„Monstersurprise blau“

Als ich den Stoff in der Vorschau gesehen habe, war klar: sobald der in Langenhagen beim Lagerverkauf von Lillestoff erhältlich ist, kaufe ich ihn! So süß wie die Monster zwischen den Streifen durchlinsen… 🙂Mein Sohn wollte einen Hoodie mit Bauchtasche haben. Ich wählte das Schnittmuster aus der Ottobre 4/2017 „Salty Wind“ mit überlappender Kapuze in Größe 134. Bei unserem altbewährten Schnittmuster „Paul“ bzw. „Leo“ von Pattydoo wird der Kapuzeneingang langsam etwas zu eng (ja, mein Sohn hat einen Dickkopf). Ich hätte den natürlich selber etwas weiter schneiden können, aber ich wollte mal ein neues Schnittmuster ausprobieren. Hier ist die Kapuze allerdings etwas zu groß – also muss ich mir doch irgendwie ein Mittelding selber zusammen basteln.Der Hoodie hat anderen Taschen als im Original vorgesehen – die schienen mir etwas zu kompliziert zu nähen. Und mein Sohn wollte eine Tasche zum Durchgreifen 🙂 . Also schneiderte ich ihm eine Tasche in Anlehnung an die Bauchtasche von Paul/Leo, allerdings mit größerem Eingriff. In der Breite hätte ich sie auch ein wenig größer machen können – ist mir im Nachhinein aufgefallen.Im Original hat das Schnittmuster an den Seiten unten einen kurzen Reißverschluss – den habe ich ebenfalls weg gelassen.

Ein kleines Problem hatte ich noch: ich hatte nicht genug Stoff gekauft! Aus 70 cm Stoff kann ich in Größe 134 zwar einen Pulli nähen – aber keinen mit Kapuze. Egal wie ich die Schnittmusterteile hinlegte: entweder Kapuze oder Ärmel, beides zusammen ging nicht. Och menno! Die Kapuze wollte ich auf jeden Fall im Monsterstoff nähen, aber die Ärmel ganz in einem anderen Stoff fand ich doof. Ich schob das Schnittmuster auf dem Stoff hin und her und klickte im Internet nach Designbeispielen für den Stoff. Und siehe da: auf dem einen Foto bei Lillestoff (von „Von Mäusen und Nähten“) wurden die Ärmel am Ellenbogen getrennt und mit orange und schwarz kombiniert. Coole Idee! Nachgemacht, danke für die Inspiration, liebe Simone. So konnte ich den Stoff für die Ärmel nämlich aus schmalen oberen Streifen ausschneiden, der noch übrig blieb. Hoodie gerettet.Ich hatte nur noch ganz wenig von dem knallorangenen Stoff, den ich dann als schmale Streifen einsetzte. Eins kam zum anderen: erst an den Ärmeln, dann an der Kapuze und zum Schluss beschloss ich, den orangenen Stoff auch als Tascheneingriff zu verwenden. So entstand der Hoodie Schritt für Schritt – am Anfang wusste ich gar nicht so genau, was dabei herum kommt.

Und nun finde ich den total klasse! Insgesamt ist der Hoodie etwas groß und die Kapuze erst recht, aber so hat er noch länger was davon.

Eure Charla

Verlinkt bei Nähzeit am Wochenende vom Nähkäschtle, Kiddikram November 2017 und  Made4Boys November 2017, Ich näh Bio #37 und bei der Biostoffe-Linkparty im November von Selbermachen macht glücklich. Und bei LilleLiebLinks #46/17 natürlich.

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Noch ein halbes Dutzend „Unterhemden“

Mein Mann möchte schon seid laaaanger Zeit weiße T-Shirts zum Drunterziehen – mal wieder. Vor fast genau einem Jahr habe ich ihm bereits diese T-Shirts genäht (ach, da sieht man die ja gar nicht: hatte keine Fotos gemacht 🙂 ) und die werden immer sofort angezogen. Die gekauften weißen Shirts werden immer weniger, immer oller, immer ausgeleierter. So langsam hat er außer den 6 genähten kaum noch weiße T-Shirts im Schrank – dabei zieht er sie täglich unter den Hemden an.

Nun gut, als ich die Unterhemden für die Tochter nähte forderter er dann rigoros: das nächste was du nähst sind meine T-Shirts! Tja, nun ja, es sind noch zwei Shirts und ein Hoodie für meinen Sohn dazwischen gekommen, aber die zeige ich euch später. Hier schon einmal die fertigen Werke, ganz unspektakulär:Ran an die Arbeit: ein Shirt probegenäht, um zu gucken, ob das vorhandene Schnittmuster noch passt und ob ich auch alle Änderungen richtig aufgeschrieben habe. Ja, alles okay. Dann fünf auf einmal zugeschnitten und auch gleich jeweils Vorder- und Rückenteil links auf links hingelegt. Dann brauchte ich die beiden Stoffteile nur noch nehmen und zusammen nähen. Zwischendurch Ärmel einnähen, Seiten schließen und das nächste Shirt unter die Overlock gepackt.

Zum Schluss nähte ich bei allen 6 nacheinander das Halsbündchen an (aus Jersey, sieht am besten aus, hatte ich vor einem Jahr bei den anderen Shirts getestet), steppte alle Bündchen nacheinander fest und säumte dann jeweils Ärmel und Saumbund. Fertig. Ich hatte mir eine Länge von 44 cm beim Halsbündchen aufgeschrieben – ein oder zwei Zentimeter zu kurz, wie ich finde, aber mein Mann ist mit der Weite am Hals zu frieden.

Im Grunde eine schnelle Arbeit – wie ja so oft bei Dingen, die man lange vor sich her schiebt. Im Nachhinein ist man erstaunt, wie schnell es dann geht.

Eure Charla, die jetzt wieder etwas für sich näht. Ich habe zwei drei Ideen im Kopf und auch zwei Schnittmuster inklusive Stoff hier liegen. Ich kann mich nicht entscheiden, womit ich weiter mache…

Verlinkt endlich mal wieder bei „Nähzeit am Wochenende November 2017“ vom Nähkäschtle (irgendwie komme ich an den Wochenenden immer nur sporadisch an die Nähmaschine)

Ein halbes Dutzend Unterhemden für die Tochter

Nun war es endlich so weit: das viert letzte Unterhemd meiner Tochter wurde dem Bruder vermacht. Die gab es damals im Dreierpack zu kaufen, daher sind nun noch genau 3 Hemden übrig. In Größe 146/152 – normal trägt sie zur Zeit 134/140. Aber sie hat einen langen Oberkörper, daher musste ich die Hemden immer in größer kaufen. Die anderen waren noch 134/140 – die sind nun definitiv zu kurz. Und gerade jetzt im Herbst mag ich nicht, wenn der Rücken unten nackig ist. Also diese hier jetzt in schön lang: Da die drei gekauften Hemden ganz gut sitzen, habe ich kurzerhand einfach ein Hemd auf Packpapier gelegt und abgezeichnet. Nahtzugabe dazu – fertig. Das erste Probehemd war etwas zu eng, weil sich der Jersey doch etwas weniger dehnt als das Unterhemd, das zwar kein Rippenshirt ist aber doch sehr „labberig“. Also: Breite angepasst und los ging die Produktion.

Hier kamen meine Stoffreste von 70 cm endlich mal zum Einsatz. Auf dem Stoffmarkt oder im Laden habe ich hin und wieder 70 cm-Abschnitte gekauft – das ist genau die richtige Länge um Shirts für meine Kids zu nähen. Für die Arme oder Vorder-und Rückenteil zum kombinieren. Aber irgendwie ließen sich diese Stoffe nicht wirklich kombinieren und lagen hier rum. Nun haben sie ihre Bestimmung gefunden.Eingefasst habe ich die Unterhemden am Hals- und an den Armausschnitten mit elastischem Einfassgummi. Dies habe ich auch bei diesen Tochter-Unterhosen gemacht und bin sehr zufrieden damit. Bei einem Jerseystreifen ist die Einfassung oft ein bißchen dick, finde ich. Man muss mit der Länge etwas rum probieren: am Halsausschnitt ist das Einfassgummi 4 cm kürzer, an den Armausschnitten gleich lang plus Nahtzugabe.

Ich habe von den meisten Stoffen noch kleine Reste übrig – die habe ich für passende Unterhosen zur Seite gelegt. Da werden die alten langsam zu eng. Eins der nächsten Punkte auf meiner to-sew-Liste.

Eure Charla

Verlinkt bei Made4Girls Oktober 2017 und Kiddikram Oktober 2017

Collegejacke Nr. 8

… und für dieses Jahr die letzte! Es ist schön, einen Lieblingsschnitt zu haben, aber bei dieser Jacke hat mich dann irgendwann die Motivation verlassen.

Es ist wieder mal die Collegejacke „Herzblatt“ von Fred von Soho – diesmal für meine Tochter. Ich habe sie beim Herbstkind Sew Along 2017 von Klararabella begonnen, aber wegen Krankheit nicht rechtzeitig fertig stellen können.Ich hatte hier in diesem Beitrag überlegt, welche Farben ich denn nun nehmen sollte. Rot, grau, weiß, hellgrauglitzer, rosa standen zur Auswahl, aber wie kombinieren? Ich habe letztendlich meine Tochter befragt und keiner der drei von mir vorgeschlagenen Kombinationen wurde gewählt. Im Grunde ist es aber meine Variante 3, nur mit einem anderen dunkelgrauen Stoff, der nicht so strukturiert war, ein kuscheliger Wintersweat.Die Jacke konnte ich nun nahezu ohne Anleitung nähen, hatte aber ganz zum Schluss doch noch einen Fehler eingebaut: ich hatte kein Schrägband zum Versäubern der Halskante. Ich dachte mir, ich kann auch Falzgummi nehmen – aber das ist leider nicht breit genug. Das ist da zwar jetzt am Hals dran, aber umklappen konnte ich es nicht mehr, so dass es nun so überhaupt keinen Zweck erfüllt 🙂 . Aber nun gut, ist ja nicht schlimm.Änderungen zum Original wie immer: Halsbündchen 2 cm breiter und am Saum unten einmal rundherum abgesteppt.

Ein einziges Tragefoto habe ich: wir waren im Kino, aber die Kids waren zu aufgedreht um anständige Fotos zu machen.

Eure Charla

Verlinkt bei creadienstag #301, HoT #122, Made4girls Oktober 2017 und Kiddikram Oktober 2017

Collegejacke Nr. 7

Über diese siebte von mir genähte Collegejacke – wieder das Schnittmuster Herzblatt von Fred von Soho – habe ich euch schon in meinen Berichten zum Herbstkind Sew Along 2017 von Klararabella auf dem Laufenden gehalten. Leider war ich vier Tage krank und konnte weder an die Nähmaschine noch einen Blogbeitrag erstellen. Die Frist sich für das Finale zu verlinken war dann abgelaufen – schade, bei den anderen Terminen hatte man immer ein bißchen Luft! Nun gut, dann bekommen meine Jacken eben ihren eigenen Beitrag.

Collegejacke Nr. 7 habe ich nun endlich für meinen Sohn genäht – nachdem nun fast alle (noch nicht ganz, aber die müssen jetzt leider bis zum Frühjahr warten) alle Kids von Freunden und Schwester eine bekommen haben.

Hier ein paar Rumtobe-Fotos beim Tag der offenen Tür des Biohofes, wo unsere Eier herkommen:Und rein in den Sand!Ich hatte mir die Jacken für meine Kids extra für den Herbst aufgehoben, weil beide noch zwei Sweatshirt-Jacken hatten, die ihnen noch passten. So langsam werden die nun etwas eng und kurz an den Ärmeln.

Zudem haben wir diese Jacke von meinem Sohn verloren – snief! Die hatte noch gepasst und ich hatte gerade erst den Reißverschluss repariert. Und dann hat die irgendjemand bei einem Punktespiel von meinem Sohn mitgenommen! Einfach so! Eine selbstgenähte, bestickte Jacke einfach so mitgehen lassen – ich find das krass! Es war noch ein anderes Fußballspiel gleichzeitig auf dem Gelände und wir hatten die Jacke ganz weit entfernt von uns liegen gelassen – aber trotzdem!

Aber gut, jetzt hat er eine neue Kuscheljacke – allerdings ohne Kapuze. Dafür mit Druckknöpfen. Kleines Manko: er braucht sehr lange, um diese zu schließen! Daher möchte er sie nicht in der Schule anziehen – da muss es ja immer schnell gehen. Ein bißchen schade ist das, weil die Jacke nun doch nicht so oft getragen wird wie erhofft.Dafür war sie sehr hilfreich, als wir bei einem seiner Fußballspiele beim Außwärtsspiel auftauchten: großer Verein, viele Plätze, sehr viel los. Ein Mann kam von hinten auf uns, schaute also auf die Rückseite der Jacke:

Dann sprach er uns an: „Ach, ihr seid von der G-Jugend! Letzer Platz hinten links!“ 🙂

Wer genau hinschaut: die Jacke ist schon versaut vom Biohof! Weiß ist doch keine Farbe für meinen Sohn, auch wenn nur so minimal verwendet. 🙂

Vernäht habe ich kuscheligen Lammfleece, die Ärmel sind melierter Sweat. Applikationen mit weiß und mittelblauen Jersey und das Bündchen wie bei allen meinen Collegejacken breit geringelter Bündchenstoff von Lillestoff. Nur dort habe ich etwas breiteres Bündchen gefunden. Druckköpfe von Knopftruhe.de.Wie alle meine Collegejacken haben alle Jacken das breit geringelte Bündchen wie die Originaljacken aus den 80er Jahren. Die waren allerdings noch breiter, aber solche habe ich wirklich nicht gefunden.

Änderungen zum Originalschnitt: Halsbund 2 cm breiter, überhalb des Saumbundes rund herum abgesteppt.

Eure Charla

Verlinkt bei Creadienstag #299 , Handmade on Tuesday #120Made4Boys Oktober 2017

Herbstkind Sew Along 2017 – Einblick: der letzte Feinschliff

Wie weit sind wir mit unseren Jacken? Fast fertig? Nur noch Feinheiten zu erledigen? Dies sind die Fragen für diesen Teil des Herbstkind Sew Along 2017 von Klararabella.

Ich hatte ja drei Jacken auf dem Programm – hier in meinem letzten Beitrag zum Herbstkind Sew Along habe ich sie detailliert vorgestellt. Die Kommentare dazu waren: du hast dir aber viel vorgenommen!

Und? Habe ich es geschafft?

Jacke Nr. 1: Collegejacke für den Sohn.
Fertig und bereits mehrmals getragen. Etwas schade ist: er kann die Knöpfe noch nicht alleine zumachen (wer denkt denn an so etwas?). Also kann er die Jacke nicht in der Schule anziehen … nun gut, da wird er ja auch bald die Winterjacke brauchen 🙂 . Hier ein kleiner Einblick – könnt ihr sie erkennen? 🙂

Jacke Nr. 2: Collegejacke für die Tochter.
Fast fertig. Für das Lillestoff-Festival hatte ich die Jacke im Vorfeld komplett zugeschnitten und mit allem bebügelt, was zum drauf bügeln war (Einlage und Applikationen). Samstag vormittag hatte ich dann beim Festival einen Nähtisch ergattert und konnte all das nähen, was ich mit der Nähmaschine erledigen konnte (Applikationen, Säume zusammen nähen und teilweise abstepen). Sonntag früh war ich so früh auf dem Festival, dass ich 45 Minuten mit meiner Overlock Zeit hatte, alles zusammen zu nähen bevor mein Workshop begann. Saumbund und Halsbündchen muss ich jetzt noch annähen und dann ist auch diese Jacke fertig.

Danke für Eure Kommentare bezüglich der Farbauswahl. Ich habe dann doch meine Tochter befragt, was sie denn möchte – warum bin ich nicht eher drauf gekommen? Das Ergebnis? Erst beim nächsten Mal, hier nur ein kleiner Einblick: Jacke Nr. 3: Die Winterjacke für den Sohn.
Tja…. ich habe angefangen mit dem Betüddeln… Stickereien vorne, hinten, an den Ärmeln, auf den Taschen… uff. Webband an den Ärmeln und an den Taschen. Reflektorfolie an den Ärmeln, den Taschen, am Rückenteil, am Reißverschluss … wo noch? Ach ja, Kapuze habe ich noch nicht angefangen, aber da soll auch Reflektorfolie, Webband und Stickerei drauf. Ich hab noch einiges vor mir.Zugeschnitten ist auch noch nicht alles, lediglich die Außenteile, die ja bestickt werden. Ich muss nochmal schauen, ob ich überhaupt alle Zutaten für die Winterjacke zusammen habe. Passendes und genug Bündchen zum Beispiel. Man braucht ja echt viel, um so eine Jacke zu nähen:
Oberstoff: statt roter Seeland jetzt dunkelblauer Outdoortex. Von dem roten hatte ich nicht genug und den wollte mein Sohn auch nicht.Thinsulate: war etwas überrascht wie dick das ist. Hatte mit einer dünnen Schicht wie eine Einlage gerechnet.
Innenfutter: Baumwollteddylüsch. Erst wurde es vom Postboten nicht zum angegebenen Termin abgeliefert und ich erhielt die EMail „wird zu einem anderen Termin geliefert.“ An dem Termin war ich dann aber nicht da und das Päckchen lag dann in der Filiale. Am ersten Tag als ich es abholen wollte, war die Post vormittags außer der Reihe geschlossen. Also am nächsten Tag wieder hin … Grmpf.
Innenfutter für die Ärmel: ich hatte gelesen, Plüsch oder Fleece sei für die Ärmel nicht geeignet, weil man da nicht so rein flutscht. Die Ärmel vom Pulli würden so kleben. Also kaufte ich fertiges Steppfutter. Ich überlegte noch, ob ich das auch vorwaschen sollte, dachte, damit könne ja nicht viel passieren. Aber holla die Waldfee: das ist ordentlich eingelaufen!
Stickdatei: gekauft und bereits fleißig benutzt.Reißverschlüsse: zwei verschiedenen gekauft, mal sehen, welcher mir dann besser gefällt. Zuerst muss ich den Kragen annähen, dann kann ich die Länge des Reißverschlusses zu schneiden.
Reflektorpasel: gleich eine ganze Rolle gekauft, kann man immer mal gebrauchen.

Druckknöpfe, Reflektorstoff für Streifen zum Aufnähen, Vlieseline, Webband und Stylefix sind vorhanden. Wobei mir das Webband aus gegangen ist – hoffentlich kriege ich noch mal das gleiche, ansonsten muss ich mal sehen.

Ihr seht also: ich habe noch einiges vor mir. Wie lange haben wir noch?

Eure Charla

Verlinkt bei Herbstkind Sew Along 2017 #4 

Einfach einen Rollkragenpulli nähen

„Direkt Maß nehmen & loslegen. Du brauchst keinen Schnittbogen!“ So steht es auf dem Buch „Näh dir deinen Style!“ mit Anna von einfach nähen. Das hat mich angesprochen, weil ich jetzt mehr für mich nähen möchte und es nahe liegt, dies nach meinen Maßen zu machen. Ich buchte beim Lillestoff-Festival Annas Kurs. Im Lillestoff-Programm stand was von „Anfängern“ – das habe ich einfach mal überlesen.

Denn für Anfänger ist Annas Prinzip genial! Annas Motto ist ohne großen Aufwand und Abzeichnen von Schnittmustern und Trara sofort mit dem Nähen los legen zu können – einfach nähen eben. Man nimmt Maß, sucht sich ein Schnittmuster aus dem Buch aus und legt los. Natürlich sind es dann „einfache“ Schnitte, wie es auch im Vorwort steht. Also Shirts mit überschnittenen Schultern z.B., an denen die Ärmel einfach gerade angenäht werden. Keine Armkugeln die ausgemessen und genäht werden müssen. Das wäre wieder zu viel des Guten. Einfach, schnell, schön. Und hauptsächliche Zielgrupe: Teenager. „Young fashion“ steht auch auf dem Titel.

Tja, nun. Teenager bin ich nun nicht mehr. Als Anfänger würde ich mich auch nicht mehr bezeichnen. Je näher der Lillestoff-Festival-Termin rückte, desto mehr überlegte ich, ob ich den Kurs verkaufen sollte. Aber zum einen finde ich Annas Tipps auf YouTube oft sehr hilfreich. Oft bin ich bei ihren Videos gelandet, wenn ich ein bestimmtes „Näh“-Problem hatte und gegoogelt habe. „Profi“ – also das Gegenteil von Anfänger –  bin ich noch lange nicht und mir gefiel das Schnittmuster des Rollkragens aus ihrem Buch sehr gut. Ich greife vorweg: hier meine Umsetzung davon:Außerdem dachte ich mir, dass so ein schöner einfacher Kurs zum Abschluss doch auch was Nettes wäre. Ich wusste, dass Sonntagnachmittag bei mir die Luft raus sein würde. Also behielt ich den Kurs und freute mich dann auch darauf.

Ich wollte also den Rollkragenpulli nähen und kaufte ganz tollen Stoff bei Grelu Stoffe dafür (Stricksweat „Ben“ von Swafing):

Und fand mich dann pünktlich bei Anna ein. Und was soll ich sagen: Anna ist genauso nett und sympatisch, wie sie auf ihren YouTube-Videos rüber kommt. Wie sie nach so einem langen und anstrengenden Wochenende in ihrem letzten Kurs immer noch so strahlen konnte ist mir ein Rätsel 🙂 . Nach einer kurzen Begrüßung fingen wir an uns zu vermaßen und dann nach unseren Maßen das jeweilige Schnittmuster zu erstellen. Danach ist sie von Frau zu Frau gegangen, immer rundherum, und hat uns individuelle Tipps und Hilfestellung gegeben. Danke, Anna, durch deine lockere fröhliche Art hast du mich aus meinem Nachmittagstief geholt!

Der Rollkragen war dann fix zugeschnitten und weitestgehend genäht – nur der Kragen fehlte noch, was ich aber zu Hause vor dem Spiegel ausprobieren wollte. Der Pulli hat überschnittene Ärmel – man sieht auf dem Foto unten die „heruntergerutschte“ Naht – und lange Armbündchen. Das Saumbündchen habe ich etwas länger gemacht als im Buch vorgegeben – finde ich von den Proportionen her stimmiger. Der Rollkragen ist so wie im Buch angegeben und gefällt mir jetzt auch sehr gut. Ich schwankte zwischen einem engen Rollkragen aus Bündchen oder den weit fallenden hier aus dem Hauptstoff. Ich finde ihn so aber total klasse!Leider habe ich beim Zuschneiden nicht dran gedacht, dass mein Stoff sehr dick ist – ich hätte ruhig ein zwei Zentimeter dazu geben können. Aber auch so ist der Pulli locker genug und zum Beispiel an den Armen weit genug. Nichts engt ein.Ich habe also einen schönen Kuschelpulli für die kälteren Tage – die ja nun leider kommen werden. Man kann also auch einfache Klamotten ohne viel Tam Tam nähen, die dann trotzdem schön und bequem sind.

Ich werde das Buch auf jeden Fall meiner Tochter vermachen, dann kann sie ihr erstes T-Shirt daraus nähen. Es wird ihr auf jeden Fall mehr Spaß machen, mit Metermaßband sich zu vermessen als irgendein Schnittmuster abzupausen.

Eure Charla, die sich nun aber ran halten muss: meine To-Sew-Liste ist laaang!!

Verlinkt bei RUMS #38/17

Lillestoff-Festival 2017 – Meine Eindrücke

Mein ersten Mal Lillestoff-Festival, obwohl ich direkt aus Hannover komme. Ich nähe jetzt seit 2 Jahren und 8 Monaten. Im ersten Jahr wusste ich nichts von Lillestoff-Festival und war am Montag danach zufällig im Lagerverkauf „Tut mir leid, beim Festival wurde so viel gekauft…“. Festival? Im zweiten Jahr habe ich den Zeitpunkt fürs Kaufen der Tickets verpasst und da ich noch nicht bei Facebook war, auch keine Karte mehr nachträglich ergattern können. Diesmal hatte ich mir den Termin, wann die Karten online sind, notiert, mir vorher Notizen gemacht, welche Workshops ich buchen will und trotzdem hatte ich keinen Nähtisch bekommen und meine Lieblingsworkshops waren schon weg. Wahnsinn das Ganze! Aber okay, ein Wochenendticket und zwei Workshops an den Nachmittagen, die sich auch gut angehört haben ist doch super! Vormittags gucken was da so los ist … das Wochenende konnte kommen.

Leider habe ich kaum Fotos gemacht. Ausnahme: die lange Schlange beim Warten:… und die vielen Nähtische im Inneren.

Das Warten draußen war aber ganz nett: ich kam mit drei Frauen neben und hinter mir in der Schlange ins Gespräch. Die eine kam mir von Anfang an bekannt vor und ich durchflog beim Gespräch die ganze Zeit die Nähblogs und Facebook-Gesichter, die ich in den letzten Tagen in der Facebook-Lillestoff-Festival-Gruppe gesehen hatte. Aber irgendwie konnte ich sie nicht zuordnen. Außerdem kam mir ihre Art bekannt vor, ihre Bewegungen beim Sprechen … ich wusste, ich hatte sie schon einmal live erlebt und nicht nur im www. „Wir dürften ja alle im gleichen Alter sein“ – „45“ – „46“ – Hhmm, ein Anhaltspunkt. „Ich komme aus Essen.“ – „Oh, ich wohne in Bochum.“ – „Das ist ja witzig: ich wohne zwar jetzt in Hannover, komme aber ursprünglich aus Herne (Nachbarstadt von Bochum).“ – ??? – „Da habe ich auch früher gewohnt! Auf welcher Schule warst du?“ – Und siehe da: ich habe mit ihr zusammen vor x Jahren das Abi gemacht! Mir fiel sogar ihr Name wieder ein. Seit dem Abi haben wir uns nie wieder gesehen. Und dann stehen wir in der Schlange beim Lillestoff-Festival hintereinander! Zufälle gibt es! Wir haben uns im Laufe des Wochenendes immer mal wieder getroffen und gequatscht.

Als ich endlich drinnen war, habe ich sogar noch einen der zusätzlichen 50 Nähtische bekommen: Nr. 41! Ich habe im Laufe des Vormittages allerdings nur einen Tisch gesehen, der nicht belegt war – aber somit müssen ja alle, die einen Tisch haben wollten, auch einen bekommen haben, oder nicht? Ich stellte meine Sachen auf den Tisch und schaute mich um. Okay, mal in der Halle so rum stromern, was hier so angeboten wird. Ich machte eine kurze Runde, kam an den Tisch zurück. Ein kleines Trüppchen stand davor. „Ist das dein Tisch? Wir würden gerne zusammen sitzen, aber ich habe dort drüben nur einen Tisch bekommen.“ – „Klar, kein Problem, mir ist das egal, wo ich sitze, wir können ruhig tauschen.“ Also Steckdose wieder rausgezogen, Sachen rübergeschafft. Ich war gerade dabei, wieder alles aufzubauen als das nächste Grüppchen kam „Wir würden gerne zusammen sitzen“ … „Okay, organisiere mir einen Tisch und ich wechsel“. Zweiter Umzug… 🙂 Dort blieb ich dann aber sitzen, nähte die Collegejacke für meine Tochter weiter, die ich für den Herbstkind Sew Along 2017 nähe, und schaute mich bei Nähen immer wieder mal um, was so um mich herum los war.

Viele Leute, deren Blogs ich lese oder deren Facebook-Einträge ich verfolge. Hin und wieder ist mir auch der Blogname eingefallen, die ein oder andere habe ich auch angesprochen. Sind auch alles nur Menschen 🙂 . An der Bloggerwand nochmal nachgeschaut – ja, die ist das wirklich! Ah, stimmt, so heißt ihr Blog! Ich selber wurde auch ein paar Mal angesprochen – auch wenn mein Blogname selbst noch nicht so richtig bekannt zu sein scheint. Oder auf meine Hose, meine KnickerSHO!cker, auch im Nachhinein auf Facebook.

Was ich besonders spannend fand: mir die Klamotten angucken. Fast alle sind mit selbstgenähten Klamotten angekommen, sehr viele mit Lillestoff-Stoffen. Ich habe mindestens drei Zsa-Zsa-Mäntel gesehen – hatte auch überlegt, ob ich meinen anziehen sollte. Andere Schnittmuster habe ich auch erkannt „Ah, da ist die Sweet Mama Tunika von Fadenterror“, „Froilein Adda!“ – ein Kleid ist mir aufgefallen, dessen Schnittmuster ich total toll fand. Wollte noch fragen, was das für eins ist, aber dann war diejenige schon wieder weg. Schade.

Mein Workshop Nr. 15 „Nähtipps vom Profi“ am Samstag nachmittag war genauso wie ich es mir vorgestellt hatte: „Blusen-/Hemdenschlitze und Manschetten“. Ich habe bisher zwei Hemden für meine Sohn genäht und bei den Schlitzen brauchte ich zwei verschiedenen Anleitungen, und musste trotzdem noch pfuschen. Nun haben wir gelernt, dass wenn man eine gute Vorlage hat und schön bügelt, das ganz einfach geht! Super! Danke, Wencke (als Vertretung von Anja Zuber), für den tollen Workshop. Hier mein Ergebnis:Abends nach Hause – Kinder ins Bett bringen, keine Party. War aber auch erledigt und bin früh schlafen gegangen. Noch mal ein paar Eindrücke bei Facebook sammeln: „Biete Overlock-Kurs am Sonntag von 10.30 Uhr bis 13.30 Uhr“. ??? Der Kurs von Jafi, der so heiß begehrt ist??? Laut „hier“ geschrien – ja, war noch zu haben. Super!

Somit saß ich Sonntag früh oben in der dritten Etage bei Janine Fink und lernte meine Overlock-Maschine erst einmal so richtig kennen. Total super, genauso das, was in der Kursbeschreibung stand, haben wir gelernt. Vorab sollten wir ein Foto von der Einstellung unserer Maschine für den Normalgebrauch machen, weil wir im Laufe des Workshops mal hier drehten, mal dort verstellten, Nadel rausnahmen und wechselten … jetzt traue ich mich an einen Rollsaum dran, ans Kräuseln, weiß wie eine Flatlock-Naht geht – Genial. Danke Janine, für die tollen wertvollen Tipps und deine Hilfestellungen. Der Workshop hat sich für mich sehr gelohnt!

Im Anschluss alles nach unten geschafft, meinen Platz beim Workshop von Anna von einfach nähen gesucht. In die Schlange beim Büffet gestellt, relativ schnell was zum Essen bekommen und dann in Ruhe gegessen. Praktischerweise hatte ich ja einen Sitzplatz, weil ich ja in einer halben Stunde den Kurs hatte. Und dieser Sitzplat war direkt an der Tombola… Ich konnte also in Ruhe weiter essen und zuhören, ob ich was gewonnen habe … Leider keinen der übers Mikro genannten Gewinne, aber im Laufe des Nachmittages schaute ich in Ruhe die Liste durch und tatsächlich: ein Plottergrundlagen-Buch! Super, ich spiele schon länger mit dem Gedanken, mir einen Plotter anzuschaffen! Also: perfekter Gewinn für mich!

Der Kurs von Anna war auch sehr schön, sie ist von Leut zu Leut gegangen und hat uns Hilfestellung und Unterstützung gegeben. Leider war bei mir die Luft etwas raus, ich war satt und müde, brauchte meinen Kaffee und hatte noch nicht einmal bei den Shops von Lillestoff und Knöpje geguckt. Und bald ist das Festival um! Dennoch ist mein Rollkragenpullover bis auf den Rollkragen fertig geworden. Danke Anna für deine Hilfe beim Ausmessen und deine Tipps, du hast mich mit deinen lockeren fröhlichen Art aus meinem „Nachmittagstief“ gelockt.

Mit 80 cm Traktorjeansstoff, 1,30 m Nachthimmel und passendem Bündchen, einer Goodie-Bag von Lillestoff (ohne den Jaquard-Stoff, den hatte ich an die andere aus der Warteschlange abgetreten, da sie gerne einen Mantel/Cardigan (Zsazsa?) daraus machen würde, aber 1 m dann nicht ausreichen würde), einer Goodie-Bag von Anna, Schnitt- und Bügelvorlagen für einen Kapellenschlitz von Wencke, Probestückchen aus dem Kurs von Janine und um viele Eindrücke reicher fuhr ich dann gegen 18.00 Uhr nach Hause.

Liebes Lillestoff-Team: danke schön für das tolle Festival, für Eure Bemühungen und das liebevolle Kümmern vor Ort. Ihr habt eine tolle Veranstaltung über die Bühne gebracht! Nächstes Jahr wieder!

Eure Charla, die es gerade schwer hat in den Alltag zurück zu kommen

Verlinkt bei Lillestoff Blog – Das war das Lillestoff-Festival 2017

Mein BH ist fertig!

Tja, nun, was soll ich sagen… Manchmal braucht ein Projekt etwas länger … um nicht zu sagen an die 9 Monate… Ich habe Euch hier in diesem Post von meinem BH-Projekt erzählt und Euch mein Paket gezeigt: BH-Linda von Sewy. Wer genau hinschaut: der Beitrag ist vom 28. Januar 2017. Hüstel.Ich habe mich nun zum weiten Mal mit einer Freundin getroffen, um gemeinsam dieses Projekt zu bewerkstelligen. Beim ersten Mal hatten wir versucht uns mit der Anleitung anzufreunden und angefangen zu zu schneiden. Das war im Februar oder so… Danach fehlte uns beiden die Motivation: so ganz einfach wird das ganze Projekt nicht!

Nun hatten wir es aber geschafft, uns erneut zu treffen. Ein unfertiges Projekt hier liegen zu haben geht ja gar nicht! Ich zeige Euch aber hier einmal vorab das fertige Stück (leider habe ich eine Farbe gewählt, die man schlecht wieder geben kann. Oben auf dem Foto im Karton ist der Farbton am ehesten getroffen):Aber zurück zur Herstellung: wir beide hatten unser Sewy-Paket vor uns liegen und mussten quasi wieder bei Null anfangen: Anleitung versuchen zu verstehen… Eine Sache für sich. Wir beschlossen, einfach los zu legen und dann zu überlegen, warum wieso das so in der Anleitung steht und nicht anders.

Anfangs stand natürlich: welche Größe nähe ich? Es gibt extra eine Größentabelle in der Anleitung – und bei Kauf-BHs trage ich 80 A. Also gut, gemessen, 80 stimmt. Brustumfang gemessen … mhm, knapp unter der Cup-Größe A. Blöd. Bei größeren Größen sollte mit Powernet (lag dem Paket bei, ein fester, nicht dehnbarer Tüllstoff) oder Tüll gefüttert werden – wie das mit dem Füttern geht, steht in der Anleitung. Okay, dann füttere ich mein Cup eben mit etwas Volumenvlies nach dieser Anleitung.

Und damit kommen wir zu meinem grundsätzliches Problem beim BH-Nähen: eine Naht soll mehrmals genau getroffen werden. Bei Schritt 1 näht man die Naht zum ersten Mal, bei Schritt 2 ist irgendwas dazu gekommen und dann soll „genau auf der schon bestehenden Naht“ genäht werden. Uff … so präzise zu nähen ist nicht mein Fall. Hier sollte also erst das Futter angenäht werden und die Cup-Teile genau in der Naht zusammen genäht werden. Irgendwann später soll ein Band angebracht werden und wieder genau in der Naht genäht werden. Wie sieht das bei mir aus? Hier auf dem Foto seht ihr die Naht unten am Cup:Drei Nähte irgendwie mehr oder weniger übereinander .. mal sind zwei zu erkennen, mal drei … aber wer guckt da schon so genau hin :-).

Leider sieht der BH von innen jetzt etwas unschön aus, weil die Fütterung mit Vlies natürlich etwas dicker war und die Mittelnaht jetzt so auffällt. Statt die Nahtzugabe in eine Richtung zu klappen und hinterher wegzuschneiden (dann wäre die Innennaht schön gewesen), habe ich die Nahtzugabe in beide Richtungen geklappt und dann festgesteppt – daher auf dem Foto die beiden Nähte quer runter. Beim Tragen ist das aber nicht schlimm: alles schön weich, nichts kratzt.

Nachdem die Cups fertig waren, mussten alle Teile zusammen gesetzt und anschließend die ganzen Bänder angebracht werden. Gut erklärt ist, wie lang die einzelnen Strecken sein müssen, und wo das Band wie gedehnt werden soll. Das war einfach nach zu vollziehen.

Schwieriger war es, heraus zu finden, welches Band/Gummiband wo hin gehört. Es lag zwar ein kleiner Zettel dem Paket bei, wo die einzelnen Bänder und Gummis erklärt werden, aber so in schwarz weiß und klein konnte ich das nicht wirklich erkennen. Also schaute ich auf der Sewy-Homepage nach unter den einzelnen Stichpunkten.

Okay, dies ist das „Unterbrustgummi“ das gehört nach unten. „Gummiband für die obere Kante ausmessen“ – mhm, welches soll ich denn da nehmen? Kurz danach steht in der Anleitung „Zierlitze“ – ahh! das dünne Gummiband mit der Verzierung! Okay, zur Seite gelegt.„Trägerband“ – das war einfach, da waren nämlich die Schieber und die Ringe aufgefädelt. Blieben noch zwei Bänder übrig. Das eine ist das „Bügelband“ – hatte im Januar eine Weile gedauert, bis ich verstanden hatte, das „Bügelband“ von „BH-Bügel“ kommt und nicht von der Tätigkeit „bügeln“ 🙂 . Das wird ganz zum Schluss zur Stabilisierung aufgenäht, auch wenn kein Bügel eingeschoben wird – dort wo man die Naht wieder treffen muss 🙂 .

Übrig geblieben ist ein Gummiband von 70 cm Länge. Ich weiß nicht, was das für eins ist und wo das hin sollte…???  🙂 🙂 🙂

Von der Passform ist der BH ganz okay. Leider von der Cup-Größe her immer noch etwas zu groß  – ich muss wohl eine andere Form wählen. Beim Brustumfang dachte ich während des Nähens immer: „der ist zu eng!“, aber der Micromodal-Stoff ist doch sehr elastisch. Daher dehnen sich die Seitenteile stark aus und ich muss die hintere Reihe beim Verschluss verwenden statt die mittlere wie bei Kauf-BHs. Aber dann passt er sehr gut.

Für komplette Anfänger ist das Projekt doch arg schwierig zu bewerkstelligen und ich gehe davon aus, dass ich auch bei BH Nr. 2, 3 oder 4 noch Fragen haben werde.

Ich weiß momentan allerdings nicht, ob es noch ein BH Nr. 2, 3 oder 4 geben wird…

Eure Charla

Verlinkt bei RUMS #37/17

 

Herbstkind Sew Along 2017 – Einblick: hab ich schon angefangen?

Heute geht es beim Herbstkind Sew Along 2017 von Klararabella darum, Euch einen kleinen Einblick zu verschaffen. Habe ich schon angefangen? Ist der Stoff schon gewählt, gekauft, bestellt? Habe ich mich für einen Schnitt entschieden und ist dieser schon ausgedruckt?

Nun, ich habe meinen ursprünglichen Plan jetzt tatsächlich ergänzt: ich nähe jetzt drei Jacken. Mein Sohn braucht eine richtige Winterjacke.

Jacke 1:
Eine Collegejacke „Herzblatt“ von Fred von Soho wie bereits angekündigt. Für meinen Sohn in Größe 134 in dieser Farbkombination:Der dunkelblaue Hauptstoff ist neu dazu gekommen. Eigentlich hatte ich schon Wintersweat in noch etwas dunkleren Blau hier liegen, aber erstens war der zu dunkel, fast schwarz, und zweitens doch nicht so kuschelig wie ich ihn in Erinnerung hatte. Und mein Sohn braucht eine etwas kuscheligere, eine dünne Sweatshirtkapuzenjacke hat er noch. Größe 134 könnte zwar etwas groß sein (das Herzblatt fällt eher etwas größer aus), aber so kann er noch seine Fußballkapuzenjacke drunter tragen und hat zudem im Frühjahr dann eine perfekt passende Übergangsjacke.

Der Hauptstoff ist dunkelblau melierter Lammfleece von Grelu Stoffe. Schön weich und kuschelig in der Innenseite:Die Ärmel sind dunkelgrau melierter Sweat mit bunten Sprenkeln. Den habe ich schon bei dieser Jacke für die Ärmel verwendet und war von Anfang an für die Jacke für meinen Sohn geplant.

Zum ersten Mal werde ich ein Herzblatt mit zwei Farben kombinieren und nicht nur mit einer. Hier also dunkelblauer Stoff mit dunkelgrauen Ärmeln und kombiniert mit mittelblau und weiß. Dazu breiter Ringelstoff in weiß-mittelblau.

Jacke 2:
Bei der Jacke für meine Tochter bin ich mir nicht sicher, da brauche ich Eure Meinung. Es stehen drei Farbkombinationen zur Auswahl, zudem könnte ich noch ein anderes Bündchen kaufen. Es wird ja auch eine Collegejacke „Herzblatt“.

Farbvariante 1:
meine ursprüngliche Wahl. Roter Wintersweat, schön kuschelig als Hauptstoff, dazu rosa melierter Sweat für die Ärmel – der gleich wie bei den Ärmeln für meinen Sohn. Dazu rosa und weißer Jersey, Bündchen in rosa-rot. Ich könnte auch Bündchen in rot-weiß kaufen.
Ich bin mir nicht mehr so sicher, als ich den rosa Stoff für die Ärmel auspackte. Er hat so einen komischen Rosaton… ein bißchen hautfarbend, fleischig… Passt irgendwie nicht richtig zu dem Rot. Hhm…

Farbvariante 2:
daher habe ich dann den melierten Stoff gegen den altbewährten hellgrauen Glitzersweat ausgetauscht, aus dem ich bisher die meisten Ärmel genäht habe. Auch hier könnte ich statt des gezeigten Bündchen rot-weißes nehmen. Oder aber den weißen Jersey ganz weg lassen… Hhm…


Last but not least Farbvariante 3:
Spontan habe ich dann heute, als ich den Lammfleece für meinen Sohn gekauft habe, auch noch welchen für meine Tochter gekauft. Ich kenne das doch „Das ist ungerecht, wenn der so eine kuschelige Jacke hat und ich nicht!“. Der pink-rosa Ton von dem Lammfleece hat mir aber nicht gefallen, also „musste“ ich dann den mittelgrauen nehmen. Der melierte rosa Stoff für die Ärmel passt nicht dazu, weil beide Stoffe Struktur haben. Da wäre zuviel los auf der Jacke… Der hellgraue Glitzersweat passt dafür perfekt. Damit da Farbe rein kommt dann also neben dem rosa Jersey auch noch roter Jersey, dann passt auch das rot-rosa Bündchen perfekt.

Dies wäre nun mal eine etwas unbuntere Kombination, hauptsächlich Grau, mit Rot und Rosa abgesetzt. Aber warum nicht? Kann auch gut aussehen.

Jetzt seid Ihr also gefragt: 1, 2 oder 3?
Bitte fleißig kommentieren, damit ich zu einer Entscheidung komme!

Freue mich aber schon und möchte heute noch mit der Sohn-Jacke anfangen (er braucht gerade eine: seine absolute Lieblings-Kuscheljacke (diese hier) haben wir letzte Woche bei einem Fußballspiel vergessen und nun ist sie nicht mehr auffindbar – snief!).

Jacke 3:
Die Winterjacke für meinen Sohn (Premiere: das erste Mal eine Winterjacke!) nahm nach und nach Gestalt an. Er braucht eine, ich habe ein passendes Schnittmuster hier liegen („Zorian“ von Farbenmix) und für ein anderes Projekt roten „Seeland“-Stoff gekauft, der sich dann dafür aber doch nicht eignete. Aber als Außenjacke für eine Winterjacke ist er perfekt.

Fehlt noch Thinsulate (Frage an euch: brauche ich das wirklich wenn ich den Seeland-Stoff verwende? Dieser ist winddicht, wasserabweisend, atmungsaktiv und imprägniert) und Vlies als Zwischenschicht und einen Futterstoff. Dafür hat sich mein Sohn Baumwollteddystoff (dehnbar und atmungsaktiv) in sand ausgesucht. Dazu passt dann die Stickdatei „Superheldenbär“ von Kunterbunt-Design – so von wegen „Teddybär“.

Wie? Sticken auf Seeland-Stoff? Einem regendichten Stoff? Geht nicht die Wasserfestigkeit flöten? Das habe ich mich auch gefragt. Ich bin zum einen auf diese Farbenmix-Anleitung „Eine richtig dicke, kuschelige Winterjacke selber nähen“ gestoßen. Dort wird genau erklärt, wie man solch eine kuschelige Winterjacke näht. In der Anleitung wird eine kunterbunt bestickt Jacke gezeigt. Zum anderen habe ich diesen Blogbeitrag von Frau Liebstes  „Aus welchen Stoffen nähe ich eine Winterjacke?“ gefunden. Sie geht direkt auf das Perforieren beim Besticken ein und meint zum einen, dass der Regen, Schnee nicht unmittelbar bis zur untersten Stoffschicht vordringen würde und wer zum anderen doch auf Nummer sicher gehen möchte, kann die bestickten Stellen auch mit „Wasserstopp“ bearbeiten. Kenn ich zwar nicht, werde ich mir aber bestellen.

Bei meiner Recherche bin ich noch auf diesen Blogbeitrag von mobouki  „Mädchenfeuerwehrjacke“ gestoßen (auch wenn der Blog wohl nicht mehr aktiv betrieben wird). Total klasse! Ich werde auch mit Reflektorband arbeiten – Refektorpaspelband habe ich, glaube ich, nicht mehr. Mal in meinem Fundus kramen. Aber Reflektorstoff ist noch genug da. Das wird ein Spaß – ich freue mich jetzt schon auf das Betüddeln dieser Jacke.

Eure Charla, die sich nun doch etwas ranhalten muss…

Verlinkt bei Klararabellas Herbstkind Sew Along 2017 #3 – Einblick: hab ich schon angefangen?