„Lilla“ Pusteblume

Als ich bei Lillestoff war, wollte ich unbedingt Modal kaufen. Ich wollte den Stoff gerne einmal unter der Nadel haben und ihn tragen, nachdem ich nun so viel darüber gelesen hatte. Daher sollte mein letztes Shirt „Lilla“  aus dem Probenähen von Textilsucht aus Modal sein: würde bestimmt prima zu dem legeren Schnitt passen. Hier mit kleinem Ausschnitt:

Ich entschied mich für „Durchgepustet (klein)“, obwohl ich eigentlich kein Schwarz trage – irgendwie zu dunkel für mich. Aber das Muster find ich schön und die anderen Modal-Designs eher weniger. Also: zwei Rapporte, wird schon irgendwie passen. Den Rapport gab es vor kurzem mit einem größeren Motiv – da hätte es locker auf das Shirt vorne drauf gepasst. So, mit dem kleineren Rapport, musste ich etwas friemeln: wenn das Motiv in der Mitte sitzt, hatte ich oben nicht mehr genug Stoff. So ein Blödsinn aber auch. Daher musste das Motiv so weit oben sitzen. Nicht so ganz perfekt, aber okay.

Beim Nähen war es nach Anfangsschwierigkeiten ganz okay. Sehr dünn und sehr fluffig, da zieht die Maschine den Stoff gerne ein. Also am Anfang genug Stoff stehen lassen, damit der Anfang nicht in der Maschine verschwindet und wirklich 1 cm Nahtzugabe statt nur Füßchenbreit. So ging es dann auch mit dem Nähen, zwar nicht so ganz präzise, aber es ging.

Beim Beleg hatte ich wieder so meine Schwierigkeiten: da habe ich nun eine kleine Kurve im Ausschnitt und ein einer Stelle guckt der Beleg raus – vielleicht hätte ich hier einen anderen Stoff nehmen sollen?

Wie auch immer: ich habe nun ein schönes Shirt aus Modal – trägt sich wunderbar leicht und luftig. Es soll den Schweiß gut aufnehmen und transportieren, daher ist das nun mein Fitness-Studio-Shirt geworden.

Ihr bekommt das Ebook bis Freitag, 19.05.2017 noch zum Einführungspreis bei Textilsucht. Hier könnt ihr euch noch einige Designbeispiele anschauen.

Euro Charla

Verlinkt bei LilleLiebLinks

Merken

Merken

Shirt „Lilla“ von Textilsucht

Basicsachen für mich fehlen in meinem Schrank! Ganz klar. Die Kinder kriegen immer zuerst selbstgenähte Klamotten und ich bleib auf der Strecke. Daher schickte ich sofort meine Bewerbung ab, als ich las, dass Julia von Textilsucht ein Shirt mit U-Boot-Ausschnitt testen lassen möchte. Einfach, schön, Basic! Zwei Teile, Beleg dran, säumen – fertig.

Das Shirt ist ein klassisch U-Boot-Shirt mit einem weiten und einem engen Ausschnitt und  leger geschnitten. Du kannst es auch in einer Nummer kleiner als für dich üblich nähen – je nach dem, ob du es weit und leger oder eher etwas körperbetonter tragen möchtest.

Ich habe mir vier Lillas genäht: das erste Shirt in Größe 36 mit engem Ausschnitt, das zweite in Größe 36 mit weitem Ausschnitt. Beide einfach einfarbig ohne Klimbim.Von Shirt Nr. 1 gibt es keine vernünftigen Fotos, von Shirt Nr. 2 auch wenig, zuviel Sonne:

Nr. 3 ist in Gr. 38 mit weitem Ausschnitt. Ich wollte es in etwas weiter probieren. Vernäht habe ich den wundervollen GOTS-zertifizierten Lillestoff-Stoff „Fresh“ – genau meine Farben. Leider ist es noch etwas kurz – mein Oberkörper ist doch länger, als ich gedacht habe :-).

Bei der weiten Ausschnittvariante fällt die eine Seite beim längeren Tragen über die Schulter. Das ist so gewollt und gefällt mir auch – ich muss mir nur noch passende Trägershirts für drunter kaufen. 🙂

Shirt Nr. 4 folgt demnächst.

Das Schnittmuster „Lilla“ ist bis Freitag, 19.05.2017 zum Einführungspreis bei Textilsucht erhältlich Weitere Designbeispiele aus dem Probenähen findet ihr hier.

Eure Charla, die zwei der Shirts heute am Muttertag getragen hat. „Fresh“ tagsüber und Shirt Nr. 4 zum Sport. Einen schönen Rest-Muttertag wünsche ich Euch noch.

Verlinkt bei „LilleLiebLinks“und „Ich näh Bio-Linkparty“ von Keko Kreativ und bei der neu von mir entdeckten „bio: linkparty“ von „selbermachen macht glücklich“

Merken

Merken

Merken

„Chloe“ in pink

Selten mache ich einen Hype um ein neues Schnittmuster mit. Ich habe einige (viele) Schnittmuster auf meiner Festplatte gespeichert, die ich noch nie genäht habe. Mehrere Ausgaben der Ottobre stapeln sich hier – auch noch ganz viele tolle Schnittmuster, die nur darauf warten, vernäht zu werden. Drei Nähbücher, ein Taschen-Näh-Buch – wann soll ich das denn alles nähen?

Und dann kam Chloe, der neue Schnitt von Pattydoo.
Und ich bin bei Facebook in der Pattydoo-Gruppe.
Innerhalb von 2 Tagen waren mindestens ein Dutzend Chloes online 🙂 . Eine schöner als die andere. In großen Größen und in kleinen, an runden Figuren, an schlanken Frauen. Mit langen Ärmeln, mit kurzen oder sogar ärmellos (auch eine sehr schöne Variante). In Lederjersey, in Sweat… Wahnsinn. Ich schaute mir das alles an und machte mir ein Bild. Ich ging auch auf die Homepage von Pattydoo und schaute mir ihre Beispiele an.
Und dann kaufte ich mir auch das Schnittmuster. 🙂

Passend zum Mama-Schnittmuster gibt es eine Kindervariante („Rosa“) und ganz neu auch für Teenager („Bella“). Daher werde ich noch ein zweites Kleid für meine Tochter nähen – dann können wir im Partnerlook gehen. Tochter war sofort Feuer und Flamme. Daher auch die „sportliche“ Variante mit Ringelärmeln und rosa Bündchen am Hals (leider schlecht zu erkennen).

Ganz so einfach war das Ganze dann allerdings nicht. Ich vermaß mich genau, las die Anleitung genau („lockerer und bequemer Sitz“) und überlegte: „Soll ich nun meine Taille weiter machen oder nicht?“ Die Brustabnäher saßen gut, das war kein Problem. Das Kleid hat planmäßig an der Taille und der Hüfte etwas Luft, rein passen würde ich in Größe 38, aber meine Taille ist nun mal nicht so ganz schlank. Ich gehe vom Körperbau eher so gerade runter. Ich änderte daher das Schnittmuster in der Taille auf Größe 40, in der Länge am Oberkörper gab ich 3 cm dazu – auch gemessen und aus Erfahrung. Ich habe einen langen Oberkörper. Am Rock gab ich auch 3 cm dazu – ich mags nicht so ganz kurz.

Mit all den Änderungen ging ich ans Werk. Und stand am Ende da mit einem viel zu großem Kleid, das viel zu tief saß. Grummel, so war das nicht geplant. Also gut, wieder auftrennen, die 3 cm am Oberteil wieder weg, den Rock auch wieder kürzer und in der Weite auch auf Größe 38, wenn nicht sogar auf Größe 36, verringert. Alles wieder zusammen genäht: Ja, super! Sitzt, passt und hat Luft. Und ist immer noch „tulpig“ genug. 🙂

Der Stoff ist Stretchcord – ohne Stretch würde ich das Kleid nicht anbekommen, aber so ist es gerade noch möglich. Den Ausschnitt habe ich etwas größer gemacht und ein ganz normales Bündchen genäht. Keinen „feinen“ Beleg, weil’s ja eine legere Variante des Kleides sein soll.

Im Rücken wird ein Gummiband eingezogen, um die Mehrweite zu kräuseln. Viele nähen hier Abnäher rein, das wollte ich aber nicht. Dann hätte ich das Kleid wahrscheinlich doch nicht anbekommen. So ganz viel Mehrweite hatte ich nun nicht mehr, aber ich nähte das Gummiband dennoch ein. Der erste Versuch war aber viel zu eng – zu stark gekräuselt:

Also: Gummiband raustrennen und ein neues einnähen, nicht so stark gedehnt. Und das ist jetzt genau richtig:

Und noch eine Änderung: das Kleid hatte ich ursprünglich mit Taschen genäht. Dann habe ich am Rock in der Weite aber so viel weggeschnitten, dass nur noch ganz kleine Taschenöffnungen übrig blieben, in die man nicht mehr mit der Hand gekommen ist. Daher habe ich diese Öffnungen einfach zu gesteppt. 🙂

Eure Charla

P.S. Ich bin nun unsicher, ob das ausgeschnittenen Schnittmuster so wie es jetzt hier rum liegt für die nächste Chloe richtig ist, weil ich ja soviel geändert habe – mal hier ein Stück enger gemacht, dort was weggeschnitten… Und außerdem soll die nächste aus Sommersweat werden… Na, ich werde darüber noch nachdenken.

Verlinkt bei RUMS #10/17, 12 colours of handmade fashion März 2017 „rosa“  und bei der Material-Revue #2 – „Cord“

Merken

Merken

Merken

Merken

Ich nähe mir ein Cocktailkleid Teil 3: endlich das richtige Kleid nähen!

Und weiter geht es mit meinem Cocktailkleid. Jetzt endlich konnte ich mit dem eigentlich Kleid mit dem schönen Stoff loslegen! Ganz schön aufwendig das Ganze mit Schnittmusteranpassung (Teil 1 – siehe hier), Nesselmodellen (Teil 2 – siehe hier) und allem drum und dran. Hier erst einmal das gute Stück rundum von allen Seiten – ich weiß, ich werde es noch einmal am Saum dämpfen müssen:

img_20170221_145658-mlimg_20170221_145726-mlimg_20170221_145747-mlDas Nähen war dann auch nicht so einfach.

Belege nähen
Die Belege und die ausgeschnittenen Einlagen haben nicht richtig aufeinander gepasst. Das nächste Mal werde ich erst ein Stück Stoff mit Einlage bebügeln und dann das Schnittmuster auflegen. Denke, dass dann alles besser passt.

Als ich den so vorbereiteten Beleg in die Armkugel einsteckte, passte der zwar vom Umfang, aber die Nähte oben auf der Schulter und unter dem Arm lagen nicht aufeinander. Aber der Beleg kommt ja nach innen, da sieht man das ja nicht. Ich habe dann – ganz wie es im Buche steht – die Nahtzugabe innerhalb des Beleges einseitig zurück geschnitten und die Rundungen eingeklipst – was hatte ich Angst, dass ich aus Versehen die andere Nahtzugabe mitfasse oder zu weit in die Naht reinschneide. Uff, war das eine Arbeit!

img_20170221_155314-mlUnd dann die Nahtzugabe an den Beleg „flachsteppen“ wie es im Buch heißt – ist das die sogenannten Untersteppnaht? Bis auf eine Stelle, die ich wieder auftrennen musste, habe ich das super hin bekommen. Ganz stolz!

img_20170221_155337-mlBelege nach innen umklappen und schön bügeln, dämpfen und anprobieren: sieht super aus!

img_20170221_145952-mlNirgenswo kommt der Beleg raus, keine großen Falte oder abstehender Stoff, alles passt tadellos. Die Nesselmodelle haben sich wirklich gelohnt. Gerade an den Schultern sieht man, wie gut das Oberteil dort anliegt. An einer Stelle vorne am Arm habe ich ein kleines Fältchen eingenäht, aber an der Stelle werden durch das Tragen sowie Falten entstehen, daher ist das nicht schlimm.

Ein Aufwand das Ganze – Wahnsinn. Vielleicht hätte ich mir die Aussage von Svenja alisa „Frau Ausverkauft“ auf ihrem Blog zu Herzen nehmen sollen. Sie schreibt dort in ihrem Beitrag zu einem ganz tollen Weihnachts-Jaquard-Kleid, dass sie immer ein komplettes Futter einnäht statt die aufwendigen Belege einzuarbeiten… Hhm, dann versuche ich das beim nächsten Kleid mal. 🙂

Säumen
Als Stoff habe ich einen Taft-Stoff genommen – die Wildseide, die einfach genial gewesen wäre, war mir einfach zu teuer. Da hätte ich mich ja nie getraut, den anzuschneiden! Außerdem hat hier bei diesem Stoff das Muster und die Farbe wie Faust aufs Auge gestimmt. Die Feier findet in Bayern statt und ich schätze mal 80 % werden in Tracht und Dirndl kommen. Da passe ich dann mit den Hirschen ganz gut rein 🙂 .

Das Problem: der Stoff franst total schnell aus, ist sehr glatt und daher sehr rutschig, und sehr dünn. Wie sollte ich den versäubern ohne dass es zu dolle aufträgt? Die verschiedenen Stiche meiner Nähmaschine trugen auf, einfach nur mit Zackenschere beschneiden reichte nicht aus. Ich versuchte einfach mal, mit der Overlock zu versäubern – und siehe da: fällt nicht weiter auf und sieht von innen auch noch perfekt aus.

img_20170221_155653-mlPrima, Lösung gefunden. Weiter im Text.

Falten legen
Als nächstes ging es an den Faltenrock. Ich wollte mir ursprünglich einen Rock mit Quetschfalten nähen. Die Angaben im Buch waren mir zu wage. Also ein, zwei You Tube Videos angeguckt – sieht einfach aus. Mitte vom Stoff gesucht, Nadeln gesteckt, gefaltet: ähm, am Ende fehlt eine halbe Falte!?! 😦 . So kann ich doch den Reißverschluss nicht einnähen!

Also, nochmal rechnen, Nadeln raus, diesmal nicht von der Mitte angefangen sondern von der Seite … mhm, mit ein bißchen Schummeln passte es jetzt. Das ganze an die Schneiderpuppe gehalten: ähm, zu knapp, es fehlen 3 Zentimeter!?? So ein Scheibenkleister!!!

Noch mehr Schummeln?? Aber die letzten Falten sehen eh schon doof aus, lieber das Schummeln über alle Falten verteilen 🙂 🙂 🙂 . Also: wieder alle Nadeln raus, von beiden Seiten zur Mitte hin gearbeitet und überall ein paar Millimeter weggemogelt: wieder zu knapp! Es fehlten 3 Zentimeter wenn ich den fertig in Falten gelegten Rock an die Puppe hielt, da konnte ich falten und schummeln so viel ich wollte! Die fehlten einfach!

Vielleicht sollte ich doch mal nachmessen??? Tatsächlich: ich hatte das Rechteck für den Rock falsch zugeschnitten. Auf die gesamte Länge fehlten 14 Zentimeter!!! Wie auch immer mir das passieren konnte! 14 Zentimeter weg schummeln geht wirklich nicht. Das war es dann also mit meinem Faltenrock. 😦

Kräuseln
Andere Lösung: kräuseln. Finde ich zwar nicht so schön, aber genug Stoff hatte ich  nun mal nicht.

img_20170221_141242-mlDie entscheidende Frage: soll ich von dem Rechteck nun was abschneiden oder so lassen? Der Stoff ist recht dünn, das Buch sagt, bei dünnen Stoffen „das Doppelte des Taillenumfangs oder sogar mehr“. Okay, das Dreifache ist demnach auf jeden Fall zuviel. Also kurzerhand den Rollschneider angesetzt und – zack – ab damit. Das Kräuseln und Annähen ging dann erstaunlicher Weise recht einfach.

Der Reißverschluss
In einem YouTube Video habe ich den Tipp gesehen, die komplette Rückenseite zuzunähen – auch dort, wo der Reißverschluss reinkommt. Dort aber nur mit großen Stichen heften, bis zu der Stelle wo der Reißverschluss zu Ende ist. Dort dann ordentlich verriegeln und normal zu Ende nähen. Anschließend den Reißverschluss auflegen, feststecken, annähen und die geheftete Naht auftrennen. Tata – fertig!

Nun gut, bei mir war es dann noch nicht fertig. Die erste Naht war einfach zu weit entfernt vom Reißverschluss. Also Nadel ganz nach außen stellen und noch eine Naht daneben setzen. Kleid anprobiert: die Naht klafft auseinander, der Reißverschluss ist komplett zu sehen. Sieht doof aus, auf jeden Fall nicht richtig und das ärgert mich.

Also noch mehr YouTube Videos geguckt und in der Nähgruppe nachgefragt. – Beim zweiten Video war ich dann fündig geworden: genau in der Rille nähen! Was, so dicht dran!!! Den gleichen Hinweis habe ich auch in der Gruppe erfahren. Hätte ich mich nie getraut, dachte, ich müsste Platz lassen, damit der Zipper vorbei kommt. Dabei habe ich nicht an die Besonderheit der nahtverdeckten Reißverschlüsse gedacht: die Zähnchen vom Reißverschluss liegen innen. Früher war das anders, oder?

img_20170221_134249-mlAlso alles schön auf der Linie genäht – an einer Stelle noch einmal nachgearbeitet. Immer noch nicht ganz perfekt, aber besser geht es nicht. Am Übergang zum Rock stören die Kräusel beim Festnähen. Der bleibt jetzt so. Und dann: hoffen und bangen!!! Die Anprobe!

img_20170221_145742-mlAnprobe
Nun kam die alles entscheidende Anprobe: passte immer noch alles? Oder ist es jetzt doch zu eng geworden? Als der Reißverschluss auseinander klaffte, hatte ich ein recht angenehmes Gefühl beim Tragen. Muss ich jetzt die Luft anhalten? Bibber, zitter, nein – doch?

Alles gut!!! Es könnte ein Tacken weiter sein, aber ich kriege das Kleid zu und ich kann mich drin bewegen!! Was bin ich erleichtert. 🙂 🙂 🙂 Die Reißverschlussenden oben noch umklappen und den Beleg von Hand festnähen. Fehlte nur noch der Blindsaum am Rockende.

Blindsaum
Nachdem ich mit meiner Schwester die genaue Länge fest gelegt hatte, konnte ich mit den finalen Stichen los legen. Zweimal umbügeln, alles schön ordentlich ausgebreitet, ein weiteres You Tube Video – diesmal zum Thema „Blindsaum“ – angeschaut und los gings. Erstaunlicherweise klappte das recht gut, obwohl der Stoff so fein ist. Hier einmal von Innen:

img_20170221_120334-mlUnd von außen:

img_20170221_120436-mlWas meint ihr? Dafür dass das mein erster Blindsaum ist gar nicht mal so schlecht, oder? Leider zieht er sich etwas zusammen, was man auf den Tragefotos oben gut sieht, obwohl ich echt nicht zu viel am Faden gezogen habe. Vielleicht hilft dämpfen ein bißchen, ansonsten muss ich es halt so tragen. Nicht perfekt, aber dafür dass es mein erstes Cocktailkleid dieser Art ist bin ich sehr zufrieden.

Und somit gehe ich jetzt voller Stolz auf die Feier im März und verlinke mich beim Februar Termin „Ich nähe mir meine Mini-Garderobe 2017“, beim Februar-Thema „gezipptes“ von „12 Themen – 12 Kleidungsstücke“ und bei RUMS #8/17.

Eure Charla

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Ich nähe mir ein Cocktailkleid Teil 2: Nesselmodell(e) nähen

Der zweite „Ich nähe mir ein Cocktailkleid“-Beitrag. Im ersten Teil habe ich das Schnittmuster für mich angepasst, was gar nicht mal so einfach war. Nun geht es endlich ans Nähen.

Aber!

Das Buch empfiehl ein – wenn nicht sogar zwei – Probemodelle aus billigem Nesselstoff zu nähen. Und bei Bedarf das Schnittmuster dann nochmal zu ändern. Und so viel wie ich im Vorfeld im Schnittmuster geändert hatte – da sollte ich dann wirklich eine Probemodell machen.

Irgendwie war ich dann total gestresst: „Wie mache ich das jetzt alles? Wie geht es richtig?“ Im Buch hier und da gelesen, ist da jetzt überhaupt Nahtzugabe im Schnittmuster enthalten? War nicht auf dem Schnittmusterbogen eingezeichnet sondern irgendwo im Buch auf Seite xy vermerkt. Wie mache ich das dann mit dem Probemodell? Mit Beleg, ohne Beleg? Wieder das Buch von vorne bis hinten 🙂 durchgelesen: Aha, also Probemodell ohne säumen, ohne Belege. Dann muss ich ja, damit es richtig passt, am Hals und an den Armausschnitten die Nahtzugabe weg schneiden? Richtig? Wieder war ich total unsicher – dabei nähe ich ja jetzt schon zwei Jährchen. Und früher auch immer mal wieder. Und ein Abendkleid hatte ich mir vor Jahren auch schon mal genäht – aber irgendwie bin ich jetzt hier bei diesem Projekt total unsicher.

Meine ersten Nesselmodelle – aber eine sehr sinnige Idee, wie ich feststellte.

Zunächst machte ich vor lauter Schusseligkeit Fehler bei den Abnähern – und hatte, als das erste Nesselmodell-Oberteil fertig war, gedacht, dass meine Schnittmusteranpassung ja total für die Hose war. Da passt ja nix, noch nicht einmal annähernd. Bis ich dann dahinter gestiegen bin, dass ich die Abnäher auf der Nahtlinie ausgeschnitten hatte! 🙂 🙂 🙂 Es sind nicht meine ersten Abnäher, die ich mache, und dennoch passiert mir so ein dusseliger Fehler!! Aber immerhin konnte ich so an dem ersten Nesselmodell erkennen, dass Vorder- und Rückteil um ca. 3 Zentimeter verlängert werden müssen. Wie ich es ja geahnt hatte – ich hatte ja die Oberlängenanpassung im ersten Schritt vergessen.

Also: zweiter Versuch. Alles brav nach Vorgabe – ohne Fehler ! – genäht. Am Rückenteil habe ich die 1,5 Zentimeter Nahtzugabe für den Reißverschluss umgebügelt und meinen Mann dann gebeten, dort einfach mit Stecknadeln zusammen zu stecken. Tja, das Nesselmodell-Oberteil Nr. 2 war jetzt deutlich besser, aber noch nicht okay.

Hier ein Foto auf der Puppe:

img_20170213_101412-ml

  1. Unter den Achseln war an den Seiten zu viel Stoff. Ist meistens so: ich habe nun nicht eine schöne schlanke Taille und eine Sanduhrform, sondern bin eher gerade. Also: abstecken (siehe Foto) und gleich auch am Schnittmuster geändert.
  2. die Schultern hatte ich im Schritt 1 zu dolle abgeschrägt. einen halben Zentimeter zu viel (siehe Foto). Auch hier neu gesteckt und gleich im Schnittmuster geändert.
  3. der seitliche Brustabnäher war zu weit oben und zu dolle in der Mitte (siehe Foto). Um einen Zentimeter nach unten versetzt und etwas nach außen. Abnäher neu eingezeichnet – so langsam habe ich Erfahrung darin.
  4. im Rücken, da wo der Reißverschluss ist, war im oberen Bereich auf einer Länge von ca. 10 Zentimeter zu viel Stoff. Ich habe einen leicht nach vorne gebeugten Nacken. Im Buch fand ich keine passende Beschreibung für eine Schnittmusteranpassung. Also lies ich meinen Mann einfach seitlich so viel Stoff abstecken bis es dort richtig schön am Körper an lag.

Und dann wieder an den Zuschneidetisch: Nesselmodell Nr. 3 zuschneiden! Ich hatte ja wieder ganz viele Änderungen vorgenommen, da wollte ich auf Nummer sicher gehen. Und viel Arbeit macht es wirklich nicht: ich habe mich ja nur auf das Oberteil beschränkt. Einzeichnen, Nahtzugabe am Hals und am Armauschnitt wegschneiden, ausschneiden, Abnäher nähen, Schulter und Seitennähte schließen, im Rücken die 1,5 Zentimeter umbügeln. Fertig!

Wieder anprobiert, wieder von meinem Mann abstecken lassen. Was soll ich sagen? Dieses Modell passt wie Faust aufs Auge! Was ist das toll! Richtig maßgeschneidert! Wahnsinn! Ich liebe mein Nesselmodell-Oberteil Nr. 3! 🙂 🙂 🙂

img_20170213_101616-mlDen Rock habe ich nicht mehr als Nesselmodell angepasst. Das fand ich nicht notwendig. Zur Berechnung der Stoffmenge für den Rockteil wird einfach die gesamte Taillenbreite des Oberteils gemessen und 3 Zentimeter Nahtzugabe dazu addiert. Dann werden in bestimmten Abständen Markierungen gemacht, die Quetschfalten gelegt, festgeheftet und anschließend wird das Rockteil an das Oberteil genäht. Abschließend Reißverschluss rein und säumen. An dem Nesselmodell könnte ich höchstens die Länge prüfen, aber das kann ich am fertigen Rock auch. Die genaue Lage der Taille habe ich jetzt bereits an dem Oberteil-Nesselmodell festlegen können. Also habe ich mir diese Arbeit gespart: 3 mal Oberteil probegenäht reicht auch aus!

Eure Charla, die begeistert von diesem Mehraufwand ist: so hilfreich das Ganze!

Merken

Merken

Ich nähe mir ein Cocktailkleid Teil 1: Schnittanpassung

Ich nähe mir ein Kleid. Ist ja nichts besonderes… nun ja. Es soll ein Cocktailkleid werden. Aus einem etwas festeren, nicht elastischen Stoff. Wildseide oder Taft oder so. Den Stoff habe ich zwar schon, aber was es genau ist, wird noch nicht verraten.
Mhm, dass ist dann doch etwas anderes als ein einfaches Jerseykleid. Welches Schnittmuster?

Ich hatte mir schon vor mehr als einem Jahr das Buch „Kleider nähen“ von Tanya Whelan gekauft. Daraus nehme ich jetzt das Schnittmuster. Ich las mir das Buch sehr genau durch – also alles das, was für mich in diesem Moment relevant war. Uff, das wird gar nicht so einfach. Mit Abnäher, Belegen oder Futter, Einlagen, nahtverdeckter Reißverschluss… uiuiui…

img_20170204_204617-mlAls Schnitt entschied ich mich für das Basic-Oberteil mit Bateau-Ausschnitt, etwas weiter ausgeschnitten als im Buch geplant. Der Rock soll mit Quetschfalten genäht werden, finde ich schöner als normale Falten.

Als erstes musste ich das Schnittmuster für das Basic-Oberteil und die Vorlage für den Bateau-Ausschnitt abpausen. Kleines Manko an den Schnittmusterbögen, die hinten im Buch drin sind: die Größen sind nicht angegeben, man muss abzählen (oder die 12 Schattierungen von hellgrau bis schwarz genau auseinander halten können 🙂 ). Beide abgepausten Teile übereinander legen und den neuen Ausschnitt einzeichnen. Dabei habe ich die Kurve etwas tiefer gezeichnet. Das Rückteil wird ohne Vorlage abgeändert. Bis hierhin kein Problem.

Aber! Dann kam das Problem: meine Maße. Brust: Größe 38, Taille: Größe 40, Hüfte: Größe 40/42. Welche Größe nehme ich? Im Buch stand: nach der Taille richten und dann zur Brust und Hüfte angleichen. Außderm sind die Schnittmuster für Körbchengröße B ausgelegt, ich habe A. Dann noch: Rückenlänge und „wo sitzt die Brust“? Hhm, auch da stimme ich nicht mit dem Schnittmuster überein.

Also musste ich als zweites das Schnittmuster modifizieren.
Und hier wurde es echt kompliziert.

Ich fing mit der Schulterbreite an – stimmte überein. Eigentlich habe ich etwas breitere Schultern, aber weil ich ja Größe 40 zugeschnitten habe passt es dann an den Schultern auch gut. Super. Dann die Schulterschräge: ich weiß, dass ich etwas hängende Schultern habe, und tatsächlich: hier musste ich anpassen. Es steht zwar alles im Buch genau beschrieben, aber dennoch war ich teilweise überfordert. Letztendlich habe ich es so gemacht, wie ich es am logischsten empfunden habe. Die Schulterschräge wurde eingezeichnet, ein neuer Abnäher hinten in die Mitte. Dadurch, dass meine Schultern am Armausschnitt 1,5 cm tiefer liegen, muss dann unter der Achsel der Punkt auch 1,5 cm weiter unten liegen, damit die Größe des Armausschnittes nicht verändert wird. Und das heißt wiederum: den Rundung des Armausschnittes anpassen. Gaaanz viele Linien:

img_20170204_201536-mlUnd dann das Gleiche an der Vorderseite. Holla die Waldfee, da habe ich ganz schön lange dran gesessen. Vorne habe ich falsch gemessen, weil ich nicht an den Abnäher hinten gedaccht habe und die Schulterbreite ja gleich sein muss. Daher sind hier ein paar mehr Linien als notwendig:

img_20170204_201415-mlJetzt kam der (wenig vorhandene) Busen dran. Hier wird erst einmal der Brustpunkt ermittelt, mit anderen Worten: wo liegt die Brustwarze? Auch hier kam ich nicht so ganz klar, obwohl es in dem Buch mit Beschreibungen und Hilfslinien, die gezogen werden müssen, nur so wimmelt. Anscheinend ist mein Brustpunkt nur minimal höher als üblich. Die Körbchengröße habe ich angepasst, aber weniger, als im Buch angegeben – dann stimmten meine Maße schon. ??? Ob das so alles korrekt ist? Und ganz vergessen habe ich meine Rückenlänge: da hätte ich um 2,5 cm verlängern müssen. So ein Scheibenkleister aber auch. Auf den Schnittmuster wimmelte es inzwischen von Strichen und Klebebändern:

img_20170204_201456-mlWas jetzt tun? Nochmal alles von vorne???
Ich nahm noch einmal Maß: na, mit der Rückenlänge könnte es gehen, dann sitzt die Taille halt einen Zentimeter zu hoch. Und außerdem habe ich ja den Halsauschnitt etwas größer gemacht, also muss ich beim Schnittmuster ja einen Zentimeter in der Höhe dazu geben. Das mit der Länge wird demnach okay sein. Und die Körbchengröße? Die Maße stimmen mit meinen jetzt überein, also wird das auch schon passen.

Und außerdem nähe ich ja als nächstes ein Probemodell, ganz so wie es im Buch steht. Das sogenannte „Nesselmodell“. Aber davon berichte ich im Teil 2.

Eure Charla, die mit immer mehr Erfurcht das Schneiderhandwerk betrachtet

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Bärliner Hoodie zum Dritten

Er ist einfach ein Basicteil, davon kann man nie genug im Haus haben. Dieser Bärliner Hoodie hier ist der letzte aus meiner Probenährunde von Berlinerie. Ich hatte mir den tollen Stepper von Albstoffe schon vor dem Probenähen gekauft, um mir daraus einen schönen bequemen Hoodie zu nähen.

dscn0481-mlDas ist mir gelungen.

dscn0504-mlIch liebe den Bärliner Hoodie, weil er so schön lang und dabei tailliert geschnitten ist. Ob man nun Kragen oder Kapuze näht, oder mit Bauchtasche, Kordelbändern und Bündchen bleibt einem ja selbst überlassen.

dscn0502-mldscn0511-mlHier habe ich wieder die Astronautenkapuze genäht, diesmal mit Kordeln und SnapPap-Unterlegung an den Ösen. Ich überlegte, SnapPap noch anderswo als Designelement anzubringen, entschied mich dann aber für das kleine Stück Webband an der Tasche.

dscn0491-mlEure Charla, die jetzt nicht mehr frieren muss

Verlinkt bei RUMS

Merken

Merken

Merken

Merken

BH-Einsteigerpaket „Linda“ von Sewy

Nun bin ich schon zwei Jahre in der Blogger- und Nähwelt unterwegs, und erst vor ein paar Tagen bin ich auf „Sewy“ gestoßen. Wie es zu dieser Zufallsbekanntschaft kam, weiß ich nicht mehr. Ich habe von einem Facebookeintrag zu einem Blog geklickt und dann mal hierhin und mal dorthin und plötzlich war ich auf einem Blog, wo von „BH nähen“ die Rede war. BH nähen? Mhm, habe ich noch nie drüber nach gedacht – aber warum nicht? Ich fing an zu lesen, las Interessantes über Sewy und einem Bloggertreffen und einen Nähkurs bei Sewy – und einen Tag später bestellte ich mir das Nähpaket „Linda“ von Sewy.

img_20170127_131908-mlDas Paket ist nun eingetroffen und ist großartig. Alles was man zum BH nähen braucht ist da drin. Ich habe keine Ahnung von BH nähen und es hätte verflixt lange gebraucht heraus zu finden, welches Zubehör alles nötig ist. Hier hat man alle Bänder, Riegel, Verschlüsse, Untergewebe und was weiß ich nicht alles in einem Paket, passend abgestimmt auf den Stoff, den man dort auch bestellen kann. Weiterhin kann man sein Paket selber gestalten: möchte man passendes Garn, passendes Slipgummi (der Stoff reicht aufgrund der Breite noch locker für ein (oder sogar zwei ?) Slips) oder Bügel für einen Bügel-BH dazu haben? Einfach anklicken. Ich habe dann noch das Schnittmuster dazu genommen – wenn man das schon hat, kann man das auch weglassen. Und wenn man alles einzeln kaufen möchte, richtet sich Sewy schlauerweise nach der Gütermann Farbnummer auf den Garnen. Dann hat man alles in einem passenden Farbton. Hier ist der Inhalt meines Pakets:

img_20170127_131834-mlZwar teilweise dunkler oder heller – die hellen Bänder passen in Echt besser zu dem Stoff als es auf den Foto den Anschein hat. Aber alles passt zusammen. Außerdem , glaube ich, sind nicht alle Bänder sichtbar, aber so detailliert habe ich noch nicht in die Anleitung geschaut.

Ich habe die Liste mit dem Inhalt verglichen – so ganz kann ich noch nicht sagen, welches (Gummi-)band welches ist, aber das werde ich noch raus finden. Das „Bügelband“ (wenn es das ist) ist überhaupt nicht elastisch!? Wo kommt das denn hin? Wird das irgendwo aufgebügelt? Hhm??? Habe gerade bei Sewy auf der Homepage geguckt: manchmal habe ich echt ein Brett vor dem Kopf! Das „Bügelband“ heißt „Bügelband“ weil dort der BH-„Bügel“ eingeschoben wird. Und kommt nicht von der Tätigkeit „bügeln“ 🙂 🙂 🙂 Wenn man keinen Bügel nimmt, wird das Bügelband einfach so vernäht und sorgt für Stabilität. – Na, dann ist ja klar, wo das Band hin muss. Und dann ist auch klar, warum es nicht elastisch ist. 🙂

Das wird eine spannende Reise – ich halte Euch auf dem Laufenden und werde euch hoffentlich in naher Zukunft ein tolles Set aus BH und Unterhose zeigen. Aber erst haben andere Projekte Vorrang. Nach meinen Nähplan „Ich nähe mir meine Mini-Graderobe“, den ich euch gestern hier vorgestellt habe, ist das Thema BH im März dran – ob ich das wirklich so lange hinaus zögern kann? Bin ganz hibbelig…

Eure Charla

P. S. Mir ist gerade noch ein Schleifchen aus dem Paket entgegen gepurzelt, wie süß.

Merken

Merken

Merken

Merken

Sew Along „Ich näh mir meine Mini-Gardrobe 2017“

Ich bin auf einen weiteren Sew Along gestoßen, in dem es darum geht, für sich selber im Laufe des Jahres 12 Projekte zu nähen. Was man nähen soll, ist vorgegeben, aber innerhalb der Kategorie ist die Wahl des Schnittmusters und der Zeitpunkt absolut frei gestellt. Hauptsache, man hat am Ende des Jahres 12 Kleidungsstücke mehr im Schrank und somit eine Mini-Gardrobe.

mini-garderobeDer ganze Sew Along „Ich näh mir meine Mini-Gardrobe 2017“ wird von Miriam von Brülläffchen ausgerichtet, die durch einen französichen Blog (Clotilde) auf die Idee gekommen ist. Wenn man sich bis zum vorletzten Tag eines jeden Monats bei ihr verlinkt, kann sie sich rechtzeitig mit Clotilde verlinken und es gibt eine fröhliche deutsch-französiche Linkparty. Hört sich doch toll an.

Als erstes soll man sich etwas Gedanken machen, was man sich denn so vorstellen könnte, was man zu den einzelnen Kategorien nähen möchte – oder wann. Ich dachte mir, dass es  ja ganz praktisch wäre, sich eine Sache für zwei Sew Alongs zu nähen: für diesen hier und für den von Fräulein Ann „12 Themen – 12 Kleidungsstücke“. Ich habe zudem noch auf den „Material Revue 2017“ von Maika von Maikaefer und Janet von Knoepflekistchen geschaut, aber das haut nicht wirkich immer hin.

Also, los geht’s: die 12 Kategorien des „Ich näh mir meine Mini-Gardrobe 2017“ sind folgende:

  1. ein Oberteil aus Webware (unelastisch).
    Dies passt prima zu dem Material „Baumwolle“ der Material-Revue im Juli, und daher wird hier ein ärmelloses Oberteil (12 Kleidungsstücke) genäht. Ein Schnittmuster habe ich noch nicht im Kopf, aber ich denke, da werde ich ein schönes finden. Eine ärmellose Bluse oder die nur oben am Ausschnit zwei drei Knöpfe. Alle drei Sew Alongs abgearbeitet 🙂
  2. ein Oberteil aus Jersey (elastisch).
    Das habe ich bei meiner Planung etwas hin und her geschoben – das ist ein Projekt, das man immer mal wieder dazwischen schieben kann. Ist auch das ganze Jahr tragbar. Im April ist bei der Material-Revue „Jersey“ dran, aber da habe ich ein anderes Projekt vor. Letztendlich habe ich „Oberteil aus Jersey“ für den Oktober eingeplant, aber nur, weil es nirgendwo so richtig passt. Das Oktober-Material ist „Wolle“, von „12 Kleidungsstücke“ das Thema „gut gewickelt“. Das „gut gewickelt“ passt, ich habe vor kurzem ein Wickelshirt gesehen, was mir sehr gut gefallen hat. Also: zwei Sew Alongs abgearbeitet.
  3. Bluse.
    So gar nicht mein Ding – bis auf die ärmellose „Bluse“, die ich bei Oberteil Webware nähen werde. Aber so eine richtige Bluse mit langen Ärmel und Kragen… nee, zieh ich nicht an. Daher kommt das Thema in den Januar – und damit wird es nicht mehr genäht. Das Januar-Material „Tüll & Taft“ lasse ich auch aus. Kein Sew Along abgearbeitet. 😦
  4. Rock.
    Das ist einfach. Rock kommt zu Rock, fertig. Das wäre dann nach „12 Kleidungsstücke“ der Juni. Passt ja auch zeitlich ganz gut, so einen kurzen Rock für den Sommer. Vielleicht nähe ich da wieder einen der Wickelwenderöcke von Verplüscht und Zugenäht, die ich mir schon lange mal wieder nähen möchte. Es gibt aber auch den durchgeknöpften Rock Bella als Freebook von Rosa P. , den könnte ich mir auch ganz gut vorstellen. Das Material-Thema ist „SnapPap“ – mhm, damit aufpeppen kann man den Rock bestimmt, aber ich denke, SnapPap sollte im Vordergrund stehen. Also hier: zwei Sew Alongs abgearbeitet 🙂 .
  5. Shorts (über den Knien endet).
    Mhm, trage ich Shorts? Eigentlich nicht. Aber vielleicht gibt es ja doch ganz schöne Sachen… Also könnte ich es ja versuchen. „12 Kleidungsstücke“-Thema „Beinkleidchen“ ist im August dran. Passt also zu einer kurzen Hose. Matrial: Kork. Nee, nicht passend. Also: zwei Sew Alongs abgearbeitet.
  6. Hose.
    Ja, ja, endlich habe ich eine Grund mich an eine Jeans für mich zu wagen. Im letzten Jahr war ja der Jeans-Sew-Along und ich habe ihn erst zu spät mitbekommen. Dort wurden ja viele schöne Schnitte vorgestellt, ich glaube, ich fand die „Boyfriend“ (oder „Girlfriend?“) am tollsten. Da muss ich noch einmal recherchieren. „Hose“ ist das Kleidungsstück für August („Beinkleidchen“) den ich ja schon belegt habe. Material „Jeans“ ist leider nicht in der Material-Revue vorgesehen (warum eigentlich nicht?), daher steht es mir völlig frei, wann ich nun meine Jeans nähe. Ich habe mir die nun für den November notiert. Das „November-Material“ Kunstfell werde ich nicht bearbeiten, und das „November-Kleidungsstück“ „Schick in Strick“ wohl auch nicht. Ein Sew Along abgearbeitet.
  7. Einteiler.
    Ja, endlich kann ich mir meinen Jumpsuit nähen. Das Schnittmuster habe ich schon gekauft – dachte ich. Habe gerade in meinem Schnittmuster-Ordner gesucht und nichts gefunden. Vielleicht als Papier-Schnitt im reellen Ordner? Mal schauen. Ansonsten muss ich mich auf die Suche machen. Der Jumpsuit wird aus „Jersey“ und deckt damit das April-Material ab. Das „12 Kleidungsstücke-Thema“ von April ist „gut be Tucht“ – was soll ich im Frühling mit nem Tuch? Da wird der Einteiler genäht. Also: zwei Sew Alongs abgearbeitet. 🙂
  8. Kleid.
    Brauche ich bereits Anfang März, also muss es im Februar genäht werden. Passt auch zum „12 Kleidungsstücke-Februar-Thema“ „gezipptes“. Ich werde jetzt endlich ein Kleid aus dem meinem Buch „Kleider nähen“ von Tanya Whelan nähen. So mit Beleg und Futterstoff und so. Soll schließlich ein tolles Kleid für eine Abendveranstaltung werden. Ein Etuikleid? Eins mit einem geschlitzen Ausschnitt? Ein Bateau-Ausschnitt? Mit Quetschfalten? Oh oh, der kommende Monat wird spannend. Zwei Sew Alongs abgearbeitet.
  9. Mantel.
    Tja, ich habe keinen. Brauche ich einen? Das ist die Frage. Vielleicht. Ich packe in mal ans Ende des Jahres, in den Dezember, wenn es wieder kalt ist. „Festliches“ ist das „12 Kleidungsstücke-Thema“ im Dezember. Könnte ja passen. „Filz“ – nein, passt nicht. Also ein oder zwei (oder gar kein) Sew Along abgearbeitet… 🙂
  10. Jacke.
    Jacke ist dagegeben wieder einfach. Steht bereits auf meiner To-sew-Liste und Material ist bereits gekauft: Kunstleder. Also packe ich das Thema zu dem „September-Material“ „(Kunst-)Leder“. Das „12 Kleidungsstücke-Thema“ ist dann „das Gewisse etwas zum drüberziehen“ – na das passt doch. Also: drei Sew Alongs abgearbeitet. Das einzige Problem: die Collegejacke „Mamas Herzblatt“ von Fred von Soho möchte ich schon im Frühjahr nähen – aber da sind alle Monate schon belegt. Mal sehen, wie ich das deichsel.
  11. Lingerie.
    Das passt total super: ich habe gestern bei „Sewy“ das „Nähpaket Linda“ bestellt. Ist bereits zu mir unterwegs. Ich bin ja mal so gespannt, wie es ist, einen BH zu nähen. Da freue ich mich schon total drauf. Weil der Februar für das Kleid drauf gehen wird, kann ich den BH erst im März nähen. Material-Thema im März „Wachstuch“ – nein, der Stoff ist „Mikromodal“. „12 Kleidungsstücke“-Thema im März „Lieblingshoodie“ – ich habe gerade zwei Hoodies hier gezeigt, der dritte kommt nächste Woche. Mehr Hoodies brauche ich nicht. Also: ein Sew Along abgearbeitet.
  12. Badeanzug.
    Spannend. Genauso spannend wie BH nähen. Noch nie gemacht, wird dringend benötigt. Mein alter Badeanzug ist schon ganz abgeschrubbelt und nahezu durchsichtig, ist auch so an die 15 Jahre alt oder so. Also: ich werde mich dieses Jahr daran versuchen, einen Badeanzug für mich zu nähen. Da er spätestens im Sommer gebraucht wird, muss er früher genäht werden: im Mai. Das „Mai-Kleidungsstück“ „Kleiderwahl“ ist bereits abgearbeitet, das „Mai-Material“ „Frottee“ werde ich nicht bearbeiten – daher passt es doch. Vielleicht kommt ein Frottee-Strandkleid-Badetuch-Überwurf dazu 🙂 . Also: ein oder zwei Sew Alongs abgearbeitet.

Na, das ist doch mal ein Plan, oder? Mal sehen ob das alles zu den „12 colours of handmade fashion“ Sew Along passt, den Selmin von Tweed & Greet veranstaltet. Wie es mir scheint, legt sie die Farben aber immer erst zu Beginn des Monats fest. Vielleicht kommt da noch eine Übersicht.

12 Colours of Handmade Fashion Logo_2Eure Charla, die ganz gespannt auf ihr Nähjahr 2017 schaut – es wollen ja noch andere Sachen genäht werden wie die Schultüte für meinen Sohn zum Beispiel. Es wird nicht langweilig hier auf meinem Blog.

 

Verlinkt in der Projekt-Liste von Brülläffchen (#ichnähmirmeineminigarderobe2017)

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Und noch ein Bärliner Hoodie …

… weil er so schön ist. Erst gestern habe ich euch hier einen Bärliner Hoodie gezeigt, den ich im Rahmen eines Probenähen von Berlinerie genäht habe. Das Schnittmuster gibt es hier.

dscn0541-mlIch finde das Schnittmuster wirklich toll: ein schön hüftlanger Hoodie, aber leicht tailliert, so dass man nicht aussieht als ob man einen Sack an hat. Mit Astronautenkapuze, leicht überlappender Kapuze oder mit Kuschelkragen. Alle drei Varianten einfach, aber schön.

dscn0546-mlAn vielen anderen Hoodieschnitten gefällt mir das ganz Gedöns am Kragen nicht, die Dreifachüberlappung oder Wickelkragenzeug… was mir bei den Hoodies dann nicht gefällt  ist, wenn dort auf der einen Seite von der Kapuze die Kordel ganz weit oben sitzt, auf der anderen Seite irgendwo unten, weil es bei der Überlappung nicht anders möglich ist. Hier kann alles schön mittig angebracht werden und fertig. Der Hoodie überzeugt durch seine Schlichheit und taillierte Form – ein absolutes Basicteil.

dscn0542-mlJa, ich habe jetzt viel Werbung gemacht – aber aus Überzeugung. So wie der Hoodie jetzt sitzt gefällt er mir an mir wirklich gut. Besonders die Astronautenkapuze – wie hier bei diesem Hoodie – hat es mir angetan.

dscn0547-mlDies ist mein dritter genähter Bärliner Hoodie. Aus Jersey und daher eine Nummer kleiner genäht, da das Schnittmuster auf Sweat auselegt ist.

Ich hatte überlegt, welchen Stoff ich nehme oder ob ich nochmal neuen kaufen muss. Ich hatte noch die Reste von dem „diving with sharks“-Stoffen,  weil mein Sohn und mein Patensohn davon Shirts bekommen haben. Da der Stoff im Rapport ist und auf der einen Seite der große Hai ist, sonst die kleinen, hatte ich noch genug Stoff mit den kleinen Haien übrig. Und genau einen großen Hai auf einem recht kleinen Stück – genau passend für die Tasche. Ich legte mir also den Stoff zurecht, als mein Sohn dazu kam.

dscn0548-mlSohn: „Was machts du damit?“
Ich: „Ich nähe daraus einen Pulli für mich!“
Sohn: „Och, das ist doch mein Stoff!“
Ich: „Aber du hast doch daraus schon einen.“
Sohn: „Stimmt. Dann frage ich Mattis und Tom (Anm.: Kumpels aus dem Kindergarten), ob die auch so einen Pulli haben wollen, okay, Mama?“ 🙂

dscn0553-mlNein, nicht okay. Daraus wird ein Pulli für die Mama! Jetzt können er und ich im Partnerlook gehen. 🙂 Wird ja noch schöner, wenn der Sohn Werbung für Mamas Nähkünste macht. 🙂

Eure Charla

Verlinkt bei RUMS #4/2017 und bei LilleLiebLinks #04/17

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken