erste in Kindergröße, d.h. das erste Herzblatt):. Mhm, so langsam will ich aber mal was anderes machen… ein bißchen mit den Farben rum spielen… Auch wenn sie ähnlich sein soll – genau die Gleiche wollte ich nicht nähen!

Erkennt man die Unterschiede? Bis auf den Buchstaben natürlich … 🙂

Vom Design her werden alle meine Collegejacken mit breit gestreiften Bündchen am Saum, Hals und an den Ärmeln genäht – so wie bei den Originaljacken aus den 80er Jahren. Ich fand solch einen Bündchenstoff in hellblau-petrol – der der anderen Jacke ist weiß-petrol. Super! Gleich gekauft. Zuerst überlegte ich, die Jacke mit dem selben helltürkisen Stoff zu kombinieren, wie bei der Jacke für meine Nichte. Aber bei genauer Betrachtung sind die Streifen in dem Bündchenstoff tatsächlich hellblau und nicht helltürkis. Also: Kombination mit hellblauen Jersey, war auch vorhanden. Auf der Rückseite sieht man sehr schön, dass es hellblau ist.

Weiße Druckknöpfe konnte ich ja nun nicht verwenden, da keinerlei weiß in der Jacke auftaucht (bis auf den Jerseystreifen zum Verdecken der Naht). In dem Laden, wo ich Nachschub für Druckknöpfe kaufen wollte, waren diese hier mit Perlmutt. Warum nicht? Für ein kleines Mädchen doch perfekt! Passt super zu den Glitzerärmeln.Zum Abschluss noch einmal die Geschwisterjacken zusammen: Links Collegejacke Nr. 5 in royalblau mit weiß, Größe 140. Rechts diese Collegejacke Nr. 6 in petrol mit hellblau, Größe 116.Änderungen zum Originalschnitt: Halsbündchen ca. 2 cm breiter und oberhalb des Saumbundes von rechts abgesteppt. Zudem ist die linke Jacke insgesamt ca. 3 cm kürzer, das Saumbündchen unten ca. 1,5 cm schmaler.

Eure Charla

Verlinkt bei Made4Girls September 2017, creadienstag #295, DienstagsDinge #36/17 und HoT #116

Collegejacke Nr. 5

So langsam komme ich durcheinander: wieviele Collegejacken habe ich schon genäht? Alle nach dem selben Schnittmuster: „Herzblatt“ oder „Mamas Herzblatt“ von Fred von Soho. Der Schnitt ist einfach genial, das Ebook ausführlich und super erklärt. Sogar die Paspeltasche bekommt man danach ganz leicht hin.Es gibt Zusatzinfos zu den verschiedenen Vlieseinlagen und eine Beschreibung, wie man die Ärmel verlängern könnte – war bei mir nie notwendig, ich finde, die Ärmel fallen sogar etwas länger aus. Ich kann das Schnittmuster wirklich empfehlen!

Meine erste Collegejacke war für meine beste Freundin. Deren Jacke habe ich im vergangenen Winter genäht (Mamas Herzblatt). Es folgte eine Collegejacke zum Geburtstag meiner Nichte (und Patenkind): die erste mit dem Geburtsjahr hinten drauf (Herzblatt). Diese kam so gut an und ich fand, dass es ein perfektes Geschenk sei, dass Geburtstagsjacke Nr. 2 für meinen Patensohn folgte. Auch die passt perfekt und wird gerne und oft getragen. Außer der Reihe folgte dann eine Collegejacke zur Geburt der Tochter von Freunden – ohne Paspeltasche, was dann doch schneller ging. Es hatte Spaß gemacht, diese Babyjacke zu nähen: endlich mal wieder etwas in mini!

Somit bin ich nun bei Collegejacke Nr. 5 angekommen.In royalblau mit hellgrauen Glitzerärmeln aus Sweat von Lillestoff in Größe 140. Für die älteste Tochter meiner besten Freundin, die ebenfalls mein Patenkind ist.Leider hat meine Overlock beim Anfang des Saumbund annähen gestreikt und 1 cm Stoff gefressen. Danach wollte sie nicht mehr. Ich musste also das Stück Naht wieder auftrennen und mit der Nähmaschine weiter nähen. Damit alles ordentlich aussieht, musste ich eine etwas breitere Nahtzugabe nähen. Dadurch ist die Jacke jetzt ca. 3 cm kürzer als normal und der Bund ca. 1,5 cm schmaler. Optisch ist es nicht schlimm und mein Patenkind ist eher kompakter gebaut (nicht so ein dünner, langer Spargel wie meine Tochter). Die Jacke wird ihr daher trotzdem passen. Die beiden Knöpfe unten sind nun etwas eng zusammen, aber einer alleine hätte nichts gebracht.Eine Neuerung habe ich eingefügt, was mich bei den vorherigen Jacken etwas gestört hat: ich habe ganz zum Schluss, nachdem der Saum unten angenäht war, diesen rundum von rechts abgesteppt. Dort wellten sich die Jacke immer so.Was ich interessant finde: ich habe diesmal für Schnittmuster raussuchen, Rückteil noch mal neu ausdrucken da es fehlte, alle Materialien raus suchen, Stoff und alle Einlagen ausschneiden, applizieren, Paspeltasche nähen, komplette Jacke nähen und Druckknöpfe anbringen ca. 6 Stunden 30 Minuten gebraucht! Verteilt auf 3 Tage. Für das erste Herzblatt für meine Nichte habe ich 12 Stunden gebraucht, fast doppelt so lange. Es hat doch Vorteile, wenn man ein Schnittmuster öfter näht – man kann zügiger arbeiten und muss nicht immer alles so ganz genau nachlesen.

Eure Charla, die die Schwesterjacke auch schon fertig hat 🙂

Verlinkt bei Creadienstag #294, DienstagsDinge #35/17, HoT #115, Made4Girls August 2017

Herbstkind Sew Along 2017 – Startschuss und Ideensammlung

Diese Woche geht es beim Herbstkind Sew Along von Klararabella um die Schnitt- und Stoffauswahl. Welche Jacke nähe ich, aus welchem Stoff, was fehlt mir noch?

Bei mir war die Entscheidung in diesem Jahr ganz einfach. Folgende Punkte führten zu meinem Entschluss:

  1. Im Juni waren wir auf La Strada in Bremen – total toll, wir sind fast jedes Jahr dort. Wir sind etwas spät los gekommen, mussten noch knapp eine Stunde fahren und stellten dann, als wir in Bremen ankamen, fest, dass wir Jacken für die Kids vergessen hatten. Und was war? Es regnete plötzlich und wurde kühler. In Hannover war es noch schön warm gewesen und wir hatte seit Tagen keine Jacken mehr angezogen.Was tun? Tja, wir taten etwas, was mich nun jetzt jedes Mal zusammen zucken lässt: wir kauften für die Kids Softshell-Jacken. Eine in rot, eine in türkis, nichts Besonderes. Aber eben Kaufware. Kein Vergleich zu diesen tollen Softshell-Jacke von vor zwei Jahren… Tja, aber damit brauchen sie nun keine neuen – wenn die Kaufjacken schon mal da sind, werden sie auch getragen.
  2. Warme Winterjacken? Ich habe schon ein Schnittmuster hier, weil ich im vergangenen Jahr eine für meine Tochter nähen wollte. Bin dann aber nicht dazu gekommen und habe ihr dann – fast am Ende es Winters – dann doch eine neue Winterjacke gekauft. Also fällt dies für sie auch aus, die vom letzten Jahr passt noch. Mein Sohn könnte eine Winterjacke gebrauchen. Mhm, das Schnittmuster Zorian von Farbenmix kann sowohl für Jungs als auch für Mädchen verwendet werden. Die Kapuze ist zum Anknüpfen und der Kragen geht bis zum Kinn, so ist der Hals schon geschützt.Vielleicht wage ich mich ja daran? Das erste Mal eine gefütterte Jacke mit Innenjacke und Isolierung… wieder eine Herausforderung. Immerhin: Stoff für die Oberjacke hätte ich schon – da habe ich mich verkauft.Ich möchte mich aber noch nicht so ganz festlegen – vielleicht nähe ich sie jetzt im Zuge des Herbstkind Sew Alongs, vielleicht aber auch erst etwas später.
  3. Viel entscheidender war, dass meine Kinder bereits im März Jacken von mir einforderten. Und zwar solche, die genauso aussehen, wie die die ich für ihre Cousine genäht habe: diese Collegejacke nämlich:„Genauso eine möchten wir auch haben!“ Punkt aus fertig.
    Ich weigerte mich aber im Frühling, weil beide noch zwei Kapuzenjacken hatten, die ihnen auch beide noch passten. Aber bereits im März beschloss ich, dass sie als Übergangsjacke im Herbst solch eine Collegejacke bekommen sollten.

Damit ist also die Entscheidung gefallen: zwei Collegejacken nach dem total tollen Schnitt „Herzblatt“ von Fred von Soho!

Ich habe diesen Schnitt bzw. den Erwachsenen-Schnitt, der der Gleiche nur in groß ist, nun bereits sechs mal genäht! Nr. 6 ist heute fertig geworden und hat es noch nicht auf meinen Blog geschafft. Nr. 5 zeige ich Euch morgen. Im EBook sind Kids in der Jacke abgebildet, die ihr Geburtsjahr hinten drauf appliziert haben. Ich fand die Idee so gut, dass ich in diesem Jahr statt Geburtstags-T-Shirt Geburtstags-Jacken verschenke. Nicht immer zeitgerecht zu den Geburtstagen, aber nun gut.

Zur Stoffauswahl: wie vier der sechs Jacken werden ich auch diese Herbst Kind Sew Along-Jacken aus Sweat nähen. Schön kuscheliger Wintersweat. Dazu breit gestreifter Bündchenstoff und Sweat für die Ärmel. Die erste Collegejacke – Mamas Herzblatt – hatte ich aus Fleece genäht – war etwas zu „labberig“. Die Baby-Collegejacke habe ich aus Strickstoff genäht – das fand ich ganz schön. Jetzt aber wieder Wintersweat, liegt hier schon rum.

Zur Farbauswahl: da weiche ich nun etwas von den bisherigen Kinder-Collegejacke ab. Bisher gab es petrol oder royalblau mit hellgrauen silber Glitzerärmeln oder für meinen Patensohn mit mittelgrauen Ärmeln. Die Baby-Jacke für ein Mädchen war rosa-pink – fand ich ganz passend. Die beiden Herbst Kind Sew Along-Jacken für meine Kids werden etwas von meiner bisherigen Farbwahl abweichen. Hoffe, meine Kids erinnern sich nicht mehr daran, dass beide „genau so eine wie die von der Cousine“ haben wollten 🙂 .

Welche Farben es denn nun sein werden bleibt aber noch ein bißchen eine Überraschung – etwas Spannung muss ja bleiben. 🙂

Eure Charla, die jetzt noch den Post für morgen vorbereiten muss. Guten Nacht!

Verlinkt bei Klararabelle Herbst Kind Sew Along 2017 #2 – Startschuss und Ideensammlung

Im SHO!-Fieber – KnickerSHO!cker

Ich kann es wohl nicht mehr leugnen: ich bin im einfach SHO!-Fieber. – das ist einfach sho. Nachdem ich durch Zufall auf das one SHO!ulder Schnittmuster gestoßen bin, mir dann beim Stöbern auf der Homepage von einfach SHO! die Sackhose wieder auffiel, die ich schon vor längerer Zeit mir merken wollte, nun, da war es um mich geschehen.

Die Schnittmuster sind einfach genial! Außergewöhnlich wie das one SHO!ulder Shirt oder die Sackhose, aber auch nur einfach SHO!en wie das Lady SHO!ert.

Direkt nachdem ich zwei one SHO!ulder (hier und hier) und sechs Lady SHO!erts (auf drei Post verteilt: hier, hier und hier) für mich genäht hatte, kam ein neues Ebook heraus: die KnickerSHO!cker. Ähm, also, es kam gestern raus… ich konnte mich nicht halten… süchtig eben. Eine Kniebundhose kombiniert mit einer Haremshose. Dieses Schnittmuster fällt wieder eindeutig unter die Variante „außergewöhnlich!“ Aber so etwas von außergewöhnlich, dass ich echt gespannt bin, wie oft ich auf die Hose angesprochen werde 🙂 .Ich wußte auch sofort welchen Stoff ich dafür nehmen werde: den wunderbaren Summerjeansstoff von Lillestoff. Ich hatte mir schon vor einiger Zeit davon 2 m zugelegt, weil ich Hosen für die Kids nähen wollte – nun wurde daraus eben eine Hose für mich. Was für die Kinder ist noch abgefallen…Damit es richtig stilecht wird, habe ich überall wo es ging doppelt mit orangenem Garn im Dreifachgeradstich abgesteppt – ein elastischer Stich, der den typischen Jeanscharakter wieder gibt.

Im Ebook wird erwähnt, man könne die Hose auch prima aus Wildlederjersey nähen – davon habe ich auch  noch genug, sollte eigentlich eine Legging werden, aber hierfür ist der Stoff viel besser!

Eure Charla, die gleich morgen mal die Reaktionen auf die neue Hose „in freier Wildbahn“ testen wird

Verlinkt bei RUMS #34/17 und bei LilleLiebLinks #34/17

Einfarbige Lady SHO!erts als Basisgarderobe

Nun zum Abschluss meiner T-Shirt-Produktion noch drei einfarbige Lady SHO!erts – solche brauche ich dringend zur Kombination mit meinen bunten Röcken. Wie die anderen auch mit runden Ausschnitt statt V-Ausschnitt, am Ausschnitt 2 cm schmaler und an den Ärmeln 2 cm länger gemacht. Die ersten beiden sind zudem um 1 cm länger als im Schnittmuster vorgesehen. Alle Shirts sind nichts Besonderes, alle ganz laaangweilig einfarbig 🙂 :

Türkisfarbene Lady SHO!ert:
Dies ist aus Jersey, wobei der sehr fest ist. An der Hüfte spannt es nun etwas, weswegen ich wohl bei weiteren Shirts bei solchem Stoff dort ein wenig zugeben muss. Auch die Länge könnte ich bei Jerseyshirts generell um 3 cm kürzen – hier habe ich es aber nun in lang gelassen. Der etwas festere Stoff shoppt sich nicht so schön wie leichterer.
Mittelblaues Lady SHO!ert:
Dieses Shirt ist aus Viskosejersey, der schon seit Monaten in meinem Schrank schlummert. Ich wollte nun mal den Vergleich haben zwischen Modal – ich liebe den Stoff auf der Haut – und Viskosejersey. Aus diesem Stoff habe ich mal ein Kleid angefangen, mit Chiffon als zweite Lage, aber das ist nie beendet worden. Daher habe ich bisher noch keinen Viskosejersey auf der Haut gehabt. Testergebnis: das Tragegefühl ist ähnlich wie Modal, aber etwas „kälter“. Modal ist warm, weich und fließend, Viskosejersey kalt, dabei aber ähnlich weich und fließend.

Pinkes Lady SHO!ert:
Wieder aus Jersey – aus der Restekiste bei Lillestoff ca. 90 cm lang. Hat genau gereicht! Für 8,- € das Kilo erstanden – da kriegt man so 2 bis 3 Meter für. Hier also mal wirklich ein preisgünstiges Shirt in toller Qualität. Wie bei dem türkisfarbenen Jerseyshirt festgestellt, habe ich dieses hier 3 cm kürzer genäht und von der Taille zur Hüfte hin 1 cm breiter gemacht. Perfekt diesmal.

Ach ja: Nähzeit pro Shirt zum Schluss zwischen 45 Minuten bis 1 Stunde inkl Stoff raus suchen und Zuschnitt. Es wäre bei zügigerem Arbeiten auch in 30 Minuten möglich… 🙂

Eure Charla, die sich nun der Jackenproduktion zugewandt hat. 6 Collegejacken stehen auf dem Plan, eine davon ist schon fertig

Verlinkt bei RUMS #34/17

Lady SHO!ert Nr. 3

Nachdem ich das für mich passende T-Shirt-Schnittmuster gefunden und auf meine Bedürfnisse etwas angepasst hatte – ich habe euch gestern hier davon berichtet – konnte ich nun mit der Massenproduktion für mich beginnen. Ich brauchte dringend T-Shirts!

Lady SHO!ert Nr. 3 (Schnittmuster von Silke von einfach SHO!) habe ich aus normalen Jersey genäht – wieder von Lillestoff (der Vorteil wenn man in der Nähe vom Lagerverkauf wohnt 🙂 ) – oder auch Nachteil… wenn man mal schnell hinfahren kann, bleibt es meist nicht bei dem einen Stoff, den ich mir vorher online raus gesucht habe.

Hier nun einfach ein paar Fotos. Ein toller Schnitt. Lang und schmal geschnitten, kurze Ärmel und ein weiter Ausschnitt, den ich für mich allerdings 2 cm enger gemacht habe. Und U-Ausschnitt statt V-Ausschnitt.Am Hals ein schmaler Jerseystreifen. Ich hatte noch überlegt, ob ich einen Kontraststreifen in dunkelblau oder türkis nehmen soll, bin jetzt aber ganz glücklich, dass ich den Hauptstoff genommen habe:An den Ärmel- und am Bundsaum einfach eingeschlagen und festgesteppt. Bei diesem Shirt habe ich den Saum unten um 3 cm gekürzt, damit das mit dem Design des Stoffes besser aussieht. Die Rückseite ist aus dem passenden Kombistoff.Eure Charla, die Euch morgen dann noch einige einfarbige zeigen wird. Die fehlten mir dringend.

Verlinkt bei AfterWorkSewing #34/2017 , leider nicht bei MeMadeMittwoch wegen Sommerpause, Ich-Näh-Bio Linkparty #34  und LilleLiebLinks # 33/17