Hannover 96-Unterhosen

Ich hätten im letzten Sommer nicht so oft mit unseren Kindern, vor allem nicht mit unserem Sohn, die Fußball-WM gucken sollen! In der Vorrunde, als die Spiele um 15:00 Uhr liefen, hatte ich ganz viel mit ihm geguckt, später dann auch abends die Deutschlandspiele. Ganz dolle mitgefiebert mit kleinen Deutschlandflaggen und Tröten und Jubeln und allem was dazu gehört. Island und Deutschland hatten es den beiden ganz dolle angetan, wie ihr an diesem Beitrag hier auch sehen könnt. Fahnen malen waren zu der Zeit auch im Kindergarten „in“.

Und nun habe ich ja vor kurzem diese Unterhosen für meinen Sohn genäht. Ganz unten im Beitrag ein Foto von den zwei Fußballhosen – sind etwas untergegangen, weil ich sie erst Abends genäht hatte und dann noch schnell in den Beitrag eingefügt hatte. Hier noch einmal das Foto zur Erinnerung:

img_20170124_082749-mlMein Sohn wollte unbedingt das Gummiband mit den Fußbällen kaufen! Darauf hat er bestanden, nicht nur die mit den Sternen. Ich fand die Gummibänder doof, weil ich da nicht meine bunten Jerseyreste verbraten konnte, aber was tut man nicht alles um Sohn glücklich zu machen. „Okay, für zwei Hosen!“

Ich schnitt also den Stoff in schwarz und grün für die Hosen zu – und tauschte im letzten Augenblick noch die Mittelteile aus, so dass er nun eine schwarz-grüne und eine grün-schwarze Unterhose hat. Ich fand das die beste Wahl zu dem Gummiband.

Ich legte ihm dann eine davon auf seinen Anziehstapel. Ich zog mich morgens gerade an, als er mit der Hose ins Zimmer kam. Er trug sie – ungelogen – zwischen Daumen und Zeigefingern angewidert vor sich her: „Was ist das denn, Mama?“
???
„Na, eine der beiden Unterhosen mit den Fußbällen!“
„Aber Mama, warum hast du da nicht rot, da schwarz und da gelb gemacht?“ fragte er und zeigte auf die Hose von links nach rechts. „So ziehe ich die nicht an!“ (Das hatten wir ja schon ein paar Mal).
???
Eine Deutschlandunterhose ??? Nee, das geht nun wirklich zu weit, das wollte ich ihm nicht nähen, wer kommt den auf so eine bekna… Idee???
Ich war sprachlos und in Erklärungsnot und wusste echt nicht, was ich sagen sollte. 🙂 🙂 🙂

Mein Mann war mit im Zimmer und hatte dann die rettende Idee: „Aber guck mal, schwarz grün sind doch die Farben von Hannover 96, Mama hat dir Hannover 96-Unterhosen genäht!“
Sohn guckte skeptisch.
Papa: „Du weißt doch, was Hannover 96 ist, oder soll ich dir das im Internet noch mal zeigen?“ Gefragt, getan, Internet geguckt und Sohn das Hannover 96-Logo gezeigt:  Schwarz grün.
Sohn guckt immer noch skeptisch.
Papa: „Das ist doch cool, oder?“
Sohn: „Ich überleg noch.“  🙂 🙂 🙂
Kurz danach: „Okay, das ist cool, aber nur, wenn das Logo hier vorne drauf kommt.“
??? 🙂 🙂 🙂
Nun gut, im FanShop das Logo zum Aufbügeln bestellt, aufgebügelt und sicherheitshalber noch festgenäht. Ich hoffe, es stört ihn nicht, weil es so hart ist.

img_20170214_161359-mlEure Charla, die es wieder mal geschafft hat, ihren Sohn glücklich zu machen – mit wahrscheinlich den teuersten Unterhosen der Welt 🙂 🙂 🙂

Verlinkt bei Kiddikram Februar 2017

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Tochter näht: ein Stifteetui für ihren Bruder

Und weiter geht es mit den Tochternähwerken. Sobald sie ein Projekt aus ihrem Buch zu Ende genäht hat, sucht sie sich ein Neues aus. Leider kommt die Mama nicht immer hinter her, um dann mit ihr zu nähen.

Bei diesem Stifteetui hatte ich ihr daher ganz viel freie Hand gelassen. Wenn da nicht alles so ganz gerade ist, ist ja auch egal. Bei einem langen schmalen Gürtel muss die Naht gerade sein – aber hier? Lass sie mal machen, dachte ich mir immer wieder. Ich habe fest gestellt, dass ich zu perfektionistisch bin und ihr immer zu oft reinquatsche.

„Mamaaaa, nei-hein, ich mach das jetzt!“
„Ja-ah – ist ja gu-hut.“ 🙂
Manchmal nicht so ganz einfach unsere gemeinsamen Näherfahrungen. 🙂

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Mein Sohn suchte die Stoffe aus der Restekiste zusammen – wieder ganz andere Stoffe, als ich erwartet hatte. Einen Reißverschluss aus meinem Fundus brauchte ich noch und dann konnte es losgehen.

Wie man sieht: ich habe ihr gaaaanz viel freie Hand gelassen: selber eingezeichnet, selber geschnitten, beim Reißverschluss annähen musste ich helfen, da war an ein paar Stellen der Reißverschluss nicht mit gefasst. Auch das richtige Zusammenstecken habe ich für sie gemacht: wo kommt welcher Stoff den nun hin. Aber das Zusammennähen hat sie dann komplett alleine gemacht, und Nahtzugabe am Schluss zurechtschneiden dann auch.

Dabei passierte es leider: der Reißverschluss wurde ganz kurz abgeschnitten! So kurz, dass nach dem Wenden der Zipper drohte immer raus zu flutschen. Daher nähte ich ganz schnell das Webbandstück an, einfache Naht war mir etwas zu unsicher. Nicht schön genäht, aber wenn da ein Sohn steht, der schon damit gerechnet hat, endlich sein Stiftemäppchen zu kriegen und dann doch warten muss und man eigentlich etwas ganz anderes machen wollte, dann wird das halt nicht schön.

Ach ja, noch etwas: in das Stifteetui passen nur bereits mehrmals angespitzte Bundstifte, normale Filzstifte sind zu lang. 🙂 🙂 🙂

Eure Charla, die sich bei diesem Projekt ordentlich zurück halten musste, so krumm und schief!!!

Verlinkt bei Kiddikram Februar 2017, creadienstag  #266 und HoT #87

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Ich nähe mir ein Cocktailkleid Teil 2: Nesselmodell(e) nähen

Der zweite „Ich nähe mir ein Cocktailkleid“-Beitrag. Im ersten Teil habe ich das Schnittmuster für mich angepasst, was gar nicht mal so einfach war. Nun geht es endlich ans Nähen.

Aber!

Das Buch empfiehl ein – wenn nicht sogar zwei – Probemodelle aus billigem Nesselstoff zu nähen. Und bei Bedarf das Schnittmuster dann nochmal zu ändern. Und so viel wie ich im Vorfeld im Schnittmuster geändert hatte – da sollte ich dann wirklich eine Probemodell machen.

Irgendwie war ich dann total gestresst: „Wie mache ich das jetzt alles? Wie geht es richtig?“ Im Buch hier und da gelesen, ist da jetzt überhaupt Nahtzugabe im Schnittmuster enthalten? War nicht auf dem Schnittmusterbogen eingezeichnet sondern irgendwo im Buch auf Seite xy vermerkt. Wie mache ich das dann mit dem Probemodell? Mit Beleg, ohne Beleg? Wieder das Buch von vorne bis hinten 🙂 durchgelesen: Aha, also Probemodell ohne säumen, ohne Belege. Dann muss ich ja, damit es richtig passt, am Hals und an den Armausschnitten die Nahtzugabe weg schneiden? Richtig? Wieder war ich total unsicher – dabei nähe ich ja jetzt schon zwei Jährchen. Und früher auch immer mal wieder. Und ein Abendkleid hatte ich mir vor Jahren auch schon mal genäht – aber irgendwie bin ich jetzt hier bei diesem Projekt total unsicher.

Meine ersten Nesselmodelle – aber eine sehr sinnige Idee, wie ich feststellte.

Zunächst machte ich vor lauter Schusseligkeit Fehler bei den Abnähern – und hatte, als das erste Nesselmodell-Oberteil fertig war, gedacht, dass meine Schnittmusteranpassung ja total für die Hose war. Da passt ja nix, noch nicht einmal annähernd. Bis ich dann dahinter gestiegen bin, dass ich die Abnäher auf der Nahtlinie ausgeschnitten hatte! 🙂 🙂 🙂 Es sind nicht meine ersten Abnäher, die ich mache, und dennoch passiert mir so ein dusseliger Fehler!! Aber immerhin konnte ich so an dem ersten Nesselmodell erkennen, dass Vorder- und Rückteil um ca. 3 Zentimeter verlängert werden müssen. Wie ich es ja geahnt hatte – ich hatte ja die Oberlängenanpassung im ersten Schritt vergessen.

Also: zweiter Versuch. Alles brav nach Vorgabe – ohne Fehler ! – genäht. Am Rückenteil habe ich die 1,5 Zentimeter Nahtzugabe für den Reißverschluss umgebügelt und meinen Mann dann gebeten, dort einfach mit Stecknadeln zusammen zu stecken. Tja, das Nesselmodell-Oberteil Nr. 2 war jetzt deutlich besser, aber noch nicht okay.

Hier ein Foto auf der Puppe:

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  1. Unter den Achseln war an den Seiten zu viel Stoff. Ist meistens so: ich habe nun nicht eine schöne schlanke Taille und eine Sanduhrform, sondern bin eher gerade. Also: abstecken (siehe Foto) und gleich auch am Schnittmuster geändert.
  2. die Schultern hatte ich im Schritt 1 zu dolle abgeschrägt. einen halben Zentimeter zu viel (siehe Foto). Auch hier neu gesteckt und gleich im Schnittmuster geändert.
  3. der seitliche Brustabnäher war zu weit oben und zu dolle in der Mitte (siehe Foto). Um einen Zentimeter nach unten versetzt und etwas nach außen. Abnäher neu eingezeichnet – so langsam habe ich Erfahrung darin.
  4. im Rücken, da wo der Reißverschluss ist, war im oberen Bereich auf einer Länge von ca. 10 Zentimeter zu viel Stoff. Ich habe einen leicht nach vorne gebeugten Nacken. Im Buch fand ich keine passende Beschreibung für eine Schnittmusteranpassung. Also lies ich meinen Mann einfach seitlich so viel Stoff abstecken bis es dort richtig schön am Körper an lag.

Und dann wieder an den Zuschneidetisch: Nesselmodell Nr. 3 zuschneiden! Ich hatte ja wieder ganz viele Änderungen vorgenommen, da wollte ich auf Nummer sicher gehen. Und viel Arbeit macht es wirklich nicht: ich habe mich ja nur auf das Oberteil beschränkt. Einzeichnen, Nahtzugabe am Hals und am Armauschnitt wegschneiden, ausschneiden, Abnäher nähen, Schulter und Seitennähte schließen, im Rücken die 1,5 Zentimeter umbügeln. Fertig!

Wieder anprobiert, wieder von meinem Mann abstecken lassen. Was soll ich sagen? Dieses Modell passt wie Faust aufs Auge! Was ist das toll! Richtig maßgeschneidert! Wahnsinn! Ich liebe mein Nesselmodell-Oberteil Nr. 3! 🙂 🙂 🙂

img_20170213_101616-mlDen Rock habe ich nicht mehr als Nesselmodell angepasst. Das fand ich nicht notwendig. Zur Berechnung der Stoffmenge für den Rockteil wird einfach die gesamte Taillenbreite des Oberteils gemessen und 3 Zentimeter Nahtzugabe dazu addiert. Dann werden in bestimmten Abständen Markierungen gemacht, die Quetschfalten gelegt, festgeheftet und anschließend wird das Rockteil an das Oberteil genäht. Abschließend Reißverschluss rein und säumen. An dem Nesselmodell könnte ich höchstens die Länge prüfen, aber das kann ich am fertigen Rock auch. Die genaue Lage der Taille habe ich jetzt bereits an dem Oberteil-Nesselmodell festlegen können. Also habe ich mir diese Arbeit gespart: 3 mal Oberteil probegenäht reicht auch aus!

Eure Charla, die begeistert von diesem Mehraufwand ist: so hilfreich das Ganze!

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Karneval Sew Along 2017 – Zwischenstand

Karnevals Sew Along 2017 - ZwischenstandUff, ich hatte gedacht, ich wäre schon wieder zu spät. Besuch, Krankheit, Dies und Das zu erledigen, Cocktailkleid, das ich viel lieber nähen möchte als Karnevalskostüme – aber es geht ja kein Weg daran vorbei, die Kostüme müssen am Rosenmontag, 27.02. fertig sein. Also hier mein Zwischenstand zum Karneval Sew Along 2017.

Immerhin habe ich alle Schnitte. Meine Tochter hatte sich ja kurzfristig von „Detektiv“ auf „Blätterelfe oder Blätterfee“ oder auch einfach nur „Baum“ um entschieden. Ich habe auf Pinterest ein einfaches Kostüm gefunden, wo ein Shirt zerschnitten wird und dann mit Blättern aus Filz beklebt wird. Genauso mache ich es auch, nur dass ich ein Kleid doppellagig nähen werde und die obere Schicht dann zerschnitten wird. Dadrunter kommt eine dunkelgrüne Legging – vielleicht ja auch braun, als Stamm? Da muss ich noch mal Tochter befragen. Heute nachmittag wollen wir los legen.

img_20170210_120323-mlSohn möchte als roter Ninja Ninjago gehen. In schwarz hat er das Kostüm, aber nein, „der Rote! Der mit Feuer!“ Angeblich hätte der auch keine Schwerter, sondern nur „Feuerkugeln“, für die ich ihm Taschen an das Shirt nähen soll. Nun hat er in einer Zeitung gesehen, dass er doch ein Schwert in der Hand hat, aber nur eins. „Okay, Mama, ein Schwert und ein Feuerball. Eine Tasche. Und ein Gürtel, damit ich das Schwert da rein stecken kann.“- „Ai ai, Sir!“

Zwei rote Sweatshirt-Hosen hat er, die muss ich nicht nähen. Skikapuze habe ich ein Schnittmuster, aber der rote Jersey in dem Laden war zu orange, den habe ich liegen gelassen. Der Pulli selber war in Sweat geplant, aber mir ist aufgefallen, dass es viel zu warm im Kindergarten werden wird und die da rumtanzen werden. Lieber doch Jersey. Den roten Sweat (ganz unten im Stapel auf dem Foto) kann man immer noch mal gebrauchen, also ab ins Stoffregal. Applizieren werde ich die Gurte in schwarz, die die Ninjas um sich geschlungen haben, und das Feuer-Zeichen von Kai (so heißt der Rote) in Gelb. Nicht die Lego-Augen, wie man es öfter gesehen hat. Finde ich zwar persönlich sehr niedlich, aber mein Sohn möchte es gern anders.

Also: auch hier liegt noch ein bißchen Arbeit vor mir.

Eure Charla, die heute nachmtitag mit Tochter Blätter ausschneidet und anklebt

Verlinkt bei Malamü – Karneval Sew Along 2017 – Zwischenstand

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Ich nähe mir ein Cocktailkleid Teil 1: Schnittanpassung

Ich nähe mir ein Kleid. Ist ja nichts besonderes… nun ja. Es soll ein Cocktailkleid werden. Aus einem etwas festeren, nicht elastischen Stoff. Wildseide oder Taft oder so. Den Stoff habe ich zwar schon, aber was es genau ist, wird noch nicht verraten.
Mhm, dass ist dann doch etwas anderes als ein einfaches Jerseykleid. Welches Schnittmuster?

Ich hatte mir schon vor mehr als einem Jahr das Buch „Kleider nähen“ von Tanya Whelan gekauft. Daraus nehme ich jetzt das Schnittmuster. Ich las mir das Buch sehr genau durch – also alles das, was für mich in diesem Moment relevant war. Uff, das wird gar nicht so einfach. Mit Abnäher, Belegen oder Futter, Einlagen, nahtverdeckter Reißverschluss… uiuiui…

img_20170204_204617-mlAls Schnitt entschied ich mich für das Basic-Oberteil mit Bateau-Ausschnitt, etwas weiter ausgeschnitten als im Buch geplant. Der Rock soll mit Quetschfalten genäht werden, finde ich schöner als normale Falten.

Als erstes musste ich das Schnittmuster für das Basic-Oberteil und die Vorlage für den Bateau-Ausschnitt abpausen. Kleines Manko an den Schnittmusterbögen, die hinten im Buch drin sind: die Größen sind nicht angegeben, man muss abzählen (oder die 12 Schattierungen von hellgrau bis schwarz genau auseinander halten können 🙂 ). Beide abgepausten Teile übereinander legen und den neuen Ausschnitt einzeichnen. Dabei habe ich die Kurve etwas tiefer gezeichnet. Das Rückteil wird ohne Vorlage abgeändert. Bis hierhin kein Problem.

Aber! Dann kam das Problem: meine Maße. Brust: Größe 38, Taille: Größe 40, Hüfte: Größe 40/42. Welche Größe nehme ich? Im Buch stand: nach der Taille richten und dann zur Brust und Hüfte angleichen. Außderm sind die Schnittmuster für Körbchengröße B ausgelegt, ich habe A. Dann noch: Rückenlänge und „wo sitzt die Brust“? Hhm, auch da stimme ich nicht mit dem Schnittmuster überein.

Also musste ich als zweites das Schnittmuster modifizieren.
Und hier wurde es echt kompliziert.

Ich fing mit der Schulterbreite an – stimmte überein. Eigentlich habe ich etwas breitere Schultern, aber weil ich ja Größe 40 zugeschnitten habe passt es dann an den Schultern auch gut. Super. Dann die Schulterschräge: ich weiß, dass ich etwas hängende Schultern habe, und tatsächlich: hier musste ich anpassen. Es steht zwar alles im Buch genau beschrieben, aber dennoch war ich teilweise überfordert. Letztendlich habe ich es so gemacht, wie ich es am logischsten empfunden habe. Die Schulterschräge wurde eingezeichnet, ein neuer Abnäher hinten in die Mitte. Dadurch, dass meine Schultern am Armausschnitt 1,5 cm tiefer liegen, muss dann unter der Achsel der Punkt auch 1,5 cm weiter unten liegen, damit die Größe des Armausschnittes nicht verändert wird. Und das heißt wiederum: den Rundung des Armausschnittes anpassen. Gaaanz viele Linien:

img_20170204_201536-mlUnd dann das Gleiche an der Vorderseite. Holla die Waldfee, da habe ich ganz schön lange dran gesessen. Vorne habe ich falsch gemessen, weil ich nicht an den Abnäher hinten gedaccht habe und die Schulterbreite ja gleich sein muss. Daher sind hier ein paar mehr Linien als notwendig:

img_20170204_201415-mlJetzt kam der (wenig vorhandene) Busen dran. Hier wird erst einmal der Brustpunkt ermittelt, mit anderen Worten: wo liegt die Brustwarze? Auch hier kam ich nicht so ganz klar, obwohl es in dem Buch mit Beschreibungen und Hilfslinien, die gezogen werden müssen, nur so wimmelt. Anscheinend ist mein Brustpunkt nur minimal höher als üblich. Die Körbchengröße habe ich angepasst, aber weniger, als im Buch angegeben – dann stimmten meine Maße schon. ??? Ob das so alles korrekt ist? Und ganz vergessen habe ich meine Rückenlänge: da hätte ich um 2,5 cm verlängern müssen. So ein Scheibenkleister aber auch. Auf den Schnittmuster wimmelte es inzwischen von Strichen und Klebebändern:

img_20170204_201456-mlWas jetzt tun? Nochmal alles von vorne???
Ich nahm noch einmal Maß: na, mit der Rückenlänge könnte es gehen, dann sitzt die Taille halt einen Zentimeter zu hoch. Und außerdem habe ich ja den Halsauschnitt etwas größer gemacht, also muss ich beim Schnittmuster ja einen Zentimeter in der Höhe dazu geben. Das mit der Länge wird demnach okay sein. Und die Körbchengröße? Die Maße stimmen mit meinen jetzt überein, also wird das auch schon passen.

Und außerdem nähe ich ja als nächstes ein Probemodell, ganz so wie es im Buch steht. Das sogenannte „Nesselmodell“. Aber davon berichte ich im Teil 2.

Eure Charla, die mit immer mehr Erfurcht das Schneiderhandwerk betrachtet

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Einfach schön: Turnbeutel-Nähabend

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Ich hatte für drei Tage eine ganz liebe Freundin zu Besuch, die ich seit nun mehr, einmal schnell nachrechnen, … 25 Jahren kenne. Mit ihr hatte ich vor knapp 24 Jahren oder so mal den VHS-Nähkurs belegt, in dem ich die Kastenjacke aus Wollvlies genäht habe, von der ich unter der Rubrik „Über mich“ berichtet habe.

Sie verfolgt meinen Blog und findet meine genähten Sachen ganz toll (welche gute Freundin tut das nicht? 🙂 ). Meine Tochter zeigte ihr dann auch noch ganz stolz, was sie (meine Tochter) schon alles genäht hat und blätterte mit meiner Freundin ihr Nähbuch durch, das sie zum Geburtstag geschenkt bekommt hatte. Tochter:  „Als nächstes nähe ich den Turnbeutel hier für meinen Bruder.“

Freundin: „Oh, der ist ja toll, nähst du mir auch einen?“ Und ab da war klar: diese Freundin fährt nicht ohnen Turnbeutel nach Hause! 🙂

Ich stellte ihr meine obligatorische Baumwoll(reste-)kiste hin, sie solle sich Stoff aussuchen. Sie war ganz begeistert von meinen Vorräten und stellte sich ihren Turnbeutel zusammen, während ich online nach einem Schnittmuster suchte – das Schnittmuster aus dem Buch hatte nur Maße für einen Kinderturnbeutel. Wir brauchten noch eine Kordel, aber weil wir sowieso noch zusammen zum Stoffkaufen inkl. -beratung für mich zum Stoffladen fahren wollten, war das kein Problem.

Nachmittags hatte ich dann also zeitweise zwei „Schüler“ an ihren Nähmaschinen sitzen, denen ich Anweisungen gab, was wie woran und wie rum zusammen genäht werden sollte. Ich plante bei dem Turnbeutel für meine Freundin eine Trennwand mit ein, damit die Schuhe die Klamotten nicht dreckig machen. Damit war meine Freundin etwas überfordert… 🙂 . „Wie kommt das? Warum so kurz?“ Am Schluss, als der Innenbeutel dann in den Außenbeutel steckte, und nur noch oben der Tunnelzug genäht werden musste, kam dann „Ah, jetzt kann ich mir das vorstellen!“ 🙂 🙂 🙂 (Leider kein Foto von gemacht 😦 ).

Meine Tochter hatte irgendwann keine Lust mehr, Abendessen stand auch an, aber abends ging dann die Nähstunde mit meiner Freundin weiter.

img_20170202_205905-mlSie konnte ihr Werk abends dann auch fertig stellen und am nächsten Tag dann gleich mitnehmen. Hier ist das gute Stück:

img_20170203_101052-mlEs war ein sehr schöner Besuch. Komm bald wieder!

Eure Charla, die es ganz spannend fand, als „Nählehrerin“ unterwegs zu sein. Eine Anweisung hatte ich nicht präzise formuliert (für mich war logisch, wie sie nähen sollte), aber sie hatte es prompt anders gemacht – was aber nach meinen Anweisungen her für sie logisch war. 🙂

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Bärliner Hoodie zum Dritten

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Er ist einfach ein Basicteil, davon kann man nie genug im Haus haben. Dieser Bärliner Hoodie hier ist der letzte aus meiner Probenährunde von Berlinerie. Ich hatte mir den tollen Stepper von Albstoffe schon vor dem Probenähen gekauft, um mir daraus einen schönen bequemen Hoodie zu nähen.

dscn0481-mlDas ist mir gelungen.

dscn0504-mlIch liebe den Bärliner Hoodie, weil er so schön lang und dabei tailliert geschnitten ist. Ob man nun Kragen oder Kapuze näht, oder mit Bauchtasche, Kordelbändern und Bündchen bleibt einem ja selbst überlassen.

dscn0502-mldscn0511-mlHier habe ich wieder die Astronautenkapuze genäht, diesmal mit Kordeln und SnapPap-Unterlegung an den Ösen. Ich überlegte, SnapPap noch anderswo als Designelement anzubringen, entschied mich dann aber für das kleine Stück Webband an der Tasche.

dscn0491-mlEure Charla, die jetzt nicht mehr frieren muss

Verlinkt bei RUMS

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BH-Einsteigerpaket „Linda“ von Sewy

Nun bin ich schon zwei Jahre in der Blogger- und Nähwelt unterwegs, und erst vor ein paar Tagen bin ich auf „Sewy“ gestoßen. Wie es zu dieser Zufallsbekanntschaft kam, weiß ich nicht mehr. Ich habe von einem Facebookeintrag zu einem Blog geklickt und dann mal hierhin und mal dorthin und plötzlich war ich auf einem Blog, wo von „BH nähen“ die Rede war. BH nähen? Mhm, habe ich noch nie drüber nach gedacht – aber warum nicht? Ich fing an zu lesen, las Interessantes über Sewy und einem Bloggertreffen und einen Nähkurs bei Sewy – und einen Tag später bestellte ich mir das Nähpaket „Linda“ von Sewy.

img_20170127_131908-mlDas Paket ist nun eingetroffen und ist großartig. Alles was man zum BH nähen braucht ist da drin. Ich habe keine Ahnung von BH nähen und es hätte verflixt lange gebraucht heraus zu finden, welches Zubehör alles nötig ist. Hier hat man alle Bänder, Riegel, Verschlüsse, Untergewebe und was weiß ich nicht alles in einem Paket, passend abgestimmt auf den Stoff, den man dort auch bestellen kann. Weiterhin kann man sein Paket selber gestalten: möchte man passendes Garn, passendes Slipgummi (der Stoff reicht aufgrund der Breite noch locker für ein (oder sogar zwei ?) Slips) oder Bügel für einen Bügel-BH dazu haben? Einfach anklicken. Ich habe dann noch das Schnittmuster dazu genommen – wenn man das schon hat, kann man das auch weglassen. Und wenn man alles einzeln kaufen möchte, richtet sich Sewy schlauerweise nach der Gütermann Farbnummer auf den Garnen. Dann hat man alles in einem passenden Farbton. Hier ist der Inhalt meines Pakets:

img_20170127_131834-mlZwar teilweise dunkler oder heller – die hellen Bänder passen in Echt besser zu dem Stoff als es auf den Foto den Anschein hat. Aber alles passt zusammen. Außerdem , glaube ich, sind nicht alle Bänder sichtbar, aber so detailliert habe ich noch nicht in die Anleitung geschaut.

Ich habe die Liste mit dem Inhalt verglichen – so ganz kann ich noch nicht sagen, welches (Gummi-)band welches ist, aber das werde ich noch raus finden. Das „Bügelband“ (wenn es das ist) ist überhaupt nicht elastisch!? Wo kommt das denn hin? Wird das irgendwo aufgebügelt? Hhm??? Habe gerade bei Sewy auf der Homepage geguckt: manchmal habe ich echt ein Brett vor dem Kopf! Das „Bügelband“ heißt „Bügelband“ weil dort der BH-„Bügel“ eingeschoben wird. Und kommt nicht von der Tätigkeit „bügeln“ 🙂 🙂 🙂 Wenn man keinen Bügel nimmt, wird das Bügelband einfach so vernäht und sorgt für Stabilität. – Na, dann ist ja klar, wo das Band hin muss. Und dann ist auch klar, warum es nicht elastisch ist. 🙂

Das wird eine spannende Reise – ich halte Euch auf dem Laufenden und werde euch hoffentlich in naher Zukunft ein tolles Set aus BH und Unterhose zeigen. Aber erst haben andere Projekte Vorrang. Nach meinen Nähplan „Ich nähe mir meine Mini-Graderobe“, den ich euch gestern hier vorgestellt habe, ist das Thema BH im März dran – ob ich das wirklich so lange hinaus zögern kann? Bin ganz hibbelig…

Eure Charla

P. S. Mir ist gerade noch ein Schleifchen aus dem Paket entgegen gepurzelt, wie süß.

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Sew Along „Ich näh mir meine Mini-Gardrobe 2017“

Ich bin auf einen weiteren Sew Along gestoßen, in dem es darum geht, für sich selber im Laufe des Jahres 12 Projekte zu nähen. Was man nähen soll, ist vorgegeben, aber innerhalb der Kategorie ist die Wahl des Schnittmusters und der Zeitpunkt absolut frei gestellt. Hauptsache, man hat am Ende des Jahres 12 Kleidungsstücke mehr im Schrank und somit eine Mini-Gardrobe.

mini-garderobeDer ganze Sew Along „Ich näh mir meine Mini-Gardrobe 2017“ wird von Miriam von Brülläffchen ausgerichtet, die durch einen französichen Blog (Clotilde) auf die Idee gekommen ist. Wenn man sich bis zum vorletzten Tag eines jeden Monats bei ihr verlinkt, kann sie sich rechtzeitig mit Clotilde verlinken und es gibt eine fröhliche deutsch-französiche Linkparty. Hört sich doch toll an.

Als erstes soll man sich etwas Gedanken machen, was man sich denn so vorstellen könnte, was man zu den einzelnen Kategorien nähen möchte – oder wann. Ich dachte mir, dass es  ja ganz praktisch wäre, sich eine Sache für zwei Sew Alongs zu nähen: für diesen hier und für den von Fräulein Ann „12 Themen – 12 Kleidungsstücke“. Ich habe zudem noch auf den „Material Revue 2017“ von Maika von Maikaefer und Janet von Knoepflekistchen geschaut, aber das haut nicht wirkich immer hin.

Also, los geht’s: die 12 Kategorien des „Ich näh mir meine Mini-Gardrobe 2017“ sind folgende:

  1. ein Oberteil aus Webware (unelastisch).
    Dies passt prima zu dem Material „Baumwolle“ der Material-Revue im Juli, und daher wird hier ein ärmelloses Oberteil (12 Kleidungsstücke) genäht. Ein Schnittmuster habe ich noch nicht im Kopf, aber ich denke, da werde ich ein schönes finden. Eine ärmellose Bluse oder die nur oben am Ausschnit zwei drei Knöpfe. Alle drei Sew Alongs abgearbeitet 🙂
  2. ein Oberteil aus Jersey (elastisch).
    Das habe ich bei meiner Planung etwas hin und her geschoben – das ist ein Projekt, das man immer mal wieder dazwischen schieben kann. Ist auch das ganze Jahr tragbar. Im April ist bei der Material-Revue „Jersey“ dran, aber da habe ich ein anderes Projekt vor. Letztendlich habe ich „Oberteil aus Jersey“ für den Oktober eingeplant, aber nur, weil es nirgendwo so richtig passt. Das Oktober-Material ist „Wolle“, von „12 Kleidungsstücke“ das Thema „gut gewickelt“. Das „gut gewickelt“ passt, ich habe vor kurzem ein Wickelshirt gesehen, was mir sehr gut gefallen hat. Also: zwei Sew Alongs abgearbeitet.
  3. Bluse.
    So gar nicht mein Ding – bis auf die ärmellose „Bluse“, die ich bei Oberteil Webware nähen werde. Aber so eine richtige Bluse mit langen Ärmel und Kragen… nee, zieh ich nicht an. Daher kommt das Thema in den Januar – und damit wird es nicht mehr genäht. Das Januar-Material „Tüll & Taft“ lasse ich auch aus. Kein Sew Along abgearbeitet. 😦
  4. Rock.
    Das ist einfach. Rock kommt zu Rock, fertig. Das wäre dann nach „12 Kleidungsstücke“ der Juni. Passt ja auch zeitlich ganz gut, so einen kurzen Rock für den Sommer. Vielleicht nähe ich da wieder einen der Wickelwenderöcke von Verplüscht und Zugenäht, die ich mir schon lange mal wieder nähen möchte. Es gibt aber auch den durchgeknöpften Rock Bella als Freebook von Rosa P. , den könnte ich mir auch ganz gut vorstellen. Das Material-Thema ist „SnapPap“ – mhm, damit aufpeppen kann man den Rock bestimmt, aber ich denke, SnapPap sollte im Vordergrund stehen. Also hier: zwei Sew Alongs abgearbeitet 🙂 .
  5. Shorts (über den Knien endet).
    Mhm, trage ich Shorts? Eigentlich nicht. Aber vielleicht gibt es ja doch ganz schöne Sachen… Also könnte ich es ja versuchen. „12 Kleidungsstücke“-Thema „Beinkleidchen“ ist im August dran. Passt also zu einer kurzen Hose. Matrial: Kork. Nee, nicht passend. Also: zwei Sew Alongs abgearbeitet.
  6. Hose.
    Ja, ja, endlich habe ich eine Grund mich an eine Jeans für mich zu wagen. Im letzten Jahr war ja der Jeans-Sew-Along und ich habe ihn erst zu spät mitbekommen. Dort wurden ja viele schöne Schnitte vorgestellt, ich glaube, ich fand die „Boyfriend“ (oder „Girlfriend?“) am tollsten. Da muss ich noch einmal recherchieren. „Hose“ ist das Kleidungsstück für August („Beinkleidchen“) den ich ja schon belegt habe. Material „Jeans“ ist leider nicht in der Material-Revue vorgesehen (warum eigentlich nicht?), daher steht es mir völlig frei, wann ich nun meine Jeans nähe. Ich habe mir die nun für den November notiert. Das „November-Material“ Kunstfell werde ich nicht bearbeiten, und das „November-Kleidungsstück“ „Schick in Strick“ wohl auch nicht. Ein Sew Along abgearbeitet.
  7. Einteiler.
    Ja, endlich kann ich mir meinen Jumpsuit nähen. Das Schnittmuster habe ich schon gekauft – dachte ich. Habe gerade in meinem Schnittmuster-Ordner gesucht und nichts gefunden. Vielleicht als Papier-Schnitt im reellen Ordner? Mal schauen. Ansonsten muss ich mich auf die Suche machen. Der Jumpsuit wird aus „Jersey“ und deckt damit das April-Material ab. Das „12 Kleidungsstücke-Thema“ von April ist „gut be Tucht“ – was soll ich im Frühling mit nem Tuch? Da wird der Einteiler genäht. Also: zwei Sew Alongs abgearbeitet. 🙂
  8. Kleid.
    Brauche ich bereits Anfang März, also muss es im Februar genäht werden. Passt auch zum „12 Kleidungsstücke-Februar-Thema“ „gezipptes“. Ich werde jetzt endlich ein Kleid aus dem meinem Buch „Kleider nähen“ von Tanya Whelan nähen. So mit Beleg und Futterstoff und so. Soll schließlich ein tolles Kleid für eine Abendveranstaltung werden. Ein Etuikleid? Eins mit einem geschlitzen Ausschnitt? Ein Bateau-Ausschnitt? Mit Quetschfalten? Oh oh, der kommende Monat wird spannend. Zwei Sew Alongs abgearbeitet.
  9. Mantel.
    Tja, ich habe keinen. Brauche ich einen? Das ist die Frage. Vielleicht. Ich packe in mal ans Ende des Jahres, in den Dezember, wenn es wieder kalt ist. „Festliches“ ist das „12 Kleidungsstücke-Thema“ im Dezember. Könnte ja passen. „Filz“ – nein, passt nicht. Also ein oder zwei (oder gar kein) Sew Along abgearbeitet… 🙂
  10. Jacke.
    Jacke ist dagegeben wieder einfach. Steht bereits auf meiner To-sew-Liste und Material ist bereits gekauft: Kunstleder. Also packe ich das Thema zu dem „September-Material“ „(Kunst-)Leder“. Das „12 Kleidungsstücke-Thema“ ist dann „das Gewisse etwas zum drüberziehen“ – na das passt doch. Also: drei Sew Alongs abgearbeitet. Das einzige Problem: die Collegejacke „Mamas Herzblatt“ von Fred von Soho möchte ich schon im Frühjahr nähen – aber da sind alle Monate schon belegt. Mal sehen, wie ich das deichsel.
  11. Lingerie.
    Das passt total super: ich habe gestern bei „Sewy“ das „Nähpaket Linda“ bestellt. Ist bereits zu mir unterwegs. Ich bin ja mal so gespannt, wie es ist, einen BH zu nähen. Da freue ich mich schon total drauf. Weil der Februar für das Kleid drauf gehen wird, kann ich den BH erst im März nähen. Material-Thema im März „Wachstuch“ – nein, der Stoff ist „Mikromodal“. „12 Kleidungsstücke“-Thema im März „Lieblingshoodie“ – ich habe gerade zwei Hoodies hier gezeigt, der dritte kommt nächste Woche. Mehr Hoodies brauche ich nicht. Also: ein Sew Along abgearbeitet.
  12. Badeanzug.
    Spannend. Genauso spannend wie BH nähen. Noch nie gemacht, wird dringend benötigt. Mein alter Badeanzug ist schon ganz abgeschrubbelt und nahezu durchsichtig, ist auch so an die 15 Jahre alt oder so. Also: ich werde mich dieses Jahr daran versuchen, einen Badeanzug für mich zu nähen. Da er spätestens im Sommer gebraucht wird, muss er früher genäht werden: im Mai. Das „Mai-Kleidungsstück“ „Kleiderwahl“ ist bereits abgearbeitet, das „Mai-Material“ „Frottee“ werde ich nicht bearbeiten – daher passt es doch. Vielleicht kommt ein Frottee-Strandkleid-Badetuch-Überwurf dazu 🙂 . Also: ein oder zwei Sew Alongs abgearbeitet.

Na, das ist doch mal ein Plan, oder? Mal sehen ob das alles zu den „12 colours of handmade fashion“ Sew Along passt, den Selmin von Tweed & Greet veranstaltet. Wie es mir scheint, legt sie die Farben aber immer erst zu Beginn des Monats fest. Vielleicht kommt da noch eine Übersicht.

12 Colours of Handmade Fashion Logo_2Eure Charla, die ganz gespannt auf ihr Nähjahr 2017 schaut – es wollen ja noch andere Sachen genäht werden wie die Schultüte für meinen Sohn zum Beispiel. Es wird nicht langweilig hier auf meinem Blog.

 

Verlinkt in der Projekt-Liste von Brülläffchen (#ichnähmirmeineminigarderobe2017)

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Und noch ein Bärliner Hoodie …

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… weil er so schön ist. Erst gestern habe ich euch hier einen Bärliner Hoodie gezeigt, den ich im Rahmen eines Probenähen von Berlinerie genäht habe. Das Schnittmuster gibt es hier.

dscn0541-mlIch finde das Schnittmuster wirklich toll: ein schön hüftlanger Hoodie, aber leicht tailliert, so dass man nicht aussieht als ob man einen Sack an hat. Mit Astronautenkapuze, leicht überlappender Kapuze oder mit Kuschelkragen. Alle drei Varianten einfach, aber schön.

dscn0546-mlAn vielen anderen Hoodieschnitten gefällt mir das ganz Gedöns am Kragen nicht, die Dreifachüberlappung oder Wickelkragenzeug… was mir bei den Hoodies dann nicht gefällt  ist, wenn dort auf der einen Seite von der Kapuze die Kordel ganz weit oben sitzt, auf der anderen Seite irgendwo unten, weil es bei der Überlappung nicht anders möglich ist. Hier kann alles schön mittig angebracht werden und fertig. Der Hoodie überzeugt durch seine Schlichheit und taillierte Form – ein absolutes Basicteil.

dscn0542-mlJa, ich habe jetzt viel Werbung gemacht – aber aus Überzeugung. So wie der Hoodie jetzt sitzt gefällt er mir an mir wirklich gut. Besonders die Astronautenkapuze – wie hier bei diesem Hoodie – hat es mir angetan.

dscn0547-mlDies ist mein dritter genähter Bärliner Hoodie. Aus Jersey und daher eine Nummer kleiner genäht, da das Schnittmuster auf Sweat auselegt ist.

Ich hatte überlegt, welchen Stoff ich nehme oder ob ich nochmal neuen kaufen muss. Ich hatte noch die Reste von dem „diving with sharks“-Stoffen,  weil mein Sohn und mein Patensohn davon Shirts bekommen haben. Da der Stoff im Rapport ist und auf der einen Seite der große Hai ist, sonst die kleinen, hatte ich noch genug Stoff mit den kleinen Haien übrig. Und genau einen großen Hai auf einem recht kleinen Stück – genau passend für die Tasche. Ich legte mir also den Stoff zurecht, als mein Sohn dazu kam.

dscn0548-mlSohn: „Was machts du damit?“
Ich: „Ich nähe daraus einen Pulli für mich!“
Sohn: „Och, das ist doch mein Stoff!“
Ich: „Aber du hast doch daraus schon einen.“
Sohn: „Stimmt. Dann frage ich Mattis und Tom (Anm.: Kumpels aus dem Kindergarten), ob die auch so einen Pulli haben wollen, okay, Mama?“ 🙂

dscn0553-mlNein, nicht okay. Daraus wird ein Pulli für die Mama! Jetzt können er und ich im Partnerlook gehen. 🙂 Wird ja noch schöner, wenn der Sohn Werbung für Mamas Nähkünste macht. 🙂

Eure Charla

Verlinkt bei RUMS #4/2017 und bei LilleLiebLinks #04/17

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